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Verletzungen und Erkrankungen am Fuß

Der Fuß ist ein komplexes Zusammenspiel aus 26 Knochen, zahlreichen Gelenken, Bändern, Sehnen, Muskeln sowie Nerven und Blutgefäßen und sind täglich hohen Belastungen ausgesetzt. Durch Unfälle, Fehlstellungen und Erkrankungen kann die Beweglichkeit eingeschränkt werden und Schmerzen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Das spezialisierte fußchirurgische Team der Augustinerinnen Krankenhäuser setzt seine große Fachkompetenz ein, um jedem Patienten die individuell passende Therapie anzubieten. 

Fußverletzungen

  • Knochenbrüche am Fuß (Frakturen)

    Knochenbrüche am Fuß zählen zu den häufigsten traumatologischen Verletzungen. Je nachdem, wo sich der Bruch befindet und Schweregrad können konservative Therapieverfahren in Betracht gezogen werden. In vielen Fällen ist jedoch auch eine Operation die geeignete Lösung für eine optimale Heilung. Welches Verfahren, wann ratsam ist, besprechen unsere fuß- und unfallchirurgischen Expertinnen und Experten ganz individuell mit Ihnen.

    Zehenfraktur (Bruch der Zehenknochen)
    Eine Zehenfraktur entsteht häufig durch direkte Gewalteinwirkung, beispielsweise durch das Anstoßen an Möbel oder das Herabfallen schwerer Gegenstände auf den Fuß. Typische Symptome sind Schmerzen, Schwellungen, Blutergüsse und Bewegungseinschränkungen. Die Behandlung erfolgt meist konservativ durch Ruhigstellung, bei komplizierten Brüchen kann jedoch eine Operation notwendig sein.

    Mitteflfußfraktur (Metarsalfraktur)
    Der Mittelfuß besteht aus fünf langen Knochen. Diese Mittelfußknochen verbinden den Vorfuß mit der Fußwurzel. Brüche entstehen häufig durch Verdrehungen, Stürze oder direkte Krafteinwirkungen. Betroffene leiden unter Belastungsschmerzen und Schwellungen. Je nachdem, welcher Mittelfußknochen betroffen ist und ob der Bruch verschoben ist, kommen konservative Maßnahmen oder operative Stabilisierungstechniken zum Einsatz.

    Jones-Fraktur
    Die Jones-Fraktur ist ein Knochenbruch an der Basis des fünften Mittelfußknochens (Os metatarsale V) im Bereich der Außenseite des Fußes. Sie zählt zu den häufigsten Brüchen des Mittelfußes und ist eine häufige Sportverletzung (beispielsweise Umknicken, Sprung- und Landebewegung, Stürze oder Überbelastung). Charakteristisch für die Jones-Fraktur ist ihre Lage in einem Bereich mit vergleichsweise eingeschränkter Durchblutung, weshalb die Heilung länger dauern kann als bei anderen Brüche.
    Typische Symptome sind Schmerzen an der Außenseite des Fußes, Schwellungen und Druckschmerz, Schmerzen beim Gehen, Bluterguss am Fußrand. Die Behandlung hängt davon ab, ob der Bruch verschoben ist, wie aktiv die betroffene Person ist und ob es sich um einen frischen oder älteren Bruch handelt.

    Sprungbeinfraktur (Talusfraktur)
    Die Talusfraktur bezeichnet einen Bruch des Sprungbeins (Talus), einem zentralen Knochen des oberen Sprunggelenks. Der Talus verbindet Unterschenkel und Fuß und spielt eine entscheidende Rolle für die Beweglichkeit sowie die Belastungsübertragung beim Gehen und Stehen. Aufgrund seiner besonderen anatomischen Lage und der vergleichsweise eingeschränkten Blutversorgung zählt die Talusfraktur zu den anspruchsvollsten Verletzungen des Fuß- und Sprunggelenks. Eine schnelle Diagnostik und fachgerechte Behandlung sind entscheidend, um langfristige Folgeschäden wie Gelenkverschleiß oder Durchblutungsstörungen des Knochens zu vermeiden.
    Talusfrakturen entstehen meist durch starke Krafteinwirkungen auf das Sprunggelenk. Dazu gehören Verkehrsunfälle, Stürze aus größerer Höhe, Sprungverletzungen mit harter Landung, Verdrehungs- und Luxationsverletzungen des Sprunggelenks.  In vielen Fällen tritt die Talusfraktur gemeinsam mit weiteren Verletzungen des Sprunggelenks oder des Rückfußes auf. Typische Symptome sind starke Schmerzen im Bereich des Sprunggelenks oder Rückfußes, ausgeprägte Schwellung, Schmerzen bei jeder Belastung, Blutergüsse im Bereich des Fußes und Sprunggelenks. Bei schweren Verletzungen können Fehlstellungen oder Begleitverletzungen von Bändern und Gelenken vorliegen.
    Die Therapie richtet sich nach Lage, Stabilität und Verschiebung des Bruchs sowie nach möglichen Begleitverletzungen.

    Fersenbeinfraktur (Calcaneusfraktur)
    Das Fersenbein (Calcaneus) ist der größte Knochen im Fuß. Sein Bruch gehört zu den schwerwiegendsten Fußverletzungen. Sie entsteht häufig bei Stürzen aus größerer Höhe auf die Fersen. Je nach Schwere der Verletzung, kann sie die Form der Ferse und das Sprunggelenk beeinträchtigen. Betroffene klagen über starke Schmerzen, Schwellungen und Blutergüsse und können den Fuß meist nicht mehr belasten. Oft ist eine operative Rekonstruktion notwendig.

    Kahnbeinfaktur (Naviculare-Fraktur)
    Das Kahnbein liegt an der Innenseite des Mittelfußes und verbindet das Sprungbein mit den Keilbeinen. Brüche können durch direkte Gewalteinwirkung, z.B. schwere Gegenstände, Stauchungen nach einem Sprung aus großer Höhe oder starke Verdrehungen entstehen. Typische Symptome sind Schmerzen im Bereich des Fußrückens oder an der Innenseite des Mittelfußes, Schwellungen, Blutergüsse und Schmerzen beim Gehen. Die Behandlung richtet sich nach unterschiedlichen Faktoren. Dazu gehört u.a., ob der Bruch verschoben ist, an mehreren Stellen gebrochen ist und ob das Gelenk beeinträchtigt ist.

    Würfelbeinfraktur (Cuboidfraktur)
    Das Würfelbein (Os cuboideum) liegt an der Außenseite der Fußwurzel zwischen dem Fersenbein und den Mittelfußknochen des 4. und 5. Zehs. Es stabilisiert den äußeren Fußrand und ist wichtig für die Kraftübertragung beim Gehen. Verletzungen des Würfelbeins sind vergleichsweise selten und treten häufig gemeinsam mit weiteren Fußverletzungen auf. Ursachen können direkte Gewalteinwirkung (wie z.B. Kontakt mit schwerem Gegenstand), Stauchungs- und Quetschverletzungen, Verdrehungen oder die sogenannte Nutcracker-Fraktur, bei der das Würfelbein zwischen dem Fersenbein und Mittelfußknochen eingeklemmt wird, sein.
    Typische Symptome der Würfelbeinfraktur sind Schmerzen an der Außenseite des Mittelfußes, sowie Schwellungen und Schmerzen beim Auftreten und Gehen. Ist der Bruch nicht verschoben, kann er durch Ruhigstellung (Gips oder Walker-Stiefel) behandelt werden. Ist er jedoch verschoben, oder sind Gelenkflächen betroffen ist eine operative Behandlung ratsam.

    Keilbeinfrakturen
    Eine Keilbeinfraktur ist ein Bruch eines der drei Keilbeine der Fußwurzel. Die Keilbeine (Ossa cuneiformia) liegen zwischen dem Kahnbein (Os naviculare) und den ersten drei Mittelfußknochen. Man unterscheidet: mediales Keilbein (Os cuneiforme mediale), intermediäres Keilbein (Os cuneiforme intermedium) und laterales Keilbein (Os cuneiforme laterale). Sie sind wichtige Bestandteile des Fußgewölbes und sorgen für Stabilität beim Stehen und Gehen. Brüche der Keilbeine sind selten und entstehen meist im Rahmen komplexer Fußverletzungen. Sie können die Stabilität des Mittelfußes erheblich beeinträchtigen und bedürfen einer sorgfältigen traumatologischen Abklärung. Ursachen können direkte Gewalteinwirkung (Kontakt mit schwerem Gegenstand), Stauchungs- und Quetschverletzungen, Verdrehung des Mittelfußes und Stressfrakturen sein. Typische Symptome sind Schmerzen im Mittelfuß, Schwellungen, Druckschmerz über dem betroffenen Keilbein, Blutergüsse und Schmerzen beim Auftreten sein. Keilbeinfrakturen treten häufig in Verbindung mit Verletzungen des Lisfranc-Gelenkkomplexes auf.

    Listfranc-Verletzungen
    Der Lisfranc-Gelenkkomplex befindet sich im Mittelfuß, am Übergang zwischen Fußwurzel (Tarsus) und den Mittelfußknochen (Metatarsalia). Er wird auch als Tarsometatarsalgelenk-Komplex bezeichnet. Er umfasst die Verbindung zwischen den drei Keilbeinen (Ossa cuneiformia), dem Würfelbein (Os cuboideum) und den Basen der fünf Mittelfußknochen (Ossa mettarsalia I-V). Diese Gelenkreihe bildet die Verbindung zwischen der Fußwurzel und dem Mittelfuß und ist entscheidend für die Stabilität des Fußes. Das wichtigste Band des Komplexes ist das Lisfranc-Band. Es verläuft vom medialen Keilbein (Os cuneiforme mediale) zur Basis des zweiten Mittelfußknochens (Os metatarsale II). Dieses kräftige Band verhindert ein Auseinandergleiten von Fußwurzel und Mittelfuß und stabilisiert das Längs- und Quergewölbe des Fußes.
    Verletzungen des Lisfranc-Gelenkkomplexes sind besonders bedeutsam, weil bereits geringe Verschiebungen der Gelenke oder Bandverletzungen die Statik des Fußes dauerhaft verändern können. Unbehandelt können sie zu chronischen Schmerzen, Instabilität und einer frühzeitigen Arthrose des Mittelfußes führen. Daher werden bei Verdacht häufig neben Röntgenaufnahmen auch CT- oder MRT-Untersuchungen eingesetzt, um den Gelenkkomplex und insbesondere das Lisfranc-Band genau zu beurteilen.
    Eine Lisfranc-Verletzung kann nur die Bänder betreffen oder zusätzlich mit Knochenbrüchen (Lisfranc-Fraktur) einhergehen. Ursachen können u.a. Verdrehungen des belasteten Fußes, Stürze, oder Quetsch- und Stauchungsverletzungen sein. Typische Symptome sind starke Schmerzen im Mittelfuß, Bluterguss an der Fußsohle, Schwellungen, Druckschmerz über den Tarsometatarsalgelenken und in schweren Fällen Fehstellungen des Mittelfußes.
    Eine konservative Behandlung einer Lisfranc-Verletzung ist dann möglich, wenn das Lisfranc-Gelenk stabil ist, kein Bruch und keine Verschiebung der Gelenke vorliegt und auch keine relevante Bandreizung besteht. In den meisten Fällen ist allerdings eine Operation notwendig, deren Komplexität ganz von der individuellen Verletzung abhängt. Dabei können Schrauben und Platten zur Stabilisierung zum Einsatz kommen. Liegen schwerwiegende Gelenkverletzungen oder ausgedehnte Knorpelschäden vor, können auch Versteifungen einzelner Lisfranc-Gelenke in Betracht gezogen werden.

  • Bandverletzungen am Fuß

    Über 100 Bänder sorgen im Zusammenspiel mit Sehnen und Muskeln für die Stabilität des gesamten Fußgerüsts. Dabei halten sie die Knochen in ihrer anatomisch korrekten Position und verhindern, dass die Gelenke bei Belastung verrutschen oder ausrenken. Zudem sind sie essentieller Teil bei der Übertragung der Kräfte, die beim Gehen und Laufen entstehen, zwischen Vorfuß, Mittelfuß und Fußwurzel.
    Bereits eine Dehnung eines oder mehrerer Bänder kann Schmerzen und Schwellungen verursachen und die Belastbarkeit vorübergehend einschränken. Bei einem Bänderriss verliert das betroffene Gelenk einen Teil seiner natürlichen Führung und Stabilität. Dadurch können Fehlbewegungen auftreten, die das Risiko weiterer Verletzungen erhöhen.

    Außenbandverletzung des Sprunggelenks
    Der Außenbandapparat besteht aus drei Bändern: Ligamentum talofibulare anterius (LTFA, vorderes Außenband), Ligamentum calcaneofibulare (LCF, Außenband zwischen Wadenbein und Fersenbein), Ligamentum talofibulare posterius (LTFP, hinteres Außenband). Häufigste Verletzungsursache am Fuß bzw. Sprunggelenk ist das Umknicken beim Sport oder beim Gehen (Supinationstrauma). Dabei ist in der Regel vor allem das vordere Außenband am häufigsten betroffen. In den meisten Fällen heilt eine Außenbandverletzung unter einer konsequenten konservativen Behandlung vollständig aus. Bei schweren Verletzungen oder einer anhaltenden Instabilität kann jedoch eine operative Versorgung erforderlich sein.

    Innenbandverletzung (Deltabandverletzung)
    Das Innenband des Sprunggelenks, auch Deltaband (Ligamentum deltoideum) genannt, befindet sich an der Innenseite des Sprunggelenks. Es verbindet den Innenknöchel (Schienbein) mit mehreren Knochen des Fußes – darunter das Sprungbein, das Fersenbein und das Kahnbein – und zählt zu den kräftigsten Bandstrukturen des Körpers. Eine Innenbandverletzung am Sprunggelenk ist deutlich seltener als eine Verletzung der Außenbänder, kann jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Stabilität des Fußes haben. Aufgrund seiner hohen Festigkeit ist für eine Verletzung meist eine starke Krafteinwirkung erforderlich. 
    Ist nur das Innenband betroffen, genügt häufig eine konservative Therapie mit Ruhe und Entlastung für eine Heilung. Nicht selten jedoch tritt eine Innenbandverletzung gemeinsam mit Knochenbrüchen oder weiteren Bandverletzungen auf. In diesen Fällen empfehlen unsere Spezialisten der Fußchirurgie eine operative Behandlung, um die Heilung positiv zu beeinflussen und gleichzeitig Fehlstellungen vorzubeugen.

    Syndesmosenverletzung
    Die Syndesmose ist eine straffe Bandverbindung zwischen Schienbein (Tibia) und Wadenbein (Fibula) direkt oberhalb des Sprunggelenks. Sie besteht aus mehreren kräftigen Bändern, darunter: vorderes unteres Tibiofibularband, hinteres unteres Tibiofibularband, interossäres Band, interossäre Membran. Diese Bandstrukturen halten Schienbein und Wadenbein in ihrer anatomischen Position und stabilisieren die sogenannte Sprunggelenksgabel. Dadurch kann das Sprungbein sicher geführt werden und das obere Sprunggelenk bleibt auch unter hoher Belastung stabil. Eine Syndesmosenverletzung entsteht meist durch eine starke Verdrehung des Sprunggelenks. Häufig wird der Fuß dabei nach außen gedreht (Außenrotation), während er gleichzeitig nach oben oder nach außen belastet wird. Dadurch wirken hohe Kräfte auf die Bandverbindung zwischen Schienbein und Wadenbein. Nicht selten tritt sie in Kombination mit weiteren Bandverletzungen und/oder Knochenbrüchen auf.
    Die Therapie richtet sich nach dem Ausmaß der Bandverletzung und der Stabilität des Sprunggelenks. Eine konservative Behandlung ist dann möglich, wenn die Syndesmose stabil ist und keine relevante Verschiebung zwischen Schienbein und Wadenbein besteht. Da die Syndesmose langsamer heilt als viele andere Bandstrukturen, dauert die Rehabilitation häufig länger als bei anderen Bandverletzungen.
    Liegt jedoch ein vollständiger Riss vor, ist das Sprunggelenk instabil, sind Schien- und Wadenbein gegeneinander verschoben, oder liegt zusätzlich ein Bruch des Sprunggelenks vor, ist eine Operation ratsam, um die Position von Schien- und Wadenbein wiederherzustellen und die Syndesmose zu stabilisieren. 

    Lisfranc-Bandverletzung
    Der Lisfranc-Gelenkkomplex befindet sich zwischen den Fußwurzelknochen und den Basen der fünf Mittelfußknochen. Er besteht aus mehreren Gelenken und kräftigen Bändern, die den Mittelfuß stabilisieren. Das wichtigste Band ist das Lisfranc-Band, das das mediale Keilbein (Os cuneiforme mediale) mit der Basis des zweiten Mittelfußknochens verbindet. Es verhindert ein Auseinandergleiten von Fußwurzel und Mittelfuß und trägt wesentlich zur Stabilität des Längs- und Quergewölbes des Fußes bei.
    Wird das Band beschädigt, kann das dazu führen, dass sich die Knochen verschieben und das gesamte Fußgewölbe instabil wird.
    Eine Verletzung entsteht häufig bei Kontaktsportarten wie Basketball oder Fußball, wenn der Fuß auf dem Boden steht und der Körper sich weiterdreht. Dabei können so starke Belastungen auf die Bänder des Mittelfußes wirken, dass es sogar bis zum Bänderriss kommen kann.
    Symptome sind häufig Blutergüsse an der Fußsohle, starke Schmerzen im Mittelfuß und Schwellungen. Ob die Verletzung konservativ behandelt werden kann, hängt ganz von der Art der Verletzung ab. Sind Bänder gerissen und/oder die Stabilität der Gelenke beeinträchtigt, ist eine Operation oft das Mittel der Wahl.

    Bandverletzungen der Fußwurzel
    Bänder im Fuß haben einen sehr großen Stellenwert bei der Stabilisierung der Knochen und Gelenke. So auch im Bereich der Fußwurzel. Bei Unfällen mit großer Krafteinwirkung können diese überdehnen oder im schlimmsten Fall sogar reißen. Anders als bei Außenbandverletzungen am Sprunggelenk sind hier die Bänder innerhalb des Fußes betroffen, was die Behandlung und die Heilungsdauer komplizieren kann.
    Wie bei anderen Bänderverletzungen am Fuß hängt die Therapie ganz vom Schweregrad der Verletzung ab. Bei einer Überdehnung können Ruhigstellung, Kühlung und Zeit bereits zur Heilung führen. Sind die betroffenen Bänder jedoch an- oder gar komplett gerissen, die Stabilität von Gelenken betroffen und/oder Knochen verschoben, ist eine Operation das Mittel der Wahl. Unsere Spezialistinnen und Spezialisten der Fußchirurgie aus Orthopädie und Unfallchirurgie betrachten jeden Fall individuell, um bei dem komplexen Zusammenspiel aus Knochen, Gelenken und Bändern, die ideale Therapieform zu finden.

  • Gelenkverletzungen am Fuß

    Die Gelenke des Fußes übernehmen neben den Knochen, Bändern und Sehnen eine zentrale Rolle bei der Beweglichkeit, Stabilität und Kraftübertragung. Zu den häufigsten Gelenkverletzungen durch Unfälle wie Umknicken und Sportverletzungen zählen Verstauchungen (Distorsionen). Sie können zu Überdehnungen von Gelenkkapseln führen. Aber auch Luxationen, also Verrenkungen, beispielsweise an den Zehengelenken, dem Mittelfuß oder dem Bereich der Fußwurzel können auftreten. Ebenso wie gelenknahe Brüche, die dann auch die Gelenkflächen betreffen können.
    Unsere fußchirurgischen Spezialistinnen und Spezialisten betrachten jede Verletzung der Gelenke am Fuß mit, um den individuell bestmöglichen Therapieplan zu erstellen. 

    Zehengelenksluxation
    Zehengelenksluxationen treten häufig an der großen Zehe oder den Grundgelenken der Zehen auf. Eine der häufigsten Unfallursachen ist ein klassischer Unfall im Haushalt: das Stoßen an Gegenständen wie Möbeln. Aber auf beim Umknicken des Vorfußes, Sportverletzungen oder Quetschungen kann es zu Verrenkungen der Gelenke der Zehen kommen. Typische Symptome sind Schmerzen an der betroffenen Zehe, Schwellungen und teilweise sichtbare Fehlstellungen. In der Regel lassen sich Zehenluxationen repositionieren und werden anschließend mit einem Tapeverband oder einer Schiene ruhiggestellt. Bei Begleitverletzungen, wie Bänderrissen oder Knochenbrüchen kann auch eine operative Stabilisierung erforderlich sein.

    Mittelfußluxation
    Luxationen im Mittelfußbereich, auch Lisfranc-Luxation genannt, sind selten, können jedoch zu erheblichen Stabilitätsverlusten führen. Sie betreffen die Gelenke zwischen den Mittelfußknochen und den angrenzenden Fußwurzelknochen. Nicht selten sind bei einer Lisfranc-Luxation auch auch die Bänder des Lisfranc-Gelenkkomplexes betroffen. Oft sind bei einer derartigen Verletzung auch Knochenbrüche festzustellen, sodass eine Lisfranc-Fraktur-Luxation vorliegt. Ursachen sind häufig Unfälle, die in der Bewegung passieren, wie beispielsweise bei Kontaktsportarten, wenn der Fuß am Boden positioniert ist und der Körper sich weiterdreht. Die Bänder können dabei so stark belastet werden, dass sie stark überdehnen, oder gar reißen, wodurch sich die Gelenke und Knochen gegeneinander verschieben.
    Typische Symptome sind Blutergüsse unter der Fußsohle, starke Schmerzen im Mittelfuß, Schwellungen und Belastungsunfähigkeit.
    Bei einer komplexen Lisfranc-Luxation oder gar Lisfranc-Fraktur-Luxation ist häufig eine Operation das Mittel der Wahl. Dabei werden die verschobenen Gelenke repositioniert und die beschädigten Bänder rekonstruiert. Gelenke und Knochen können temporär mit Schrauben, Platten und Drähten fixiert werden.

    Fußwurzelluxation
    Bei einer Fußwurzelluxation sind die kleinen Gelenke zwischen den Fußwurzelknochen betroffen. Diese Verletzungen entstehen meist durch erhebliche Gewalteinwirkung (z.B. Verdrehungen, Sprünge aus großer Höhe, Quetschungen) und gehen häufig mit komplexen Bandverletzungen oder Frakturen einher. Bei der Talonavikularen Luxation ist die Verbindung zwischen Sprungbein und Kahnbein betroffen. Sie kann die gesamte Fußstatik beeinträchtigen. Typische Symptome für eine Luxation an der Fußwurzel sind starke Schmerzen im Bereich der Fußwurzel, Schwellungen und Fehlstellungen. In den meisten Fällen ist bei einer Fußwurzelluxation eine Operation das Mittel der Wahl. Ziel ist es, die normale Gelenkstellung wiederherzustellen und die Stabilität des Fußes zu sichern. Je nach Verletzung werden zusätzlich gerissene Bänder versorgt oder Knochenbrüche stabilisiert.

    Subtalare Luxation
    Das untere Sprunggelenk verbindet das Sprungbein mit dem Fersenbein und der vorderen Fußwurzel. Es ermöglicht vor allem die Einwärts- und Auswärtsbewegung des Fußes und spielt eine wichtige Rolle für die Anpassung an unebene Untergründe sowie für die Stabilität beim Gehen und Laufen. Bei einer subtalaren Luxation verlieren die Gelenkflächen ihre normale Position zueinander. Meist reißt dabei ein Teil der stabilisierenden Bänder des unteren Sprunggelenks. Typische Ursache ist das Umknicken verbunden mit einer starken Verdrehung des Fußes (z.B. bei Kontaktsportarten). Symptome sind starke Schmerzen, Schwellungen und sichtbare Fehlstellungen des Fußes.
    Bei einer subtalaren Luxation versuchen die Spezialisten für Fußchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie in der Regel, das Gelenk wieder einzurenken. War dies erfolgreich, kann eine Ruhigstellung mit einem Gips und eine Entlastung des Fußes für mehrere Wochen bereits zum Erfolg führen. Liegen jedoch Begleitfrakturen vor und/oder führen begleitende Bandverletzungen zu einer Instabilität, ist eine Operation ratsam. Je nach Komplexität der Verletzung können dabei temporäre Platten, Schrauben und Drähte zur Stabilisierung zum Einsatz kommen. Außerdem werden beschädigte Bänder und Gelenkkapseln rekonstruiert.

  • Sehnenverletzungen am Fuß

    Sehnen sind Verbindungsstücke aus straffem Bindegewebe zwischen Muskeln und Knochen. Sie übertragen somit die Muskelkraft auf die Knochen und ermöglichen die Beweglichkeit des Fußes. Verletzungen an den Sehnen des Fußes entstehen häufig durch Sportunfälle und Überlastung. Sie reichen von Sehnenzerrungen bis hin zum Sehnenriss.

    Achillessehnenruptur
    Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers. Eine Achillessehnenruptur ist ein vollständiger oder (seltener) teilweiser Riss der Achillessehne. Sie zählt zu den häufigsten Sehnenverletzungen und tritt besonders bei sportlich aktiven Menschen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf. Da die Achillessehne die Verbindung zwischen der Wadenmuskulatur und dem Fersenbein herstellt, führt ein Riss zu einem deutlichen Funktionsverlust des Fußes.
    Bei einer Achillessehnenruptur reißt die Sehne meist etwa zwei bis sechs Zentimeter oberhalb ihres Ansatzes am Fersenbein. Dieser Bereich ist vergleichsweise schlechter durchblutet und daher besonders anfällig für Verletzungen. Ein Achillessehnenriss entsteht häufig durch eine plötzliche hohe Belastung (z.B. ein schneller Richtungswechsel beim Sport, abruptes Abstoppen oder Stolpern) auf eine vorgeschädigte oder überlastete Sehne. Gründe können u.a. mangelndes Aufwärmen beim Sport, chronische Überlastung der Achillessehne, eine Fußfehlstellung, Übergewicht oder zunehmendes Alter sein. Oft beschriebenes Symptom ist ein plötzlich einschießender Schmerz im Bereich der Achillessehne, oder auch das Gewfühl eines Schlages oder Tritts gegen die Ferse. Teilweise kann sogar ein Knall- oder Peitschgeräusch wahrgenommen werden. Versuchen Betroffenen dann zu gehen, verspüren sie einen deutlichen Kraftverlust.
    Ob ein Achillesssehnenriss konservativ behandelt werden kann, hängt davon ab, ob die gerissenen Sehnenenden bei gestrecktem Fuß gut aneinanderliegen und ob keine erhebliche Lücke zwischen den Sehnenenden besteht. Dann wird der Fuß mit einer speziellen Orthese ruhiggestellt. Liegt jedoch ein größerer Abstand zwischen den Sehnenenden vor und/oder es handelt sich um eine offenen Sehnenverletzung, ist eine Operation ratsam. Diese kann je nach individueller Ausgangslage minimal-invasiv durchgeführt werden. Ziel ist es, die Sehnenenden spannungsfrei miteinander zu verbinden und die ursprüngliche Länge der Sehne wiederherzustellen.

    Teilrupturen von Fußsehnen
    Eine Teilruptur einer Fußsehne ist ein unvollständiger Riss einer Sehne. Sie können an allen Sehnen des Fußes auftreten. Am häufigsten betroffen sind jedoch die Sehnen, die das Fußgewölbe und den äußeren Bereich des Fußes stabilisieren. Auch Beuge- und Strecksehnen der Zehen können betroffen sein. Bei einem Teilriss bleiben einzelne Sehnenfasern erhalten, während andere gerissen sind. Im Gegensatz zu einem vollständigen Sehnenriss ist die Funktion der betroffenen Sehne häufig noch teilweise erhalten. Dennoch können Teilrupturen erhebliche Schmerzen verursachen und die Stabilität sowie Beweglichkeit des Fußes deutlich einschränken.
    Teilrupturen entstehen meist durch eine Kombination aus Vorschädigung der Sehne und plötzlicher Belastung. Zu den häufigsten Ursachen gehören Sportverletzungen, chronische Überlastung und Umknickverletzungen. Die Therapie richtet sich nach der betroffenen Sehne, dem Ausmaß der Teilruptur und den individuellen Belastungsanforderungen. Die meisten Teilrupturen können durch Schonung, Ruhigstellung und Kühlung behandelt werden. Erzielt die konservative Therapie jedoch keine Verbesserung, oder liegt eine Instabilität vor, ist eine Operation das Mittel der Wahl. Je nach Befund wird die Sehne genäht, rekonstruiert oder – bei ausgeprägten Schäden – durch eine Sehnenverlagerung oder ein Transplantat ergänzt.

    Sehnenabriss mit knöchernem Ausriss
    Sehnen verbinden die Muskulatur mit den Knochen und übertragen die Muskelkraft auf den Fuß. Wird eine Sehne plötzlich sehr stark belastet, kann die Zugkraft so groß sein, dass nicht die Sehne selbst reißt, sondern ein Teil des Knochens an ihrer Ansatzstelle mit herausgerissen wird. Diese Verletzung wird als knöcherner Sehnenausriss oder Avulsionsfraktur bezeichnet. Sie kann isoliert auftreten oder mit Bandverletzungen, Gelenkverletzungen oder weiteren Knochenbrüchen kombiniert sein.
    Ein knöcherner Sehnenausriss kann grundsätzlich an jeder Sehne des Fußes auftreten. Häufig betroffen sind die Achillessehne, die Tibialis-posterior-Sehne (sie sitzt am Kahnbein), Tibialis-anterior-Sehne (sie sitzt am am ersten Mittelfußknochen), Peroneus-brevis-Sehne (sie sitzt am fünften Mittelfußknochen) sowie die Zehenbeuge- und Zehenstrecksehen. Knöcherne Sehnenausrisse entstehen meist durch plötzlich einwirkende Zugkräfte (z.B. beim Sport, Umknicken oder starker plötzlicher Kontakt mit einem Wiederstand). Handelt es sich um einen kleinen Ausriss, der auch nicht verschoben ist, kann eine konservative Therapie bestehend aus Ruhigstellung und Kühlung helfen.
    Sind die Knochenfragmente jedoch verschoben, und/oder die Sehnenfunktion beeinträchtigt, ist eine Operation häufig das Mittel der Wahl. Je nach Verletzung wird das Knochenfragment mit Schrauben, kleinen Ankern oder speziellen Fadensystemen wieder am Knochen befestigt. Ziel ist es, die normale Sehnenfunktion und die anatomische Stellung des Knochens wiederherzustellen.

Fußerkrankungen

  • Fersensporn

    Der Fersensporn ist eine knöcherne Ausziehung am Fersenbein, die häufig mit starken Schmerzen im Bereich der Ferse verbunden ist. Besonders typisch sind Beschwerden beim Auftreten am Morgen oder nach längeren Belastungen. Ein Fersensporn entsteht meist durch eine dauerhafte Überlastung von Sehnen und Bändern am Fuß. Die Erkrankung zählt zu den häufigsten Ursachen für Fersenschmerzen und kann die Beweglichkeit im Alltag deutlich einschränken.
    Grundsätzlich wird zwischen zwei Formen unterschieden:

    • unterer Fersensporn an der Fußsohle
    • oberer Fersensporn im Bereich der Achillessehne

    Unser fußchirurgisches Team bietet moderne Diagnostik und individuell abgestimmte Behandlungsmöglichkeiten bei chronischen Fersenschmerzen.

    Ursachen eines Fersensporns
    Die Entstehung eines Fersensporn wird meist durch wiederholte Fehl- oder Überbelastungen verursacht. Dabei entstehen kleinste Reizungen an den Sehnenansätzen, die langfristig zu knöchernen Veränderungen führen können.
    Zu den häufigsten Ursachen gehören:

    • Überlastung des Fußes
    • Langes Stehen oder Gehen
    • Übergewicht
    • Fehlstellungen wie Plattfuß oder Hohlfuß
    • Verkürzte Wadenmuskulatur
    • Ungeeignetes Schuhwerk
    • Intensive sportliche Belastung
    • Altersbedingter Verschleiß

    Oft tritt ein Fersensporn gemeinsam mit einer Entzündung der Plantarfaszie auf.

    Typische Symptome beim Fersensporn
    Die Beschwerden entwickeln sich häufig schleichend und nehmen mit der Zeit zu. Typische Symptome sind:

    • Stechende Schmerzen an der Ferse
    • Anlaufschmerzen am Morgen
    • Schmerzen beim Gehen oder Stehen
    • Druckempfindlichkeit im Fersenbereich
    • Belastungsschmerzen nach körperlicher Aktivität
    • Beschwerden an der Fußsohle oder Achillessehne

    Viele Betroffene beschreiben das Gefühl, „wie auf einen Nagel zu treten“.

    Diagnose von Fersenschmerzen
    Für eine gezielte Behandlung ist eine genaue Diagnose entscheidend. Daher führen unsere Expertinnen und Experten der Orthopädie und Fußchirurgie zunächst eine ausführliche orthopädische Untersuchung durch.
    Zur weiteren Abklärung kommen moderne Diagnoseverfahren zum Einsatz, um Ursachen für Fersensporn, Entzündungen und andere Ursachen für Fersenschmerzen sicher zu erkennen:

    • Digitale Röntgenaufnahmen
    • Ultraschalluntersuchungen
    • Magnetresonanztomographie (MRT)
    • Ganganalyse
    • Untersuchung der Fußstatik

    Konservative Behandlung des Fersensporns
    In den meisten Fällen lässt sich ein Fersensporn erfolgreich ohne Operation behandeln. Hilfreiche Maßnahmen dabei können sein:

    • Orthopädische Einlagen
    • Physiotherapie und Dehnübungen
    • Stoßwellentherapie
    • Schmerztherapie
    • Geeignetes Schuhwerk

    Wann ist eine Operation bei Fersensporn notwendig?
    Nur selten ist bei einem Fersensporn eine Operation erforderlich. Wenn konservative Maßnahmen über längere Zeit keine ausreichende Besserung bringen, kann ein operativer Eingriff sinnvoll sein.
    Mögliche operative Verfahren sind:

    • Entfernung knöcherner Anteile
    • Entlastung gereizter Sehnenstrukturen
    • minimalinvasive Eingriffe

    Ziel der Behandlung ist die dauerhafte Schmerzreduktion und Wiederherstellung der Belastbarkeit.

    Rehabilitation und Nachsorge
    Nach der Behandlung unterstützt eine gezielte Rehabilitation den Heilungsverlauf und hilft, erneuten Beschwerden vorzubeugen. Dazu gehören:

    • Physiotherapie
    • Muskelaufbau
    • Dehnprogramme
    • Anpassung von Einlagen und Schuhwerk
    • schrittweiser Belastungsaufbau


    Der Fersensporn ist eine häufige Ursache für chronische Fersenschmerzen. Durch moderne Diagnostik und individuell abgestimmte Therapien lassen sich Beschwerden in vielen Fällen erfolgreich behandeln. Unser erfahrenes Team bietet konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten für eine bestmögliche Versorgung bei Fersenschmerzen und Erkrankungen der Fußsohle.

  • Hallux rigidus

    Der Hallux rigidus ist eine schmerzhafte Verschleißerkrankung des Großzehengrundgelenks. Dabei kommt es zu einer zunehmenden Abnutzung des Gelenkknorpels, wodurch die Beweglichkeit der Großzehe eingeschränkt wird. Der Begriff „rigidus“ bedeutet „steif“ und beschreibt die typische Versteifung des Gelenks im fortgeschrittenen Stadium. Hallux rigidus zählt zu den häufigsten Arthroseformen im Fußbereich und tritt meist ab dem mittleren Lebensalter auf. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.

    Ursachen für Hallux rigidus
    Die Entstehung eines Hallux rigidus kann verschiedene Gründe haben. Häufig entsteht die Erkrankung durch langjährige Fehl- oder Überbelastung des Großzehengelenks.
    Zu den häufigsten Ursachen gehören:

    • Gelenkverschleiß durch Alterung
    • Fehlstellungen des Fußes
    • Übermäßige Belastung beim Sport oder Beruf
    • Verletzungen und Unfälle
    • Entzündliche Gelenkerkrankungen
    • Genetische Veranlagung
    • Fußfehlstellungen wie Spreizfuß oder Knickfuß

    Durch die zunehmende Abnutzung des Knorpels reiben die Gelenkflächen direkt aufeinander. Dies führt zu Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen.

    Typische Symptome bei Hallux rigidus
    Ein Hallux rigidus entwickelt sich oft schleichend. Anfangs treten Beschwerden meist nur bei Belastung auf. Später können die Schmerzen dauerhaft bestehen. Häufige Symptome sind:

    • Schmerzen im Großzehengrundgelenk
    • Steifigkeit der Großzehe
    • Eingeschränkte Beweglichkeit
    • Schmerzen beim Abrollen des Fußes
    • Schwellungen und Entzündungen
    • Druckempfindlichkeit im Gelenkbereich
    • Schwierigkeiten beim Gehen oder Sport

    Viele Betroffene vermeiden automatisch die normale Abrollbewegung des Fußes. Dadurch entstehen oft weitere Beschwerden in Knie, Hüfte oder Rücken.

    Diagnose von Hallux rigidus
    Die Diagnose erfolgt durch eine ausführliche orthopädische Untersuchungdurch unsere Fußexpertinnen und -experten. Bei der Untersuchung geht es um die Beweglichkeit des Großzehengelenks und typische Schmerzpunkte. Zusätzlich werden häufig bildgebende Verfahren eingesetzt:

    • Röntgenaufnahmen
    • Ultraschall
    • MRT bei unklaren Beschwerden

    Auf den Bildern lassen sich Gelenkverschleiß, knöcherne Veränderungen und der Grad der Arthrose erkennen.

    Konservative Behandlung bei Hallux rigidus
    Im frühen Stadium kann Hallux rigidus oft ohne Operation behandelt werden. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit möglichst lange zu erhalten. Dabei beraten die Expertinnen und Experten u.a. zu geeignetem Schuhwerk, orthopädischen Einlagen, Physiotherapie und Übungen und Medikation.

    Hallux-rigidus-Operation: Wann ist sie notwendig?
    Wenn konservative Maßnahmen nicht mehr helfen und starke Schmerzen bestehen, kann eine Operation notwendig werden.
    Je nach Schweregrad kommen unterschiedliche Verfahren infrage:

    • Gelenkerhaltende Operationen
    • Entfernung von Knochenanbauten
    • Versteifung des Gelenks
    • Gelenkersatz in bestimmten Fällen

    Das Ziel der Behandlung ist eine deutliche Schmerzreduktion und Verbesserung der Lebensqualität.

  • Hallux valgus

    Der Hallux valgus ist eine der häufigsten Fehlstellungen des Fußes. Dabei verschiebt sich der große Zeh nach außen in Richtung der kleineren Zehen, während sich das Grundgelenk nach innen hervorwölbt. Umgangssprachlich wird diese Veränderung oft als „Ballenzeh“ bezeichnet. Viele Betroffene leiden nicht nur unter ästhetischen Einschränkungen, sondern auch unter Schmerzen und Problemen beim Gehen.
    Ein Hallux valgus entwickelt sich meist schleichend über viele Jahre hinweg. Besonders häufig betroffen sind Frauen, da enge Schuhe und hohe Absätze die Fehlstellung begünstigen können.

    Ursachen für Hallux valgus
    Die Entstehung eines Hallux valgus kann verschiedene Ursachen haben. Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen:

    • Veranlagung und genetische Faktoren
    • Schwaches Bindegewebe
    • Fehlbelastungen des Fußes
    • Enge oder hohe Schuhe
    • Spreizfuß
    • Übergewicht
    • Erkrankungen wie Rheuma

    Durch die Fehlbelastung verändert sich die Statik des Fußes. Das Großzehengelenk wird zunehmend belastet und entzündet sich häufig.

    Typische Symptome eines Hallux valgus
    Ein Hallux valgus verursacht anfangs oft nur leichte Beschwerden. Mit der Zeit können jedoch deutliche Symptome auftreten:

    • Sichtbare Fehlstellung der Großzehe
    • Druckstellen und Rötungen
    • Schmerzen im Großzehengelenk
    • Probleme beim Tragen von Schuhen
    • Entzündungen und Schwellungen
    • Eingeschränkte Beweglichkeit
       

    In fortgeschrittenen Fällen kann der Hallux valgus auch Knie-, Hüft- oder Rückenbeschwerden verursachen, da sich das Gangbild verändert.

    Wann ist eine Hallux-Valgus-Operation sinnvoll?
    Grundsätzlich steht für unsere Fußexpertinnen und –experten zunächst immer die konservative Therapie im Vordergrund. Wenn jedoch die konservativen Maßnahmen keine ausreichende Verbesserung bringen und starke Schmerzen anhalten, kann eine Operation sinnvoll sein. Wir arbeiten stets mit den modernsten Operationsmethoden, die eine schnelle Mobilisation und gute langfristige Ergebnisse ermöglichen. Welche Methode beim jeweiligen Fuß zum Einsatz kommt, hängt ganz von der individuellen Ausgangsposition und dem Schweregrad ab.

    Ziel der OP ist es:

    • die Fehlstellung zu korrigieren
    • Schmerzen zu reduzieren
    • die Funktion des Fußes wiederherzustellen
  • Knorpelschäden und Verschleiß

    Knorpelschäden im Fuß gehören zu den häufigen Ursachen für chronische Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Der Gelenkknorpel sorgt normalerweise dafür, dass die Gelenkflächen reibungslos gegeneinander gleiten. Wird dieser Knorpel beschädigt oder abgenutzt, kann es zu schmerzhaften Reibungen und Entzündungen kommen. Typische Krankheitsbilder sind Verschleißerscheinungen (Arthrose) sowie umschriebene Knorpeldefekte nach Verletzungen. In der modernen Fußchirurgie behandeln wir Knorpelschäden individuell – abhängig vom Ausmaß der Schädigung und den Beschwerden.

    Ursachen für Knorpelschäden und Gelenkverschleiß im Fuß
    Knorpelschäden im Fuß entstehen häufig schleichend oder infolge einer Verletzung. Zu den wichtigsten Ursachen gehören:

    • Gelenkverschleiß (Arthrose)
    • Sportverletzungen
    • Bänderverletzungen mit Instabilität
    • Fehlstellungen des Fußes
    • Fehlbelastungen beim Gehen oder Sport
    • Übergewicht
    • Entzündliche Gelenkerkrankungen
    • Alterungsprozesse

    Durch die fortschreitende Schädigung des Knorpels kann es langfristig zu einer schmerzhaften Arthrose kommen.

    Typische Symptome bei Knorpelschäden im Fuß
    Die Beschwerden entwickeln sich häufig langsam und verstärken sich im Verlauf. Typische Symptome sind:

    • Belastungsschmerzen im Fuß
    • Anlaufschmerzen (besonders morgens)
    • Schwellungen im Gelenkbereich
    • Bewegungseinschränkungen
    • Knirschen oder Reiben im Gelenk
    • Instabilitätsgefühl
    • Schmerzen beim Gehen oder Sport

    In fortgeschrittenen Stadien können die Schmerzen auch in Ruhe auftreten.

    Knorpelschäden und Arthrose: Häufig betroffene Gelenke im Fuß
    Knorpelschäden können in verschiedenen Bereichen des Fußes auftreten, insbesondere:

    Diese Gelenke sind täglich hohen Belastungen ausgesetzt und daher besonders anfällig für Verschleiß.

    Diagnose von Knorpelschäden und Arthrose im Fuß
    Die Diagnostik erfolgt durch eine umfassende orthopädische und fußchirurgische Untersuchung. Zur genauen Beurteilung setzen wir moderne Verfahren ein:

    • Digitale Röntgendiagnostik
    • Magnetresonanztomographie (MRT)
    • Computertomographie (CT)
    • Ganganalyse
    • Klinische Funktionstests

    Konservative Behandlung von Knorpelschäden im Fuß
    Nicht jeder Knorpelschaden erfordert eine Operation. In frühen Stadien können konservative Maßnahmen die Beschwerden deutlich lindern. Dazu gehören:

    • Orthopädische Einlagen
    • Physiotherapie
    • Schmerz- und Entzündungstherapie
    • Anpassung der Belastung (Sport sowie Alltag)

    Operative Behandlung von Knorpelschäden im Fuß
    Bei fortgeschrittenen Knorpelschäden oder anhaltenden Beschwerden kann eine operative Behandlung notwendig sein. Moderne Verfahren in der Fußchirurgie umfassen:

    • Knorpelglättung (Debridement)
    • Mikrofrakturierung
    • Knorpelrekonstruktion
    • Korrektur von Fehlstellungen
    • Arthroskopische Eingriffe (Gelenkspiegelung)
    • Gelenkversteifung (Arthrodese) bei fortgeschrittener Arthrose

    Ziel der Behandlung ist die Schmerzreduktion und die Wiederherstellung einer belastbaren Fußfunktion.

    Rehabilitation nach Knorpelbehandlung
    Die Nachbehandlung ist ein zentraler Bestandteil des Therapieerfolgs. Dazu gehören:

    • Physiotherapie und Mobilisation
    • Muskelaufbau
    • schrittweiser Belastungsaufbau
    • Gangschulung
    • Anpassung von Einlagen und Schuhwerk


    Knorpelschäden im Fuß gehören zu den zentralen Herausforderungen in der Fußchirurgie. Durch moderne Diagnostik, individuell abgestimmte konservative Therapien und innovative Operationsverfahren lassen sich Schmerzen häufig deutlich reduzieren und die Beweglichkeit verbessern. Unser spezialisiertes Team begleitet Patientinnen und Patienten von der Diagnose bis zur Rehabilitation – für eine bestmögliche Behandlung von Knorpelschäden und Gelenkverschleiß im Fuß.

  • Metatarsalgie (Vorfußschmerzen)

    Die Metatarsalgie bezeichnet Schmerzen im Bereich des Vorfußes, insbesondere unter den Mittelfußknochen. Betroffene klagen häufig über brennende, stechende oder belastungsabhängige Schmerzen beim Gehen und Stehen. Die Beschwerden können die Beweglichkeit und Lebensqualität deutlich einschränken. Eine Metatarsalgie ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Sammelbegriff für unterschiedliche Ursachen von Vorfußschmerzen. Unsere fußchirurgischen Expertinnen und Experten diagnostizieren und behandeln Vorfußbeschwerden individuell und nach modernen orthopädischen Standards.

    Ursachen einer Metatarsalgie
    Die Ursachen einer Metatarsalgie sind vielfältig. Häufig entstehen die Beschwerden durch eine Fehl- oder Überbelastung des Vorfußes. Zu den häufigsten Ursachen gehören:

    • Spreizfuß
    • Fehlstellungen der Zehen
    • Hallux valgus
    • Übergewicht
    • Ungeeignetes Schuhwerk
    • Überlastung beim Sport
    • Arthrose im Vorfußbereich
    • Rheumatische Erkrankungen
    • Nervenirritationen
    • Verkürzte Sehnen oder Muskeln

    Durch die veränderte Druckverteilung entsteht eine erhöhte Belastung der Mittelfußköpfchen, was zu Schmerzen und Entzündungen führen kann.

    Typische Symptome bei Metatarsalgie
    Die Beschwerden treten meist im Bereich des Fußballens auf und verstärken sich häufig unter Belastung.
    Typische Symptome sind:

    • Schmerzen im Vorfuß
    • Brennendes oder stechendes Gefühl
    • Druckschmerzen unter dem Fußballen
    • Beschwerden beim Gehen oder längeren Stehen
    • Gefühl wie „Laufen auf Steinen“
    • Schwellungen im Vorfußbereich
    • Schwielen oder Druckstellen
    • Taubheitsgefühle in den Zehen

    Die Schmerzen können sich im Verlauf verstärken und alltägliche Aktivitäten erheblich beeinträchtigen.

    Diagnose von Vorfußschmerzen
    Für eine erfolgreiche Behandlung ist eine genaue Diagnose entscheidend. In unseren Abteilungen erfolgt zunächst eine ausführliche orthopädische Untersuchung.
    Je nach Beschwerden kommen ergänzend moderne Diagnoseverfahren zum Einsatz, um Fehlstellungen, Entzündungen oder Überlastungen präzise zu erkennen:

    • Digitale Röntgenaufnahmen
    • Ultraschalluntersuchungen
    • Magnetresonanztomographie (MRT)
    • Ganganalyse
    • Druckmessungen des Fußes

    Konservative Behandlung der Metatarsalgie
    In vielen Fällen können Vorfußschmerzen erfolgreich ohne Operation behandelt werden. Dazu gehören u.a. orthopädische Einlagen, Physiotherapie und Fußtraining, Schmerztherapie und gegebenenfalls durch eine Gewichtsreduktion und Belastungsanpassung, die die Beschwerden durch Belastung deutlich reduzieren können.

    Wann ist bei Vorfußschmerzen eine Operation notwendig?
    Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen oder strukturelle Veränderungen vorliegen, kann eine operative Behandlung sinnvoll sein. Je nach Ursache kommen unterschiedliche Verfahren infrage:

    • Korrektur von Fehlstellungen
    • Entlastungsoperationen
    • Eingriffe an Sehnen oder Gelenken
    • Behandlung von Nervenirritationen
    • Minimalinvasive Verfahren

    Das Ziel der Operation ist eine dauerhafte Entlastung des Vorfußes sowie die Wiederherstellung einer schmerzfreien Fußfunktion.

  • Morton-Neurom

    Das Morton-Neurom ist eine schmerzhafte Erkrankung eines Fußnervs im Bereich des Vorfußes. Meist betrifft sie den Nerv zwischen der dritten und vierten Zehe. Durch dauerhaften Druck oder Reizung verdickt sich das Nervengewebe, wodurch starke Beschwerden beim Gehen entstehen können. Betroffene beschreiben häufig ein brennendes Gefühl, Taubheitsgefühle oder den Eindruck, auf einem Stein zu laufen. Das Morton-Neurom zählt zu den häufigsten Ursachen für Vorfußschmerzen und tritt besonders häufig bei Frauen auf.

    Ursachen eines Morton-Neuroms
    Die Entstehung eines Morton-Neurom wird meist durch eine chronische Reizung oder Einengung des Nervs verursacht. Zu den häufigsten Ursachen gehören:

    • Enge oder hohe Schuhe
    • Fehlstellungen des Fußes
    • Spreizfuß
    • Überlastung beim Sport
    • Wiederholte Druckbelastung
    • Entzündliche Veränderungen
    • Instabilitäten im Vorfußbereich

    Durch die dauerhafte Belastung verdickt sich das Gewebe um den Nerv, wodurch Schmerzen und Empfindungsstörungen entstehen.

    Typische Symptome beim Morton-Neurom
    Die Beschwerden treten häufig belastungsabhängig auf und können sich im Verlauf verstärken. Typische Symptome sind:

    • Brennende Schmerzen im Vorfuß
    • Stechende Nervenschmerzen zwischen den Zehen
    • Taubheitsgefühle in den Zehen
    • Kribbeln oder Ameisenlaufen
    • Gefühl eines Fremdkörpers im Schuh
    • Schmerzen beim Gehen oder Stehen
    • Beschwerden beim Tragen enger Schuhe

    Viele Betroffene verspüren eine deutliche Erleichterung, wenn sie die Schuhe ausziehen oder den Fuß massieren.

    Diagnose eines Morton-Neuroms
    Eine präzise Diagnose ist entscheidend für die richtige Behandlung. In unseren Abteilungen erfolgt zunächst eine ausführliche orthopädische Untersuchung des Fußes. Zur weiteren Abklärung können moderne bildgebende Verfahren eingesetzt werden, um Nervenirritationen und andere Ursachen für Vorfußschmerzen sicher erkennen:

    • Ultraschalluntersuchung
    • Magnetresonanztomographie (MRT)
    • Digitale Röntgenaufnahmen
    • Untersuchung der Fußstatik

    Unser erfahrenes Team bietet moderne Diagnostik sowie konservative und operative Therapieverfahren für eine bestmögliche Behandlung von Vorfußschmerzen und Nervenerkrankungen des Fußes.

    Konservative Behandlung des Morton-Neuroms
    In vielen Fällen kann ein Morton-Neurom erfolgreich ohne Operation behandelt werden. Der Wechsel auf geeignetes Schuhwerk, durch das der Vorfuß entlastet und der Druck auf den Nerv reduziert wird, ist dabei häufig ausschlaggebend für eine Erleichterung der Patientinnen und Patienten. Aber auch orthopädische Einlagen und Physiotherapie und Fußtraining, durch das die Fußmuskulatur gestärkt und die Beweglichkeit verbessert werden kann, helfen Betroffenen in vielen Fällen.

    Operative Behandlung beim Morton-Neurom
    Wenn konservative Maßnahmen keine ausreichende Verbesserung bringen, kann eine Operation notwendig werden.
    Zu den operativen Möglichkeiten gehören:

    • Entlastung des Nervs
    • Entfernung des verdickten Nervengewebes
    • Minimalinvasive Verfahren

    Das Ziel einer Operation ist die dauerhafte Schmerzreduktion und Wiederherstellung der normalen Gehfunktion.

    Nachbehandlung und Rehabilitation
    Nach der Behandlung oder Operation erfolgt eine individuell abgestimmte Nachsorge. 
    Dazu gehören:

    • schrittweiser Belastungsaufbau
    • Physiotherapie
    • Anpassung von Schuhwerk und Einlagen
  • Plattfuß und Hohlfuß

    Der Plattfuß und der Hohlfuß gehören zu den häufigsten Fehlstellungen des Fußes. Beide Veränderungen können zu Schmerzen, Fehlbelastungen und Einschränkungen im Alltag führen. Während beim Plattfuß das Fußgewölbe abgesenkt ist, zeichnet sich der Hohlfuß durch ein übermäßig hohes Fußgewölbe aus. Unser fußchirurgisches Team diagnostiziert und behandelt Fußfehlstellungen individuell und nach modernen orthopädischen Standards – von konservativen Therapien bis hin zu spezialisierten operativen Verfahren.

    Was ist ein Plattfuß?
    Beim Plattfuß ist das natürliche Längsgewölbe des Fußes stark abgesenkt oder vollständig aufgehoben. Der Fuß liegt dabei nahezu komplett auf dem Boden auf. Ein Plattfuß kann angeboren oder im Laufe des Lebens erworben sein. Häufig entwickelt er sich durch Fehlbelastungen oder eine Schwäche von Muskeln und Sehnen.

    Ursachen eines Plattfußes 

    • Schwaches Bindegewebe
    • Übergewicht
    • Fehlbelastungen
    • Sehnenfunktionsstörungen
    • Fußverletzungen
    • Rheumatische Erkrankungen
    • Altersbedingter Verschleiß

    Typische Symptome eines Plattfußes

    • Schmerzen im Fußgewölbe
    • Ermüdung der Füße
    • Schwellungen
    • Belastungsschmerzen beim Gehen
    • Instabilitätsgefühl
    • Beschwerden in Knie, Hüfte oder Rücken

    Was ist ein Hohlfuß?
    Der Hohlfuß ist durch ein ungewöhnlich stark ausgeprägtes Fußgewölbe gekennzeichnet. Dadurch lastet das Körpergewicht vor allem auf Ferse und Vorfuß. Der Hohlfuß kann zu einer ungleichmäßigen Belastung des Fußes führen und Beschwerden im Alltag verursachen.

    Ursachen eines Hohlfußes: 

    • Neurologische Erkrankungen
    • Muskelungleichgewichte
    • Veranlagung
    • Verletzungen
    • Fehlstellungen der Zehen

    Typische Symptome eines Hohlfußes

    • Druckstellen und Schwielen
    • Schmerzen im Vorfuß
    • Instabilität beim Gehen
    • Häufiges Umknicken
    • Krallen- oder Hammerzehen
    • Belastungsschmerzen

    Diagnose von Plattfuß und Hohlfuß
    Zunächst führt unser fußchirurgisches Team eine umfassende orthopädische Untersuchung durch. Dabei werden Fußstellung, Beweglichkeit und Belastungsverteilung genau analysiert. Zur weiteren Diagnostik kommen moderne Verfahren zum Einsatz., um eine gezielte und individuell angepasste Therapie zu ermöglichen:

    • Digitale Röntgenaufnahmen
    • Ganganalyse
    • Druckmessung des Fußes
    • Magnetresonanztomographie (MRT)
    • Neurologische Untersuchungen bei Bedarf

    Konservative Behandlung von Fußfehlstellungen
    Nicht jede Fußfehlstellung muss operiert werden. In vielen Fällen lassen sich Beschwerden durch konservative Maßnahmen deutlich verbessern. Dazu gehören:

    • Orthopädische Einlagen
    • Physiotherapie und Fußgymnastik
    • Geeignetes Schuhwerk

    Operative Behandlung bei Plattfuß und Hohlfuß
    Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen oder starke Fehlstellungen bestehen, kann eine Operation notwendig werden.
    Je nach Befund kommen unterschiedliche Verfahren infrage, einige davon können minimal-invasiv durchgeführt werden, was die Heilungsphase deutlich reduziert: 

    • Korrektur von Knochenfehlstellungen
    • Sehnenrekonstruktionen
    • Gelenkstabilisierungen
    • Arthrodesen (Gelenksversteifung)

    Das Ziel der Behandlung ist eine schmerzfreie Belastbarkeit sowie die Wiederherstellung einer möglichst natürlichen Fußfunktion.

    Nachbehandlung und Rehabilitation
    Nach einer Behandlung oder Operation ist eine gezielte Rehabilitation wichtig. Individuelle Nachsorgekonzepte unterstützen den Heilungsverlauf und helfen, die Beweglichkeit und Belastbarkeit des Fußes wiederherzustellen.
    Dazu gehören:

    • Physiotherapie
    • Gangschulung
    • Muskelaufbau
    • Anpassung von Einlagen und Schuhwerk


    Der Plattfuß und der Hohlfuß können die Beweglichkeit und Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Durch moderne Diagnostik und individuell abgestimmte Therapien lassen sich Beschwerden jedoch häufig erfolgreich behandeln. Unser erfahrenes Team begleitet Patientinnen und Patienten mit konservativen und operativen Verfahren für eine bestmögliche Versorgung bei Fußfehlstellungen.

  • Schneider-Ballen

    Der Schneiderballen ist eine schmerzhafte Fehlstellung im Bereich des kleinen Zehs. Medizinisch wird diese Veränderung auch als Bunionette bezeichnet. Dabei bildet sich am äußeren Rand des Fußes eine knöcherne Vorwölbung am Grundgelenk des kleinen Zehs. Der Schneiderballen verursacht häufig Druckschmerzen, Reizungen und Probleme beim Tragen von Schuhen. Besonders enge Schuhe können die Beschwerden verstärken. Die Erkrankung tritt oft gemeinsam mit weiteren Fußfehlstellungen auf und kann die Beweglichkeit im Alltag deutlich einschränken.

    Ursachen eines Schneiderballens
    Die Entstehung eines Schneiderballen kann verschiedene Ursachen haben. Häufig entsteht die Fehlstellung durch eine Kombination aus genetischer Veranlagung und dauerhafter Fehlbelastung. Zu den häufigsten Ursachen gehören:

    • Spreizfuß
    • Veranlagung und schwaches Bindegewebe
    • Enge oder ungeeignete Schuhe
    • Hohe Absätze
    • Fehlstellungen der Zehen
    • Überlastung des Vorfußes
    • Fußfehlstellungen wie Hallux valgus

    Durch die veränderte Statik des Fußes wird der äußere Vorfußbereich stärker belastet. Dies führt langfristig zu einer knöchernen Verdickung am kleinen Zeh.

    Typische Symptome beim Schneiderballen
    Die Beschwerden entwickeln sich häufig schleichend und nehmen mit der Zeit zu. Typische Symptome sind:

    • Schmerzen am kleinen Zeh
    • Druckempfindlichkeit am äußeren Fußrand
    • Sichtbare Vorwölbung am Kleinzehengelenk
    • Rötungen und Schwellungen
    • Schmerzen beim Tragen enger Schuhe
    • Entzündungen und Reibung
    • Beschwerden beim Gehen oder längeren Stehen

    In fortgeschrittenen Fällen kann sich die Fehlstellung verstärken und zu chronischen Schmerzen führen.

    Diagnose des Schneiderballens
    Wenn Sie sich in unserer Sprechstunde vorstellen, führen unsere fußchirurgischen Expertinnen und Experten eine umfassende orthopädische Untersuchung Ihres Fußes durch. Dabei werden beurteilt:

    • Stellung des kleinen Zehs
    • Druckschmerz und Beweglichkeit
    • Fußstatik und Fehlbelastungen
    • mögliche Begleiterkrankungen

    Zur genauen Beurteilung kommen häufig zusätzlich bildgebende Verfahren zum Einsatz, um mit einer möglichst frühzeitigen Diagnose eine gezielte Behandlung zu erreichen und das Fortschreiten der Fehlstellung zu verlangsamen:

    • Digitale Röntgenaufnahmen
    • Ganganalyse
    • Untersuchung der Fußbelastung

    Konservative Behandlung des Schneiderballens
    Nicht jeder Schneiderballen muss operiert werden. In vielen Fällen können konservative Maßnahmen die Beschwerden deutlich lindern. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören:

    • Geeignetes Schuhwerk
    • Orthopädische Einlagen
    • Polster und Orthesen
    • Physiotherapie und Fußgymnastik

    Operative Behandlung beim Schneiderballen
    Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen oder starke Schmerzen bestehen, kann eine operative Korrektur sinnvoll sein, um eine dauerhafte Schmerzreduktion und die Wiederherstellung einer normalen Fußfunktion zu erreichen. Unsere Expertinnen und Experten der Fußchirurgie wenden dabei modernste Operationsverfahren an, viele davon sind minimal-invasiv mit stark reduzierter Heilungsdauer. Darunter:

    • Korrektur der Knochenstellung
    • Entfernung knöcherner Vorwölbungen
    • Gelenkerhaltende Eingriffe

    Nachbehandlung und Rehabilitation
    Nach einer Behandlung oder Operation spielt die Nachsorge eine wichtige Rolle. Individuell abgestimmte Rehabilitationsmaßnahmen unterstützen die Heilung und helfen, die Belastbarkeit des Fußes schrittweise wiederherzustellen. Dazu gehören:

    • Physiotherapie
    • Gangschulung
    • Anpassung von Schuhwerk und Einlagen


    Der Schneiderballen kann Schmerzen und Einschränkungen im Alltag verursachen. Moderne konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten bieten jedoch gute Chancen auf eine nachhaltige Beschwerdelinderung. Unser erfahrenes Team begleitet Patientinnen und Patienten mit moderner Diagnostik, individueller Therapieplanung und spezialisierten Verfahren für eine bestmögliche Behandlung von Vorfußbeschwerden.

  • Zehenfehlstellungen: Hammerzehen, Krallenzehen, Klauenzehen

    Hammerzehen, Krallenzehen und Klauenzehen gehören zu den häufigsten Fehlstellungen der Zehen. Sie können Schmerzen verursachen, das Gehen erschweren und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Häufig entstehen die Beschwerden schleichend und verschlimmern sich im Laufe der Zeit.
    Unser fußchirurgisches Spezialisten-Team diagnostiziert und behandelt Zehenfehlstellungen individuell und nach modernen orthopädischen Standards – von konservativen Maßnahmen bis hin zu schonenden operativen Verfahren.

    Was sind Hammerzehen, Krallenzehen und Klauenzehen?
    Bei diesen Fehlstellungen kommt es zu einer unnatürlichen Verkrümmung der Zehen. Besonders häufig betroffen sind die zweiten bis fünften Zehen:

    • Hammerzehen
      Beim Hammerzehen ist das mittlere Zehengelenk dauerhaft gebeugt. Der Zeh erinnert optisch an einen Hammer. Anfangs ist die Fehlstellung oft noch beweglich, später kann sie versteifen.

    • Krallenzehen
      Krallenzehen entstehen durch eine Überstreckung im Grundgelenk und eine Beugung der mittleren und endständigen Gelenke. Dadurch krümmt sich der Zeh deutlich nach unten.

    • Klauenzehen
      Auch bei Klauenzehen kommt es zu einer Fehlstellung der Zehen mit charakteristischer Krallenform. Häufig treten diese Veränderungen gemeinsam mit anderen Fußfehlstellungen auf.

    Ursachen für Zehenfehlstellungen
    Die Ursachen für Hammerzehen, Krallenzehen und Klauenzehen sind vielfältig. Häufig spielen mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle.
    Zu den häufigsten Ursachen gehören:

    • Enge oder ungeeignete Schuhe
    • Hohe Absätze
    • Fußfehlstellungen wie Spreizfuß oder Hallux valgus
    • Muskelschwächen und Sehnenungleichgewichte
    • Rheumatische Erkrankungen
    • Nervenerkrankungen
    • Genetische Veranlagung
    • Langjährige Fehlbelastung

    Durch die Fehlbelastung verändert sich das Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen und Gelenken im Fuß.

    Typische Symptome bei Hammerzehen und Krallenzehen
    Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam. Anfangs bestehen häufig nur Druckstellen oder kosmetische Veränderungen.
    Im weiteren Verlauf treten oft folgende Symptome auf:

    • Schmerzen beim Gehen
    • Druckstellen und Hühneraugen
    • Schwellungen und Rötungen
    • Probleme beim Tragen von Schuhen
    • Verhärtungen der Haut
    • Bewegungseinschränkungen
    • Entzündungen an den Zehengelenken

    Unbehandelte Fehlstellungen können zu dauerhaften Beschwerden und weiteren Veränderungen am Fuß führen.

    Diagnostik von Zehenfehlstellungen
    Die Diagnose erfolgt durch eine umfassende orthopädische Untersuchung. Dabei werden die Zehenstellung, Beweglichkeit und mögliche Begleiterkrankungen beurteilt. Je nach Befund kommen ergänzend folgende Untersuchungen zum Einsatz:

    • Digitale Röntgenaufnahmen
    • Ganganalyse
    • Untersuchung der Fußstatik
    • Neurologische Diagnostik bei Bedarf

    Eine frühzeitige Diagnose verbessert die Behandlungsmöglichkeiten deutlich.

    Konservative Behandlung von Hammerzehen, Krallenzehen und Klauenzehen
    Im frühen Stadium lassen sich viele Beschwerden ohne Operation behandeln. Dazu gehören:

    • Geeignetes Schuhwerk
    • Orthopädische Einlagen und Hilfsmittel
    • Physiotherapie und Fußgymnastik
    • Schmerztherapie

    Operative Behandlung bei ausgeprägten Zehenfehlstellungen
    Wenn konservative Maßnahmen nicht mehr ausreichen oder starke Schmerzen bestehen, kann eine operative Korrektur sinnvoll sein.
    In unseren Abteilungen kommen moderne und möglichst schonende Verfahren zum Einsatz, darunter:

    • Sehnenkorrekturen
    • Gelenkerhaltende Operationen
    • Knochenkorrekturen
    • Minimalinvasive Eingriffe
    • Kombinationseingriffe bei zusätzlichen Fehlstellungen

    Das Ziel der Behandlung ist eine schmerzfreie Fußfunktion sowie eine verbesserte Belastbarkeit und Beweglichkeit.

    Nachbehandlung und Rehabilitation
    Nach einer Behandlung oder Operation ist eine gezielte Nachsorge wichtig. Individuell abgestimmte Rehabilitationsmaßnahmen unterstützen die Heilung und helfen, die normale Fußfunktion wiederherzustellen. Dazu gehören:

    • Physiotherapie
    • Belastungsaufbau
    • Kontrolle der Fußstellung
    • Anpassung von Schuhwerk und Einlagen

Zertifiziertes Zentrum

Fußoperationen führen wir spezialisiert im zertifizierten Fußzentrum der Maximalversorgung durch

Fußzentrum

Gelenkersatz am Sprunggelenk (Sprunggelenksprothese/OSG-Prothese)

Wer an Arthrose leidet, hat oftmals einen langen Leidensweg hinter sich. Die Spezialisten für Fußchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie im Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius bieten bei fortgeschrittener Arthrose im Sprunggelenk den Einsatz einer Sprunggelenksprothese (OSG-Prothese) an. Diese ermöglicht weiterhin eine natürliche Bewegung des Fußes, was die Lebensqualität im Vergleich zur Versteifung enorm positiv beeinflusst. Auch wenn Arthrose der häufigste Grund für eine Prothese ist, kann sie auch bei sehr komplexen Knochenbrüchen oder rheumatischen Erkrankungen zum Einsatz kommen.

Einsatz einer Sprunggelenksprothese
Während der Operation werden die geschädigten Gelenkflächen entfernt und durch präzise individuell angepasste Prothesenkomponenten ersetzt. Ziel ist eine stabile Verankerung sowie eine möglichst natürliche Bewegungsfunktion des Sprunggelenks. Der Eingriff erfolgt unter modernen operativen Standards und wird individuell auf die anatomischen Gegebenheiten abgestimmt. Je nach Heilungsverlauf können viele Patientinnen und Patienten nach einigen Wochen wieder alltägliche Aktivitäten aufnehmen. Die vollständige Rehabilitation nimmt in der Regel mehrere Monate in Anspruch.

  • Für wen eignet sich eine Sprunggelenksprothese?

    Nicht jede Arthrose des Sprunggelenks muss operiert werden. Eine Sprunggelenksprothese eignet sich insbesondere für Patientinnen und Patienten mit:

    • fortgeschrittener Arthrose
    • starken Schmerzen trotz konservativer Therapie
    • ausreichender Knochenqualität
    • stabilen Bandverhältnissen
    • Wunsch nach Erhalt der Gelenkbeweglichkeit
  • Wie lange hält eine Sprunggelenksprothese?

    Moderne Sprunggelenksprothesen erreichen heute häufig eine Haltbarkeit von 10 bis 20 Jahren oder länger. Die Lebensdauer hängt unter anderem von der Belastung, der Knochenqualität und individuellen Faktoren ab.

  • Kann man mit einer Sprunggelenksprothese Sport treiben?

    Nach abgeschlossener Rehabilitation sind gelenkschonende Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Wandern häufig wieder möglich. Auf Sportarten mit hoher Stoßbelastung sollte möglichst verzichtet werden.


Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius (Betriebsstelle Severinsklösterchen)
Muskuloskelettales Zentrum

Orthopädie | Unfallchirurgie | Wirbelsäulenchirurgie (ab Februar 2027 in der Betriebsstelle St. Antonius) | Plastische und Ästhetische Chirurgie

Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius (Betriebsstelle St. Antonius)
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Orthopädie | Unfallchirurgie | Wirbelsäulenchirurgie (bis Januar 2027 in der Betriebsstelle Severinsklösterchen) | Plastische und Ästhetische Chirurgie

Cellitinnen-Krankenhaus St. Hildegardis
Muskuloskelettales Zentrum

Orthopädie | Unfallchirurgie