Pankreaszentrum
Diagnostik, Behandlung und Nachsorge von Bauchspeicheldrüsenkrebs
Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse gehören zu den komplexesten Krankheitsbildern der Viszeralmedizin. In unserem Pankreaszentrum behandeln wir das gesamte Spektrum gutartiger und bösartiger Erkrankungen – von der akuten und chronischen Pankreatitis über zystische und neuroendokrine Tumoren bis hin zum Pankreaskarzinom. Dabei arbeiten Spezialisten aus Chirurgie, Gastroenterologie, Onkologie, Diabetologie, Radiologie, Pathologie, Strahlentherapie, Anästhesie und weiteren Fachbereichen eng zusammen. Gemeinsam entwickeln wir für jeden Patienten ein individuelles Behandlungskonzept. Ein besonderer Schwerpunkt unseres Zentrums liegt auf der komplexen Pankreaschirurgie, einschließlich organerhaltender Verfahren, minimalinvasiver und robotisch assistierter Operationen sowie erweiterter Resektionen mit Gefäßrekonstruktionen bei lokal fortgeschrittenen Tumoren.
Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) liegt hinter dem Magen im Oberbauch und bildet Verdauungsenzyme und Hormone, zum Beispiel Insulin. Tumoren der Bauchspeicheldrüse entstehen am häufigsten aus den Ausführungsgängen (duktales Adenokarzinom). Bauchspeicheldrüsenkrebs verursacht häufig zunächst keine oder nur unspezifische Beschwerden.
Informationen zu gutartigen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Zysten, neuroendokrine Tumore, Bauchspeicheldrüsenentzündung) finden Sie unter
Symptome bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
Symptome, die bei Bauchspeicheldrüsenkrebs auftreten, können auch Anzeichen einer anderen Erkrankung sein – daher wird Bauchspeicheldrüsenkrebs häufig spät diagnostiziert.
Diese Symptome können bei Bauchspeicheldrüsenkrebs entstehen:
- Schmerzen im Oberbauch, die manchmal gürtelförmig in den Rücken ausstrahlen
- Gelbfärbung der Haut und Augen, dunkler Urin, heller Stuhl oder Juckreiz
- Unbeabsichtigter Gewichtsverlust und fehlender Appetit
- Übelkeit, Völlegefühl oder Verdauungsbeschwerden
- Fettige, glänzende oder übel riechende Stühle
- Diabetes: Erstmanifestation von Diabetes oder Verschlechterung eines bereits bekannten Diabetes mellitus
- Anhaltende Müdigkeit und Leistungsminderung
- Entzündungen oder Blutgerinnsel in Venen, die ohne erkennbare Ursache auftreten
Das Auftreten dieser Symptome bedeutet natürlich nicht, dass eine Krebserkrankung vorliegen muss, kann aber darauf hinweisen. Vor allem plötzlich auftretende Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht) sollte zeitnah ärztlich abgeklärt werden.
Diagnostik von Bauchspeicheldrüsenkrebs
Besteht der Verdacht auf eine Tumorerkrankung der Bauchspeicheldrüse, können folgende Untersuchungen neben einem ausführlichen Anamnesegespräch zum Einsatz kommen, um den Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenkrebs abzuklären und damit die Grundlage für die Therapieplanung zu schaffen:
- Blutuntersuchungen
- Ultraschall macht Veränderungen der Bauchspeicheldrüse, aber auch der Leber und der Gallenwege sichtbar
- Computertomografie und Magnetresonanztomografie Mit Kontrastmitteln lassen sich die Lage und Größe des Tumors beurteilen; außerdem kann so geprüft werden, ob Blutgefäße, Lymphknoten oder andere Organe betroffen sind.
- Endosonografie: Mit einer dünnen Ultraschallsonde kann der Tumor von innen untersucht werden.
- Gewebeprobe/Biopsie Die feingewebliche Untersuchung einer oder mehrerer Gewebeproben dient der genaueren Therapieplanung. Kann ein Tumor operativ entfernt werden, ist diese Untersuchung häufig nicht notwendig. Die Gewebeprobe kann im Rahmen einer Endosonografie entnommen werden.
Die Ergebnisse der verschiedenen Untersuchungen zur Diagnostik von Bauchspeicheldrüsenkrebs geben nicht nur Aufschluss über das Vorliegen einer Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse, sondern auch über Lage und Größe des Tumors und eventuelle Metastasenbildung. In einer interdisziplinären Konferenz besprechen Spezialisten verschiedener Fachrichtungen diese Untersuchungsergebnisse gemeinsam, um die bestmögliche Therapie für jeden Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs festzulegen.
Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs
Grundsätzlich kann Bauchspeicheldrüsenkrebs mit einer Operation, einer Chemotherapie oder seltener mit einer Strahlentherapie bzw. einer Kombination verschiedener Verfahren behandelt werden. Ist die operative Entfernung nicht möglich oder ratsam, besteht eventuell die Möglichkeit einer Chemotherapie zur Verkleinerung des Tumors (Neoadjuvante Chemotherapie), so dass beim Ansprechen des Tumors auf die Chemotherapie im weiteren Verlauf eine chirurgische Entfernung des Tumors möglich ist. Bei palliativen Fällen kommen medikamentöse und weitere Behandlungsmethoden zur Linderung der Beschwerden zum Einsatz. Neben der Behandlung des Tumors selbst werden auch Begleitsymptome wie Verdauungsprobleme oder Schmerzen behandelt.
Operationen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
Ob Bauchspeicheldrüsenkrebs operativ behandelt werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören:
- Größe und Lage des Tumors
- Stadium der Metastasenbildung
- Allgemeiner Gesundheitszustand
Die Entscheidung, ob ein Tumor der Bauchspeicheldrüse operativ entfernt werden kann ist trotz bestimmter Kriterien höchst individuell. Heilungschancen und Risiken werden von erfahrenen und spezialisierten Chirurgen abgewogen, um die bestmögliche Therapieoption festzulegen.
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Zweitmeinung: Operation bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
Die operative Therapie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs erfordert große chirurgische Expertise und wird nur in spezialisierten Zentren und Kliniken durchgeführt. Da die Entscheidung für oder gegen eine Operation sorgsam getroffen sein sollte, steht das Team des Viszeralmedizinischen Tumorzentrums im Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius Betroffenen jederzeit als Zweitmeinungs-Geber zur Verfügung. Ebenso stellen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit alle notwendigen Unterlagen zur Verfügung, um sich bei einem anderen Experten eine Zweitmeinung einzuholen, wenn Sie Patient unseres Zentrums sind.
Operationsverfahren bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
Abhängig von der Lage und Ausdehnung des Tumors kommen unterschiedliche Operationsverfahren zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs infrage:
- Pankreaskopfresektion (Whipple-Operation, pyloruserhaltende Pankreaskopfresektion)
- Pankreaslinksresektion
- Totale Pankreatektomie
- Erweiterung der Operation, gegebenenfalls mit Gefäßresektion und -rekonstruktion und/oder Multiviszeralresektion (Entfernung weiterer betroffener Organe, zum Beispiel von Magen oder Milz)
Eine Chemotherapie im Anschluss an die Operation kann verbliebene Tumorzellen bekämpfen und das Risiko eines Rückfalls (Rezidivs) verringern.
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Pankreaskopfresektion
Bauchspeicheldrüsenkrebs entsteht besonders häufig im Kopf der Bauchspeicheldrüse. Die Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkopfes ist eine der komplexesten Operationen im Bauchraum, da angrenzende Organe und Gewebestrukturen mitentnommen werden müssen.
Der medizinische Fachbegriff für diesen Eingriff ist partielle Duodenopankreatektomie. Je nachdem, ob Teile des Magens erhalten bleiben können, wird zwischen einer klassischen Whipple-Operation und einer pyloruserhaltenden Pankreaskopfresektion unterschieden.
In der Regel werden bei einer Pankreaskopfresektion der Bauchspeicheldrüsenkopf, der Zwölffingerdarm, die Gallenblase, der untere Abschnitt des Gallengangs sowie umliegende Lymphknoten entfernt.Warum werden bei einer Pankreaskopfresektion andere Organe entfernt?
Gallengang, Gallenblase, Zwölffingerdarm und – bei einer klassischen Whipple-Operation – Teile des Magens werden aufgrund ihrer engen anatomischen Verbindung sowie zur Sicherstellung einer vollständigen Tumorentfernung gemeinsam entfernt.- Zwölffingerdarm: der Zwölffingerdarm umschließt den Bauchspeicheldrüsenkopf C-förmig. Beide Organe teilen sich teilweise Blutgefäße und liegen so eng aneinander, dass eine sichere Trennung meist nicht möglich ist
- Unterer Gallengang: der unterste Abschnitt des Gallengangs verläuft durch oder unmittelbar hinter dem Bauchspeicheldrüsenkopf. Die Einengung dieses Ganges durch den Tumor kann zu Gallenstau und damit zu Gelbsucht führen. Aufgrund der engen Verbindung des Bauchspeicheldrüsenkopfes mit dem unteren Gallengang wird dieser ebenfalls entfernt, da nur so eine vollständige Tumorentfernung sichergestellt werden kann.
- Gallenblase Die Gallenblase ist häufig nicht von der Tumorerkrankung befallen und liegt auch nicht direkt am Bauchspeicheldrüsenkopf. Da der untere Gallengang aber entfernt werden muss und der obere Gallengang anschließend direkt mit dem Dünndarm verbunden werden muss, verliert die Gallenblase ihre eigentliche Funktion und könnte im weiteren Verlauf zu Beschwerden, beispielsweise Entzündungen oder Steinen, führen. Daher wird sie ebenfalls entfernt.
Bei einer klassischen Whipple-Operation werden zusätzlich zur Gallenblase, zum unteren Gallengang und zum Zwölffingerdarm der untere Magenabschnitt und der Magenpförtner entfernt. Dies kann notwendig sein, wenn der Tumor sehr nahe an diesen Strukturen liegt und ein ausreichender Sicherheitsabstand anders nicht gewährleistet werden kann.
Bei einer pyloruserhaltenden Pankreaskopfresektion bleibt der Magen vollständig und mit Magenpförtner erhalten. Ob dies möglich ist, kann häufig erst im Verlauf der Operation entschieden werden.
Im Anschluss an die Entfernung des Pankreaskopfes, der Lymphknoten und der angrenzenden Organe und gegebenenfalls betroffenen Blutgefäße stellt das Operationsteam den Verdauungsweg wieder her. Dazu wird der verbleibende Gallengang mit dem Dünndarm verbunden, sodass die Galle direkt aus der Leber in den Darm fließen kann. Der verbleibende Teil der Bauchspeicheldrüse wird ebenfalls mit dem Dünndarm (unter Umständen auch mit dem Magen) verbunden, sodass Verdauungsenzyme weiterhin in den Darm gelangen können. Damit die Nahrung wieder aus dem Magen in den Darm abtransportiert werden kann, wird auch der Magen mit dem Dünndarm verbunden. -
Pankreaslinksresektion
Liegt der Tumor im Schwanz oder Körper der Bauchspeicheldrüse, wird der Schwanz der Bauchspeicheldrüse und – je nach Lage des Tumors – zusätzlich ein Teil des Bauchspeicheldrüsenkörpers entfernt. Bei diesem Eingriff, der als Pankreaslinksresektion oder distale Pankreatektomie bezeichnet wird, bleiben der Bauchspeicheldrüsenkopf sowie der Zwölffingerdarm erhalten. Die zugehörigen Lymphknoten sowie häufig die Milz werden hingegen ebenfalls entfernt.
Warum wird die Milz bei einer Pankreaslinksresektion entfernt?
Die Milz wird bei einer Pankreaslinksresektion meist ebenfalls entfernt, weil die Blutgefäße der Milz unmittelbar an der Rückseite der Bauchspeicheldrüse liegen und die umliegenden Lymphbahnen für die vollständige Entfernung der Tumorzellen ebenfalls entfernt werden müssen.Anders als bei einer Pankreaskopfresektion müssen meist keine neuen Verbindungen der Verdauungsorgane geschaffen werden – Nahrung und Gallenflüssigkeit können ebenso wie der Bauchspeicheldrüsensaft auch nach der Entfernung von Pankreasschwanz und eventuell -körper ihren natürlichen Weg nehmen.
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Operative Behandlung auch bei lokal fortgeschrittenen Tumoren
Ein besonderer Schwerpunkt unseres Zentrums liegt in der chirurgischen Behandlung lokal fortgeschrittener Bauchspeicheldrüsentumoren. Bei diesen Tumoren besteht aufgrund der Nähe oder des Einwachsens in wichtige Blutgefäße häufig zunächst die Einschätzung, dass eine vollständige operative Entfernung schwierig oder nicht möglich sein könnte. Durch die große Erfahrung des chirurgischen Teams können in ausgewählten Fällen auch komplexe und erweiterte Resektionen durchgeführt werden. Hierzu gehören insbesondere Resektionen der Pfortader und der Vena mesenterica superior. Je nach Befund können diese Gefäße durch eine direkte End-zu-End-Anastomose oder durch den Einsatz eines Gefäßinterponats rekonstruiert werden. Bei entsprechender Tumorausdehnung und sorgfältiger individueller Abwägung sind in ausgewählten Fällen auch arterielle Gefäßresektionen und -rekonstruktionen möglich.
Ob eine solche Operation sinnvoll und technisch möglich ist, wird im interdisziplinären Team anhand der individuellen Tumorausdehnung, der Bildgebung und des Allgemeinzustands des Patienten beurteilt.
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Radikale onkologische Operation – das Konzept der „Triangle Operation“
Neben der vollständigen Entfernung des sichtbaren Tumors ist eine möglichst konsequente onkologische Operation entscheidend. Bei geeigneten Patienten wenden wir hierfür auch das Triangle-Konzept nach dem Heidelberger Operationskonzept an. Dabei werden neben dem eigentlichen Tumor insbesondere das perivaskuläre und retroperitoneale Gewebe entlang der relevanten Gefäßstrukturen konsequent disseziert und die regionären Lymphabflusswege umfassend ausgeräumt. Ziel ist eine möglichst vollständige Entfernung des Tumorgewebes sowie der potenziell betroffenen Lymph- und Gewebestrukturen.
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Operation bei Bauchspeicheldrüsenkrebs: Minimalinvasiv oder offen?
Eine Linksresektion kann über einen größeren Bauchschnitt oder unter bestimmten Voraussetzungen minimalinvasiv erfolgen. Bei der minimalinvasiven Technik werden Kamera und Instrumente durch mehrere kleine Hautschnitte eingeführt. Dies kann laparoskopisch oder robotisch unterstützt geschehen. Bei Krebs muss unabhängig von der Zugangstechnik gewährleistet sein, dass der Tumor vollständig und mit ausreichendem Sicherheitsabstand sowie den erforderlichen Lymphknoten entfernt wird. Eine minimalinvasive Linksresektion sollte deshalb in einem spezialisierten Zentrum mit entsprechender Erfahrung erfolgen.
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Robotisch assistierte Pankreaschirurgie
Für ausgewählte Patienten bieten wir zudem die robotisch assistierte Pankreaschirurgie an. Sowohl Pankreaskopfresektionen als auch Pankreaslinksresektionen können bei geeigneter Tumorsituation und entsprechender individueller Indikation robotisch assistiert durchgeführt werden. Auch bei ausgewählten gutartigen, zystischen oder neuroendokrinen Tumoren können minimalinvasive und robotische Verfahren eine organerhaltende Behandlung ermöglichen.
Die Wahl des Operationsverfahrens – offen, minimalinvasiv oder robotisch assistiert – richtet sich dabei immer nach der individuellen Tumorsituation und dem Ziel einer sicheren und onkologisch möglichst vollständigen Tumorentfernung.
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Operation bei Bauchspeicheldrüsenkrebs: Welche besonderen Risiken bestehen?
Das wichtigste spezielle Risiko ist eine Pankreasfistel. Dabei tritt aus der verschlossenen Schnittfläche Bauchspeicheldrüsensaft aus. Kleinere Fisteln heilen häufig unter Beobachtung und mithilfe einer Drainage ab. Bei stärkeren Verläufen können weitere Behandlungen notwendig werden.
Weitere mögliche Folgen sind:- Blutungen oder Infektionen,
- Flüssigkeitsansammlungen oder Abszesse,
- Verdauungsbeschwerden durch einen Mangel an Pankreasenzymen,
- neu auftretender oder schlechter einstellbarer Diabetes,
- eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse und
- ein erhöhtes Infektionsrisiko nach Entfernung der Milz.
Nach einer Milzentfernung sind Schutzimpfungen, insbesondere gegen Pneumokokken, Meningokokken und Haemophilus influenzae Typ b, wichtig. Bei Fieber oder Zeichen einer Infektion sollte danach rasch ärztlicher Rat eingeholt werden.
Leben nach der Bauchspeicheldrüsenoperation
Operationen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs sind hochkomplexe Eingriffe. Entsprechend benötigt die Genesung und Erholung Zeit. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus ist häufig eine ambulante ergänzende Chemotherapie angeraten, um eventuell verbliebende Tumorzellen zu zerstören. Für den Umgang mit der Diagnose Krebs sowie für den Weg zurück in den Alltag gehören zum Team des Viszeralmedizinischen Tumorzentrums Experten aus verschiedenen Berufsgruppen, die Betroffene und Angehörige bestmöglich beraten und begleiten. Dazu gehören Physiotherapie, Psychoonkologie, Ernährungsberatung und die Überleitung in eine Rehabilitationsmaßnahme.
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Ernährung und Verdauung nach Bauchspeicheldrüsenoperation
Die Bauchspeicheldrüse produziert je nach Umfang der Operation möglicherweise nicht mehr ausreichend Verdauungsenzyme. Dies kann durch Medikamente mit Pankreasenzymen ausgeglichen werden, die insbesondere zu den Mahlzeiten eingenommen werden.
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Diabetes nach Bauchspeicheldrüsenoperation
Die Bauchspeicheldrüse ist für die Bildung von Insulin zuständig – dieses Hormon steuert den Blutzuckerspiegel. Wird es nicht mehr ausreichend produziert, entsteht Diabetes mellitus. Da ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel akute Gesundheitsstörungen und langfristige Folgeerkrankungen mit sich bringt, muss diese Erkrankung behandelt werden:
- Produziert die Bauchspeicheldrüse nach einer Pankreaskopf- oder Pankreaslinksentfernung nicht mehr ausreichend Insulin, muss dieses dem Körper zugeführt werden. Spezialisierte Diabetologen erstellen hier ein entsprechendes Therapiekonzept, das Betroffene mit Hilfe von Diabetesberatern erlernen und so im Alltag die verminderte Insulinproduktion ausgleichen – ähnlich wie Menschen mit der Autoimmunerkrankung Diabetes Typ 1.
- Bei einer kompletten Entfernung der Bauchspeicheldrüse produziert der Körper kein Insulin mehr. Die Therapie erfolgt mittels Insulinspritzen oder -pumpen. Da bereits vor der Operation feststeht, dass im Anschluss eine lebenslange Diabetes-Therapie erforderlich sein wird, können Betroffene bereits im Vorfeld der Operation durch Diabetologen und Diabetesberater auf diese Therapie vorbereitet werden.
Im Verbund der Augustinerinnen Krankenhäuser gibt es zwei große Diabeteszentren (in der Betriebsstelle St. Antonius sowie im Cellitinnen-Krankenhaus St. Hildegardis). Die Teams der Diabeteszentren arbeiten eng mit dem Viszeralmedizinischen Tumorzentrum zusammen.
Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs im Viszeralmedizinischen Tumorzentrum
Operationen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs sind komplexe Eingriffe und setzen eine hohe spezialisierte Expertise voraus. Das Viszeralmedizinische Tumorzentrum an der Betriebsstelle Severinsklösterchen gehört zu den auf die operative Behandlung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse spezialisierten Zentren und zählt zu den größeren Zentren der Region. Neben dem erfahrenen Team der Viszeral- und Tumorchirurgie arbeiten spezialisierte Gastroenterologen, Onkologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Pathologen, Anästhesisten und weitere interne und externe Partner eng zusammen. Dadurch kann für jeden Patienten ein individuell abgestimmtes, interdisziplinäres Behandlungskonzept entwickelt werden.
Individuelle Entscheidung im interdisziplinären Tumorzentrum
Insbesondere bei grenzwertig operablen oder lokal fortgeschrittenen Tumoren wird jeder Befund im interdisziplinären Team sorgfältig geprüft. Dabei wird beurteilt, ob eine Operation – gegebenenfalls nach einer vorgeschalteten medikamentösen Behandlung – möglich und sinnvoll ist und welche operative Strategie die besten Voraussetzungen für eine vollständige Tumorentfernung bietet. So erhalten auch Patienten mit komplexen Befunden eine individuell abgestimmte Behandlung aus einer Hand.
Viszeralmedizinisches Tumorzentrum Köln
Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius
Betriebsstelle Krankenhaus der Augustinerinnen
Jakobstraße 27-31 | 50678 Köln-Südstadt