Verletzungen und Erkrankungen am Knie
Das Knie trägt einen großen Teil unseres Körpergewichts und ermöglicht uns, sicher zu stehen, zu gehen und die Beine zu beugen. Es besteht aus Oberschenkelknochen, Schienbein und Kniescheibe. Knorpel, Menisken und Bänder sorgen für reibungsarme Bewegungen, Stabilität und eine gleichmäßige Belastungsverteilung. Bänderverletzungen, Knorpelschäden oder Kniearthrose können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen. Wenn andere Behandlungen nicht mehr ausreichend helfen, kann ein künstliches Kniegelenk die Beweglichkeit und Lebensqualität verbessern.
Bandverletzungen am Knie und Meniskusverletzungen(Kreuzband, Innenband, Außenband, Meniskus)
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Kreuzbandriss, Innenbandverletzung, Außenbandverletzung
Kreuzbandriss
Der Kreuzbandriss gehört zu den häufigsten und bekanntesten Knieverletzungen. Besonders häufig ist das vordere Kreuzband betroffen.
Ein Riss des vorderen Kreuzbandes entsteht häufig durch eine schnelle Drehbewegung des Körpers bei gleichzeitig fixiertem Fuß. Typische Situationen finden sich beispielsweise beim Fußball, Handball, Skifahren oder bei anderen Sportarten mit schnellen Richtungswechseln.Typische Symptome eines Kreuzbandrisses:
- plötzlich auftretende Knieschmerzen
- rasche Schwellung des Kniegelenks
- eingeschränkte Beweglichkeit
- Gefühl der Instabilität
- Schwierigkeiten beim Auftreten und Belasten
- ein Gefühl des „Wegknickens“ des Knies
Bei einer Kreuzbandverletzung können zusätzlich Meniskus oder Knorpel geschädigt sein.
Behandlung des Kreuzbandrisses
Die Behandlung richtet sich unter anderem nach dem Alter, dem Aktivitätsniveau, der Knieinstabilität und möglichen Begleitverletzungen. Je nach Situation kann eine konservative Behandlung mit Physiotherapie und gezieltem Muskelaufbau ausreichend sein.
Bei bestimmten Verletzungen kann auch eine operative Kreuzbandrekonstruktion infrage kommen. Dabei wird das gerissene Kreuzband in der Regel durch körpereigenes Sehnengewebe ersetzt.Innenbandverletzung
Das Innenband (mediales Kollateralband) stabilisiert die Innenseite des Kniegelenks. Eine Innenbandverletzung entsteht häufig durch eine Krafteinwirkung, bei der das Knie von außen nach innen belastet wird. Sportverletzungen sind eine häufige Ursache. Je nach Ausmaß kann das Innenband überdehnt, teilweise eingerissen oder vollständig gerissen sein.
Typisch sind:- Schmerzen an der Innenseite des Knies
- Druckempfindlichkeit entlang des Innenbands
- Schwellung
- Schmerzen bei Belastung
- Instabilitätsgefühl bei stärkeren Verletzungen
Innenbandverletzungen können häufig konservativ behandelt werden. Dazu gehören eine vorübergehende Entlastung, gegebenenfalls eine Knieorthese sowie Physiotherapie und ein gezielter Aufbau der Muskulatur.
Bei komplexen Verletzungen oder zusätzlichen Schäden können weitere Behandlungsschritte erforderlich sein.Außenbandverletzung
Das Außenband (laterales Kollateralband) stabilisiert die Außenseite des Kniegelenks. Eine Verletzung entsteht häufig durch eine Krafteinwirkung von innen nach außen oder durch bestimmte Verdreh- und Sturzmechanismen.
Mögliche Symptome einer Außenbandverletzung sind:- Schmerzen an der Außenseite des Knies
- Schwellung
- Druckempfindlichkeit
- Schmerzen bei Belastung
- Instabilitätsgefühl
Da Verletzungen des Außenbands mit weiteren Schäden an den stabilisierenden Strukturen des Kniegelenks verbunden sein können, sollte insbesondere bei ausgeprägter Instabilität eine umfassende Untersuchung erfolgen. -
Meniskusriss
Der Meniskus ist zwar kein Band, spielt aber eine zentrale Rolle bei der Stabilität und Belastungsverteilung des Kniegelenks. Im Knie befinden sich der Innenmeniskus und der Außenmeniskus.
Ein Meniskusriss kann durch eine akute Verletzung entstehen, beispielsweise durch eine Drehbewegung des belasteten Knies. Mit zunehmendem Alter können Meniskusrisse auch durch degenerative Veränderungen entstehen.
Typische Beschwerden sind:- Schmerzen im Knie, häufig an der Innen- oder Außenseite
- Schmerzen bei Drehbewegungen
- Schwellung
- eingeschränkte Beweglichkeit
- Schmerzen beim Hocken oder Treppensteigen
- gelegentlich ein Gefühl des Einklemmens oder Blockierens
Die Behandlung eines Meniskusrisses hängt unter anderem von der Art, Größe und Lage des Risses sowie vom Alter und den Beschwerden ab. Je nach Befund kommen konservative Maßnahmen oder eine operative Behandlung infrage.
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Kombinierte Verletzungen am Knie
Bei einem Unfall oder einer Sportverletzung können mehrere Strukturen gleichzeitig geschädigt werden. Eine häufige Kombination ist beispielsweise eine Verletzung des vorderen Kreuzbands und des Meniskus. Auch zusätzliche Verletzungen des Innenbands oder anderer Strukturen des Kniegelenks sind möglich.
Solche kombinierten Verletzungen werden häufig als komplexe Knieverletzungen bezeichnet. Für die Behandlung ist es entscheidend, sämtliche betroffenen Strukturen zu erkennen und deren Stabilität zu beurteilen. -
Wie werden Verletzungen am Knie diagnostiziert?
Am Anfang der Diagnostik steht eine ausführliche Untersuchung des Kniegelenks. Dabei werden unter anderem Schmerzen, Schwellung, Beweglichkeit und Stabilität beurteilt. Je nach Verletzung können verschiedene bildgebende Verfahren eingesetzt werden:
- Röntgenuntersuchung: zum Ausschluss oder Nachweis von Knochenverletzungen
- Magnetresonanztomografie (MRT): zur Beurteilung von Bändern, Menisken, Knorpel und weiteren Weichteilstrukturen
- Ultraschall: kann bei bestimmten Verletzungen ergänzend eingesetzt werden
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Wie werden Bandverletzungen am Knie behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach der betroffenen Struktur und dem Schweregrad der Verletzung. Eine leichte Bandverletzung kann häufig ohne Operation behandelt werden. Bei schwereren Verletzungen oder ausgeprägter Instabilität kann eine operative Behandlung erforderlich sein.
Zu den konservativen Behandlungsmöglichkeiten gehören beispielsweise:- Schonung und vorübergehende Entlastung
- Kühlung und Maßnahmen zur Reduzierung der Schwellung
- Schmerzmedikamente nach ärztlicher Empfehlung
- Knieorthese oder Bandage
- Physiotherapie
- gezielter Muskelaufbau
- schrittweiser Belastungsaufbau
Ziel der Rehabilitation ist es, die Beweglichkeit, Kraft und Stabilität des Kniegelenks wiederherzustellen.
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Wann muss eine Knieverletzung operiert werden?
Nicht jede Bandverletzung muss operiert werden. Ob eine Operation notwendig ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören die Art und Schwere der Verletzung, die Stabilität des Kniegelenks, mögliche Begleitverletzungen sowie die individuellen Anforderungen im Alltag und beim Sport.
Insbesondere bei komplexen Verletzungen mit mehreren geschädigten Strukturen kann eine Operation sinnvoll sein. Beim vorderen Kreuzband kann beispielsweise eine arthroskopische Kreuzbandrekonstruktion durchgeführt werden.
Auch bei bestimmten Meniskusverletzungen kann eine operative Behandlung erforderlich werden. Dabei wird – abhängig vom Befund – möglichst versucht, den Meniskus zu erhalten und zu reparieren.
Knorpelschaden am Knie
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Was ist ein Knorpelschaden am Knie?
Bei einem Knorpelschaden am Knie ist der schützende Gelenkknorpel teilweise oder vollständig geschädigt. Der Knorpel überzieht die Gelenkflächen von Oberschenkelknochen und Schienbein und ermöglicht eine nahezu reibungsfreie Bewegung Ein Knorpelschaden kann unterschiedlich tief ausgeprägt sein. Während bei einem oberflächlichen Schaden zunächst nur die Knorpeloberfläche betroffen ist, kann sich die Schädigung im weiteren Verlauf bis zum darunterliegenden Knochen ausdehnen. Ein vollständiger Verlust der Knorpelschicht kann langfristig zur Entstehung einer Kniearthrose (Gonarthrose) beitragen.
Wie entsteht ein Knorpelschaden im Knie?
Die Ursachen eines Knorpelschadens sind vielfältig. Häufig entsteht der Schaden durch eine Kombination verschiedener Faktoren. Zu den möglichen Ursachen gehören:
Verletzungen des Kniegelenks, beispielsweise nach einem Unfall oder einer Sportverletzung
Schäden am Meniskus oder an den Bändern, die zu einer veränderten Belastung des Kniegelenks führen können
wiederholte oder starke Fehl- und Überbelastungen
zunehmender altersbedingter Knorpelverschleiß
Fehlstellungen der Beinachse, beispielsweise O- oder X-Beine
Instabilität des Kniegelenks
entzündliche Erkrankungen des Gelenks
Übergewicht und damit verbundene erhöhte mechanische Belastung
Auch sportlich sehr aktive Menschen können einen Knorpelschaden entwickeln. Insbesondere wiederkehrende Belastungen oder vorausgegangene Verletzungen können dabei eine Rolle spielen.
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Welche Symptome verursacht ein Knorpelschaden am Knie?
Die Beschwerden hängen unter anderem davon ab, wie groß und tief der Knorpelschaden ist und welche Bereiche des Kniegelenks betroffen sind. Ein kleiner Knorpelschaden kann zunächst unbemerkt bleiben. Typische Symptome eines Knorpelschadens am Knie können sein:
- Knieschmerzen bei Belastung
- Schmerzen beim Treppensteigen oder beim Aufstehen
- Anlauf- oder Belastungsschmerzen
- Schwellung des Kniegelenks
- eingeschränkte Beweglichkeit
- Druck- oder Belastungsempfindlichkeit
- Reibegeräusche oder ein Knirschen im Knie
- zunehmende Beschwerden bei längerer Belastung
Bei einem fortgeschrittenen Knorpelschaden können die Schmerzen auch in Ruhe auftreten. Häufig nehmen die Beschwerden im Verlauf zu, insbesondere wenn bereits eine Arthrose entstanden ist.
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Wie wird ein Knorpelschaden am Knie diagnostiziert?
Am Anfang der Diagnostik steht eine ausführliche Befragung zu den Beschwerden und ihrer Entstehung. Anschließend untersuchen unsere Expertinnen und Experten der Orthopädie und Unfallchirurgie das Kniegelenk und überprüfen unter anderem Beweglichkeit, Stabilität und mögliche Druckschmerzen.
Zur weiteren Abklärung können bildgebende Verfahren eingesetzt werden. Eine Röntgenuntersuchung ermöglicht insbesondere die Beurteilung knöcherner Veränderungen und eines möglichen Gelenkspaltverlustes bei einer Arthrose. Eine Magnetresonanztomografie (MRT) kann dagegen den Knorpel, Menisken, Bänder und weitere Strukturen des Kniegelenks detaillierter darstellen.
In bestimmten Fällen wird der Zustand des Knorpels auch im Rahmen einer Kniearthroskopie direkt beurteilt. -
Wie wird Knorpelschaden am behandelt?
Welche Behandlung bei einem Knorpelschaden am Knie sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Alter des Patienten, der Größe und Tiefe des Knorpelschadens, der Ursache sowie den individuellen Beschwerden ab.
Konservative Behandlung des Knorpelschadens am Knie
Bei kleineren oder weniger ausgeprägten Knorpelschäden kann zunächst eine konservative Behandlung erfolgen. Dazu können gehören:- gezielte Physiotherapie und Krankengymnastik
- Aufbau der Muskulatur zur Entlastung des Kniegelenks
- Anpassung der sportlichen und alltäglichen Belastung
- Gewichtsreduktion bei Übergewicht
Ziel der konservativen Behandlung ist es vor allem, die Beschwerden zu reduzieren und die Funktion des Kniegelenks zu verbessern. Bereits entstandener Knorpelschaden kann sich allerdings nur sehr eingeschränkt selbst regenerieren.
Operative Behandlung des Knorpelschadens am Knie
Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen oder ein umschriebener, höhergradiger Knorpelschaden vorliegt, können operative Verfahren infrage kommen.
Je nach Befund können beispielsweise knorpelregenerierende bzw. knorpelreparierende Verfahren eingesetzt werden. Dazu zählen unter anderem Verfahren wie die Mikrofrakturierung oder bestimmte Verfahren der Knorpelzell- und Knorpeltransplantation.
Bei größeren Schäden oder gleichzeitig bestehenden Fehlstellungen beziehungsweise Instabilitäten kann eine Kombination verschiedener operativer Maßnahmen erforderlich sein. Bei einem weit fortgeschrittenen Knorpelverschleiß mit ausgeprägter Kniearthrose kann in bestimmten Fällen auch ein künstlicher Kniegelenkersatz in Betracht gezogen werden
Kniearthrose
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Was ist Kniearthrose (Gonarthrose)?
Bei einer Kniearthrose (Gonarthrose) wird der schützende Gelenkknorpel zwischen Oberschenkelknochen und Schienbein zunehmend abgebaut. Auch die Knorpelfläche hinter der Kniescheibe kann betroffen sein. Durch den fortschreitenden Knorpelverlust wird die normalerweise reibungsarme Bewegung des Kniegelenks beeinträchtigt. Im weiteren Verlauf können zusätzlich Veränderungen am darunterliegenden Knochen, an der Gelenkkapsel und an der Gelenkinnenhaut auftreten.
Eine Kniearthrose kann unterschiedliche Bereiche des Kniegelenks betreffen. Je nachdem, welcher Gelenkabschnitt geschädigt ist, spricht man beispielsweise von einer medialen, lateralen oder retropatellaren Arthrose.Wie entsteht eine Arthrose im Knie?
Die Ursachen einer Kniearthrose sind vielfältig. Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen. Zu den möglichen Ursachen und Risikofaktoren gehören:
zunehmender altersbedingter Gelenkverschleiß
frühere Verletzungen des Kniegelenks
Meniskusschäden oder eine Entfernung des Meniskus
Verletzungen der Kreuz- oder Seitenbänder
Fehlstellungen wie O-Beine oder X-Beine
wiederholte starke Belastungen des Kniegelenks
Übergewicht
bestimmte entzündliche Gelenkerkrankungen
angeborene oder erworbene Veränderungen des Kniegelenks
Eine Arthrose, die infolge einer vorausgegangenen Verletzung entsteht, wird als posttraumatische Arthrose bezeichnet.
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Welche Symptome verursacht Kniearthrose?
Die Beschwerden entwickeln sich bei einer Kniearthrose häufig schleichend. Zu Beginn treten Knieschmerzen meist vor allem bei Belastung auf. Im weiteren Verlauf können die Beschwerden zunehmen und auch bei alltäglichen Bewegungen oder in Ruhe auftreten.
Typische Symptome einer Kniearthrose sind:- Schmerzen im Knie bei Belastung
- Anlaufschmerzen nach längerem Sitzen oder Liegen
- Schmerzen beim Treppensteigen
- Beschwerden beim Aufstehen oder Hinsetzen
- zunehmende Einschränkung der Beweglichkeit
- Schwellung oder wiederkehrende Gelenkergüsse
- Reibegeräusche oder Knirschen im Knie
- Gefühl von Steifigkeit
- eingeschränkte Gehstrecke
- Schmerzen in Ruhe oder nachts bei fortgeschrittener Arthrose
Wie stark die Beschwerden ausgeprägt sind, lässt sich nicht immer unmittelbar am Ausmaß der Veränderungen auf Röntgenbildern ablesen. Deshalb berücksichtigen unsere Knie-Expertinnen und -Expertenbei der Beurteilung neben den bildgebenden Befunden auch die individuellen Beschwerden und die körperliche Untersuchung.
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Wie wird Kniearthrose diagnostiziert?
Zu Beginn der Diagnostik erfolgt ein ausführliches Gespräch über die Beschwerden, deren Dauer und mögliche Ursachen. Anschließend wird das Kniegelenk untersucht. Dabei werden unter anderem Beweglichkeit, Stabilität, Beinachse und mögliche Druckschmerzen beurteilt. Eine wichtige Rolle spielt die Röntgenuntersuchung des Kniegelenks. Sie kann typische Zeichen einer Arthrose wie eine Verschmälerung des Gelenkspalts oder Veränderungen am Knochen sichtbar machen.
In bestimmten Fällen kann zusätzlich eine Magnetresonanztomografie (MRT) sinnvoll sein. Mit ihr lassen sich unter anderem Knorpel, Menisken, Bänder und weitere Strukturen des Kniegelenks beurteilen. -
Wie wird Kniearthrose behandelt?
Die Behandlung einer Kniearthrose richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung, den Beschwerden, dem Alter und den individuellen Anforderungen des Patienten. Nicht jede Kniearthrose muss sofort operiert werden.
Konservative Behandlung der Kniearthrose
Bei leichteren bis mittelschweren Beschwerden steht zunächst häufig die konservative Behandlung im Vordergrund.
Dazu können gehören:gezielte Physiotherapie und Krankengymnastik
Kräftigung der Muskulatur
Verbesserung der Beweglichkeit und Koordination
Anpassung der Belastung
Gewichtsreduktion bei Übergewicht
gegebenenfalls Injektionen in das Kniegelenk
unterstützende Hilfsmittel, beispielsweise Bandagen oder Einlagen
Regelmäßige, gelenkschonende Bewegung ist bei Kniearthrose grundsätzlich wichtig. Geeignet können beispielsweise Radfahren, Schwimmen oder gezieltes Muskeltraining sein.
Operative Behandlung
Wenn die Beschwerden trotz konservativer Behandlung anhalten oder eine fortgeschrittene Arthrose vorliegt, können operative Verfahren infrage kommen.
Bei einer auf einen bestimmten Bereich des Kniegelenks begrenzten Arthrose können je nach Ausgangssituation gelenkerhaltende Verfahren oder eine Achsfehlstellungskorrektur sinnvoll sein.Bei einer fortgeschrittenen Kniearthrose, bei der die Gelenkflächen deutlich geschädigt sind und die Lebensqualität durch die Schmerzen erheblich eingeschränkt ist, kann ein künstliches Kniegelenk in Betracht gezogen werden.
Dabei stehen unterschiedliche Formen des Kniegelenkersatzes zur Verfügung. Je nach Ausmaß der Arthrose kann beispielsweise eine Teilprothese oder eine vollständige Knieprothese eingesetzt werden.
Wann ist ein künstliches Kniegelenk sinnvoll?
Ein Kniegelenkersatz kann sinnvoll werden, wenn eine fortgeschrittene Arthrose vorliegt und die Beschwerden durch konservative Behandlung nicht mehr ausreichend kontrolliert werden können.Bei der Entscheidung für eine Operation werden unter anderem berücksichtigt:
Stärke und Dauer der Schmerzen
Einschränkung im Alltag
Einschränkung der Beweglichkeit
Ausmaß der Gelenkschädigung
bisherige Behandlungserfolge
persönliche Erwartungen und Aktivitätsniveau
Die Entscheidung für einen Gelenkersatz wird individuell von unserem orthopädischen Ärzteteam nach ausgiebiger Untersuchung getroffen und ausführlich mit Ihnen besprochen.
Knieendoprothetik: Künstliches Kniegelenk
Bei einem künstlichen Kniegelenk werden die verschlissenen oder beschädigten Gelenkflächen des Kniegelenks durch künstliche Komponenten ersetzt. Ziel des Kniegelenkersatzes ist es, die schmerzhaften Gelenkflächen zu ersetzen und eine möglichst gute Funktion des Kniegelenks wiederherzustellen und den Patientinnen und Patienten so wieder zu einer verbesserten Lebensqualität zu verhelfen. Die natürliche Funktion des Kniegelenks wird dabei durch verschiedene Prothesenkomponenten nachgebildet. Je nach Prothesentyp werden Teile des Oberschenkelknochens, des Schienbeinkopfes und gegebenenfalls der Rückfläche der Kniescheibe ersetzt.
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Wann braucht man ein künstliches Kniegelenk?
Die häufigste Ursache für einen Kniegelenkersatz ist eine fortgeschrittene Kniearthrose (Gonarthrose). Dabei ist der Gelenkknorpel zunehmend abgebaut, wodurch es zu Schmerzen und einer Einschränkung der Beweglichkeit kommen kann.
Ein künstliches Kniegelenk kann insbesondere dann infrage kommen, wenn:
- starke oder zunehmende Knieschmerzen bestehen
- die Schmerzen den Alltag oder die Lebensqualität deutlich einschränken
- längere Gehstrecken kaum noch möglich sind
- die Beweglichkeit des Knies zunehmend eingeschränkt ist
- konservative Behandlungsmöglichkeiten nicht mehr ausreichend wirken
- eine fortgeschrittene Schädigung der Gelenkflächen vorliegt
Auch nach schweren Verletzungen oder bei anderen Erkrankungen des Kniegelenks kann in bestimmten Fällen ein Gelenkersatz notwendig werden.
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Welche Arten von Knieprothesen gibt es?
Nicht jede Kniearthrose betrifft das gesamte Kniegelenk. Deshalb stehen unterschiedliche Formen des Kniegelenkersatzes zur Verfügung:
Teilprothese am Knie
Bei einer Teilprothese, auch Schlittenprothese genannt, wird nur der geschädigte Bereich des Kniegelenks ersetzt. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Erkrankung auf einen bestimmten Gelenkabschnitt begrenzt ist und die übrigen Strukturen des Knies ausreichend erhalten sind. Der Vorteil besteht darin, dass möglichst viel körpereigenes Knochen- und Gewebe erhalten bleibt.Knie-Totalendoprothese
Bei einer fortgeschrittenen Arthrose, die mehrere Bereiche des Kniegelenks betrifft, kann eine Knie-Totalendoprothese (Knie-TEP) erforderlich sein. Dabei werden die geschädigten Gelenkflächen von Oberschenkelknochen und Schienbein ersetzt. Je nach Befund kann auch die Rückfläche der Kniescheibe behandelt beziehungsweise ersetzt werden.
Welche Prothese geeignet ist, besprechen unsere Endoprothetik-Expertinnen und -Experten individuell anhand der individuellen Anatomie, der Ausprägung der Arthrose und der Stabilität des Kniegelenks mit Ihnen.
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Wie läuft eine Operation zum Einsatz eines künstlichen Kniegelenks ab?
Vor der Operation erfolgt eine ausführliche Untersuchung und Planung. Dabei werden unter anderem die Beweglichkeit, Stabilität und Beinachse beurteilt. Mithilfe bildgebender Verfahren wird das Ausmaß der Gelenkschädigung festgestellt und die Operation individuell geplant. Bei der Operation werden die geschädigten Gelenkflächen entfernt und durch die entsprechenden Prothesenkomponenten ersetzt. Anschließend wird die Beweglichkeit und Stabilität des künstlichen Kniegelenks überprüft. Die genaue Operationstechnik und die verwendeten Implantate richten sich nach dem individuellen Befund.
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Was passiert nach der Knieoperation?
Nach der Operation beginnt möglichst früh die Mobilisation des Kniegelenks. Physiotherapeutische Übungen unterstützen dabei, Beweglichkeit und Muskelkraft wieder aufzubauen. Die Rehabilitation umfasst unter anderem:
- gezielte Physiotherapie
- Training der Bein- und Oberschenkelmuskulatur
- Verbesserung der Beweglichkeit
- Gangschulung
- schrittweisen Belastungsaufbau
- Übungen zur Verbesserung von Kraft, Koordination und Stabilität
Wie schnell die vollständige Belastbarkeit erreicht wird, ist individuell unterschiedlich und hängt unter anderem vom Gesundheitszustand, der Muskulatur und dem Verlauf der Rehabilitation ab.
Was ist nach dem Einsatz der Knieprothese wieder möglich?
Nach erfolgreicher Rehabilitation sind viele alltägliche Aktivitäten wieder möglich. Ziel des Kniegelenkersatzes ist es insbesondere, Schmerzen zu reduzieren und die Mobilität im Alltag zu verbessern. Sportarten können beispielsweise Radfahren, Schwimmen oder gelenkschonendes Fitnesstraining sein. Aktivitäten mit sehr hoher Stoßbelastung oder häufigen abrupten Bewegungswechseln sollten individuell mit unseren Expertinnen und Experten der Orthopädie und Unfallchirurgie besprochen werden. -
Wie lange hält eine Knieprothese?
Die Haltbarkeit einer Knieprothese hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem das verwendete Implantat, die körperliche Belastung, die Knochenqualität und individuelle Voraussetzungen. Moderne Knieprothesen können viele Jahre funktionieren. Dennoch kann es im Laufe der Zeit zu einer Lockerung oder Abnutzung einzelner Komponenten kommen. In solchen Fällen kann unter Umständen ein Prothesenwechsel (Wechseloperation) notwendig werden, die unser Endoprothetik-Team ebenfalls mit großer Expertise durchführt.
Zertifiziertes Zentrum
Gelenkersatzoperationen an der Hüfte führen wir spezialisiert im Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung durch
Endoprothetikzentrum