Darmkrebszentrum
Zentrum für Diagnostik, Behandlung und Nachsorge von Darmkrebs
Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland, zählt aber gleichzeitig zu den Krebsarten mit den besten Heilungschancen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung sind eine rechtzeitige Darmkrebsvorsorge zur Früherkennung und eine individuell abgestimmte Therapie nach aktuellem Wissensstand. Genau hier setzt das Viszeralmedizinische Tumorzentrum im Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius in der Kölner Südstadt an.
Unser Anspruch ist es, Menschen in allen Phasen ihrer Krebserkrankung zuverlässig und umfassend zu begleiten – von der (Verdachts-)Diagnose über die Behandlung bis hin zur Nachsorge. Dabei gewährleistet eine enge Zusammenarbeit erfahrener Fachärztinnen und Fachärzte unterschiedlicher Fachrichtungen, eine optimale Versorgung mit modernen Verfahren der Diagnostik und Therapie. Durch die enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Praxen und weiteren medizinischen Einrichtungen bietet unser Darmkrebszentrum kurze Wege, eine individuelle Betreuung und höchste Behandlungsqualität.
Darmkrebs: Symptome
Darmkrebs entwickelt sich häufig über viele Jahre hinweg schleichend, wobei Beschwerden meist erst im fortgeschrittenen Stadium auftreten. Daher sollten auch scheinbar harmlose Magen-Darm-Beschwerden, wie
Bauchkrämpfe
Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall
Veränderungen der Stuhlgewohnheiten
nicht ignoriert werden. Auch das Auftreten von Blut im Stuhl ist ein ernstzunehmendes Warnsignal und sollte unverzüglich ärztlich abgeklärt werden.
Darmkrebs lässt sich bereits vor der Entstehung häufig verhindern. Denn die meisten Darmkrebsfälle entstehen aus gutartigen Vorstufen, sogenannten Polypen, die im Frühstadium keine Symptome verursachen. Wird rechtzeitig eine Darmspiegelung durchgeführt, können diese Polypen erkannt und meist direkt entfernt werden – noch bevor sie sich einem bösartigen Tumor entwickeln.
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Darmkrebs-Vorsorge
Das Risiko, im Laufe des Lebens an Darmkrebs zu erkranken, liegt bei Personen ohne familiäre Vorbelastung bei etwa fünf Prozent. Eine regelmäßige Vorsorge ist daher essenziell, um krankhafte Veränderungen frühzeitig zu erkennen, bevor Symptome auftreten. Bei familiärer Vorbelastung wird eine Darmspiegelung schon zehn Jahre vor dem Erkrankungsalter des betroffenen Verwandten, spätestens jedoch mit 50 Jahren, empfohlen.
Ab dem 50. Lebensjahr wird für Männer eine vorsorgliche Darmspiegelung empfohlen, die von den Krankenkassen übernommen wird. Für Frauen beginnt die Vorsorge mit 55 Jahren. Bei unauffälligem Befund erfolgt nach zehn Jahren eine wiederholte Darmspiegelung.
Darmkrebs-Vorsorge: Darmspiegelung/Koloskopie
Die Vorsorge-Darmspiegelung (Koloskopie) ist derzeit die zuverlässigste Untersuchung der Darmkrebsvorsorge und wird ab dem 50. bzw. 55. Lebensjahr von der gesetzlichen Krankenkasse als Vorsorgeleistung übernommen. Bei einer Darmspiegelung wird der gesamte Dickdarm auf Auffälligkeiten kontrolliert. Dabei können potenzielle Krebsvorstufen, wie Polypen, direkt entfernt werden. Auf Wunsch wird die Koloskopie mit beruhigenden Medikamenten oder leichter Sedierung durchgeführt. Vor einer Untersuchung ist eine gründliche Darmreinigung durch Abführen notwendig, um eine optimale Sicht auf die Darmschleimhaut zu ermöglichen. Im Anschluss an die Behandlung sollte man sich einige Tage körperlich nicht zu sehr anstrengen.
Werden keine Auffälligkeiten gefunden, muss die Darmspiegelung erst nach zehn Jahren wiederholt werden. Sollte man während einer Untersuchungen Polypen finden, muss die Darmspiegelung zur Sicherheit in kürzeren Abständen wiederholt werden, meist nach drei bis fünf Jahren.
Sollte Ihr Arzt oder Ihre Ärztin bei der Untersuchung eine größere Geschwulst finden, wird eine Gewebeprobe entnommen, die Aufschluss über den Zustand des Gewebes geben soll. Auffällige Polypen können während der Untersuchung direkt entfernt und anschließend feingeweblich untersucht werden.
Darmkrebsvorsorge: Okkutbluttest (Hämocculttest)
Wer keine Darmspiegelung durchführen lassen möchte, kann alle zwei Jahre einen Stuhltest auf nicht sichtbares Blut machen. In solchen sogenannten immunologischen Stuhltests können auch kleinste Blutmengen nachgewiesen werden. Den Stuhltest erhalten Sie bei Ihren Hausärzten, Gynäkologen oder Urologen. Der Nachweis von Blut im Stuhl bedeutet nicht immer eine Krebsdiagnose. Weitere Untersuchungen sollten dann jedoch abklären, welche Ursache sich dahinter verbirgt.
Diagnostik von Darmkrebs im Darmkrebszentrum
Die frühzeitige Diagnostik von Darmkrebs ist entscheidend für den Behandlungserfolg. Je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Das Darmkrebszentrum im Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius setzt daher gemeinsam mit seinen Partnern auf moderne und bewährte Verfahren der Früherkennung und Diagnostik. Dazu gehören unter anderem:
- Darmspiegelung (Koloskopie)
- Okkultbluttest (Hämocculttest)
- Sigmoidoskopie (Enddarmspiegelung)
- Tastuntersuchung
- Starre Spiegelung des Mastdarms (Rektoskopie)
- Röntgenuntersuchung (Kolonkontrasteinlauf)
- Ultraschalluntersuchung
- Computertomographie (CT)
- Kernspintomographie (MRT)
- Laboruntersuchungen
Behandlung von Darmkrebs im Darmkrebszentrum
Die Behandlung von Darmkrebs richtet sich maßgeblich nach dem Stadium der Erkrankung, der genauen Lage des Tumors und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten. In vielen Fällen ist eine Heilung möglich - insbesondere, wenn der Tumor frühzeitig erkannt und operativ entfernt wird.
Bei einer Operation wird der Tumor großflächig mitsamt angrenzendem Gewebe und den zugehörigen Lymphknoten entfernt, um auch mögliche Absiedlungen zu entfernen. In frühen Stadien von Darmkrebs kann eine alleinige Operation bereits ausreichend sein. Hier ist in der Regel keine weitere spezifische Therapie notwendig. Trotz erfolgreicher Behandlung sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen entscheidend. Sie dienen der frühzeitigen Erkennung möglicher neuer Tumore und sichern den langfristigen Behandlungserfolg von Darmkrebs.
In fortgeschrittenen Stadien von Darmkrebs kommen zusätzlich systemische Behandlungen zum Einsatz. Dazu zählen Chemotherapie oder - vor allem bei Mastdarmkrebs - auch die Strahlentherapie. In manchen Fällen empfiehlt sich eine Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie schon vor der Operation. Ziel ist es, den Tumor zu verkleinern, das Risiko der Operation zu vermindern und den Schließmuskel möglichst zu erhalten. Um die beste Therapie zu ermöglichen, ist ein enge interdisziplinäre Zusammenarbeit erforderlich. Vor Einleitung einer Behandlung findet eine Fallbesprechung mit den Fachkollegen der beteiligten Bereiche statt (Chirurgie, Gastroenterologie, Onkologie, Strahlentherapie).
Abhängig von der Lage, Größe und Ausbreitung des Tumors kann es erforderlich sein, einen Teil des Darms zu entfernen. In bestimmten Fällen wird ein temporärer künstlicher Darmausgang (Stoma) angelegt, um die Heilung der Darmnaht zu unterstützen. Dieser wird nach etwa zwei bis sechs Monaten in einem kleinen Eingriff wieder zurückverlegt. Anschließend kann die Darmentleerung wieder auf dem natürlichen Wege stattfinden. In manchen Fällen ist ein dauerhafter Darmausgang notwendig.
Ziel der Therapie des Darmkrebses ist es stets, so schonend wie möglich vorzugehen und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu erhalten. Eine frühzeitige Diagnose und individuell abgestimmte Therapie erhöhen die Heilungschancen deutlich und können in vielen Fällen Komplikationen verhindern.
Überblick: Darmkrebs Stadien und Therapiemöglichkeiten
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Darmkrebs Stadium I (oder A)
In Stadium I ist der Tumor auf die inneren Schichten der Darmwand begrenzt. Er kann bereits die Muskelschicht des Darms erreicht haben, hat diese jedoch noch nicht durchbrochen. Die Heilungschancen sind in diesem Stadium besonders gut. In der Regel genügt eine operative Entfernung. In manchen Fällen kann die Entfernung endoskopisch in einer größeren Darmspiegelung erfolgen. Im Anschluss ist eine engmaschige, regelmäßige Nachsorge entscheidend, um eventuelle Tumore frühzeitig zu erkennen.
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Darmkrebs Stadium II (oder B)
Der Tumor hat in Darmkrebs Stadium II bereits Schichten der Darmwand durchdrungen und kann schon die äußeren Darmschichten erreicht haben. Nach einer großflächigen Operation, bei der auch benachbarte Lymphknoten entfernt werden, folgt häufig eine Chemotherapie - insbesondere dann, wenn Lymphbahnen oder Blutgefäße bereits befallen sind. Diese beginnt in der Regel zwei bis sechs Wochen nach dem Eingriff und dauert etwa sechs Monate. Ziel ist es, eventuell bereits im Körper befindliche Krebszellen, die bereits über Blut- oder Lymphweg aus dem Primärtumor ausgewandert sind, zu entfernen. Handelt es sich um ein Karzinom des Enddarms, kann zusätzlich eine Bestrahlung vor der Operation notwendig sein.
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Darmkrebs Stadium III (oder C)
In diesem Darmkrebs-Stadium haben sich Tumorzellen bereits in benachbarte Lymphknoten ausgebreitet. Nach Entfernung des Tumors wird eine Chemotherapie, gegebenenfalls auch eine Strahlentherapie empfohlen. Je nach Lage des Krebses sollten die Therapien schon vor der Operation erfolgen.
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Darmkrebs Stadium IV (oder D)
In diesem Stadium hat der Dick- oder Enddarmtumor Absiedlungen (Metastasen) in andere Organe gestreut. Die Tumorzellen sind über den Blutweg in die Leber, die Lunge oder andere Organe gelangt. Eine Heilung, also eine vollständige und endgültige Entfernung aller Tumorzellen ist jetzt häufig nicht mehr möglich. Daher wird in den meisten Fällen eine palliative Therapie empfohlen. Bei dieser Behandlung steht die Lebensqualität der Patienten an erster und die Lebensdauer an zweiter Stelle. Durch eine operative Entfernung des Tumors, Chemotherapie und Begleitbehandlungen sollen Symptome gelindert werden und Komplikationen durch den Tumor verhindert werden.
Dank moderner, gut verträglicher und wirksamer Medikamente können viele Betroffene trotz fortgeschrittener Erkrankung noch über viele Jahre in diesem Stadium ein gutes Leben führen. Ist die Erkrankung weit fortgeschritten, wird die Symptomlinderung in den Mittelpunkt gestellt. Dabei ist die Zusammenarbeit zwischen Onkologen, Gastroenterologen, Hausärzten und palliativen Pflegediensten wichtig, um die Lebensqualität der Patienten bestmöglich zu erhalten. Diese spezialisierten Fachleute arbeiten im Darmkrebszentrum eng zusammen.
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Chemotherapie
Chemotherapeutische Medikamente hemmen das Wachstum von Krebszellen oder zerstören sie gezielt. In der modernen Onkologie stehen heute mehr als 50 verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung, die individuell je nach Tumorart, Stadium und Gesundheitszustand eingesetzt werden. Je nach Darmkrebs-Erkrankung kann die Chemotherapie sowohl in Tablettenform oder als Infusion erfolgen. Viele neue Präparate haben im Vergleich zu früheren Medikamenten deutlich weniger Nebenwirkungen. Übelkeit und Erbrechen lassen sich damit meist gut kontrollieren, starker Haarausfall kommt eher selten vor. Die Art der Therapie passt der Onkologe individuell auf den Patienten an. Dabei können persönliche Bedürfnisse des einzelnen Patienten berücksichtigt werden.
Eine medikamentöse Darmkrebs-Therapie kann sehr häufig ambulant bei niedergelassenen Onkologen durchgeführt werden. Unsere niedergelassenen onkologischen Kooperationspartner in Köln und Umgebung gewährleisten durch den engen Austausch im Netzwerk unseres Darmkrebszentrums zeitnahe Termine zur Therapieplanung und -einleitung. Sollte es erforderlich sein, die Chemotherapie unter stationären Bedingungen durchzuführen, kann die Therapieeinleitung bei uns erfolgen.
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Biologische Therapieansätze
In den vergangenen Jahren haben neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu innovativen Darmkrebs-Therapien verholfen. Die entwickelten Medikamente wirken gezielt an der Schaltstelle des Tumors und verhindern dadurch das Tumorwachstum. Solche Therapien werden bereits erfolgreich bei der Behandlung von Darmkrebs eingesetzt.
Ihr behandelnder Onkologe informiert Sie über geeignete Angebote und klärt ausführlich über Chancen und Risiken auf. Eine Teilnahme ist nur mit Ihrer schriftlichen Einverständnis möglich. Patienten erhalten dadurch Zugang zu den modernsten Therapieansätzen der modernen Darmkrebs-Therapie.
Darmkrebs FAQ
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Ab wann sollte ich zur Darmkrebsvorsorge gehen?
Für Männer und Frauen wird eine vorsorgliche Darmspiegelung ab dem 50. Lebensjahr empfohlen. Die Vorsorgeuntersuchung wird von den Krankenkassen übernommen.
Bei unauffälligem Befund erfolgt nach zehn Jahren eine wiederholte Darmspiegelung.
Bei familiärer Vorbelastung wird eine Darmspiegelung schon zehn Jahre vor dem Erkrankungsalter des betroffenen Verwandten, spätestens jedoch mit 50 Jahren, empfohlen.
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Was passiert bei einer Darmspiegelung?
Vor einer Untersuchung ist eine gründliche Darmreinigung durch Abführen notwendig, um eine optimale Sicht auf die Darmschleimhaut zu ermöglichen. Auf Wunsch wird die Koloskopie mit beruhigenden Medikamenten oder leichter Sedierung durchgeführt.
Bei einer Darmspiegelung wird der gesamte Dickdarm auf Auffälligkeiten kontrolliert. Dabei können potenzielle Krebsvorstufen wie Polypen direkt entfernt werden. Sollte Ihr Arzt oder Ihre Ärztin bei der Untersuchung eine größere Geschwulst finden, wird eine Gewebeprobe entnommen, die Aufschluss über den Zustand des Gewebes gibt. Auffällige Polypen können während der Untersuchung direkt entfernt und anschließend feingeweblich untersucht werden.
Im Anschluss an die Untersuchung sollten Sie sich einige Tage körperlich nicht zu sehr anstrengen.
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Bedeutet ein positiver Stuhltest automatisch, dass ich Darmkrebs habe?
Ein positiver Stuhltest bedeutet nicht sofort, dass Sie Krebs haben. Die Ursache von Blut im Stuhl muss aber unbedingt ärztlich abgeklärt werden.
Den Stuhltest erhalten Sie bei Ihrem Hausarzt, Gynäkologen oder Urologen.
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Wie schnell erhalte ich Ergebnisse nach einer Vorsorgeuntersuchung auf Darmkrebs?
Direkt nach der Untersuchung kann Ihnen mitgeteilt werden, ob es Auffälligkeiten in Ihrem Darm gibt. Krebsvorstufen können schon während der Untersuchung entfernt werden. Sollte Ihr Arzt oder Ihre Ärztin bei der Untersuchung eine größere Geschwulst finden, wird eine Gewebeprobe entnommen, die Aufschluss über den Zustand des Gewebes geben soll. Das Ergebnis einer solchen Laboruntersuchung erhalten Sie in der Regel nach 3-5 Tagen.
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Muss ich nach der Diagnose Darmkrebs sofort mit der Behandlung beginnen?
Sollten Sie eine Darmkrebs-Diagnose erhalten, wird ein individueller, leitliniengerechter Therapieplan für Sie erstellt. Dies erfolgt mit Fachärzten verschiedener Bereiche in einer Tumorkonferenz. Dadurch wird eine Behandlung für Sie geplant, die auf den modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert und den für Sie optimalen Therapieerfolg sichert.
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Muss bei einer Darmkrebs-OP immer ein künstlicher Darmausgang gelegt werden?
Nein, ein künstlicher Darmausgang ist nur dann notwendig, wenn ein Tumor besonders groß ist und nah am Darmausgang liegt.
In bestimmten Fällen wird ein temporärer künstlicher Darmausgang (Stoma) angelegt, um die Heilung der Darmnaht zu unterstützen. Dieser wird nach etwa zwei bis sechs Monaten in einem kleinen Eingriff wieder entfernt. Anschließend kann die Darmentleerung wieder auf dem natürlichen Wege stattfinden.
Bei sehr tief sitzenden Tumoren, die den Schließmuskel infiltrieren wird ein dauerhafter künstlicher Darmausgang angelegt. Oftmals haben die Patienten vorher bereits eine Inkontinenz und profitieren sogar von dem künstlichen Darmausgang, der Ihnen wieder Kontrolle über die Stuhlregulation gibt.
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Wie wird eine Schilddrüsenunterfunktion behandelt?
Darmkrebs gehört zu den Krebsarten mit den besten Heilungschancen. Voraussetzung ist, dass der Tumor rechtzeitig erkannt wird, um eine optimale Therapie zu beginnen. Je früher Darmkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
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Ist Darmkrebs heilbar?
Bleibt eine Schilddrüsenüberfunktion dauerhaft unbehandelt, kann sie Folgeerkrankungen wie Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach sich ziehen. Daher ist eine Behandlung der Überfunktion auch bei geringen Beschwerden wichtig. Je nach Ursache und Ausprägung der Schilddrüsenüberfunktion kann diese mit Medikamenten, mit einer Operation oder mit einer Radiojod-Therapie behandelt werden.
Ist die Ursache für die Schilddrüsenüberfunktion die Autoimmunerkrankung Morbus Basedow, wird diese häufig zunächst medikamentös behandelt. Für eine dauerhafte Normalisierung der Schilddrüsenfunktion ist jedoch in vielen Fällen eine Operation der Schilddrüse oder eine Radiojodtherapie notwendig. Ist die Schilddrüse durch die Überfunktion stark vergrößert und löst Beschwerden wie Schluck- oder Atemprobleme aus, ist eine Operation, bei der das gesamte Organ entfernt wird, ratsam.
Eine Radiojod-Therapie wird mit radioaktivem Jod durchgeführt, das die überaktiven Zellen der Schilddrüse zerstört. Diese wird häufig bei einer Schilddrüsenautonomie angewandt, bei der die Schilddrüse nicht richtig auf die Signale der Hirnanhangdrüse reagiert. -
Kann ich nach der Behandlung wieder an Darmkrebs erkranken?
Abhängig vom Stadium des Tumors und des Eingriffs, ist es möglich, dass der Krebs wiederkehrt. Um Rückfälle zu vermeiden, sollten Nachsorgeuntersuchungen vor allem in den ersten 5 Jahren nach Therapie wahrgenommen werden.
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Wie wird sich die Darmkrebs-Therapie auf meine Lebensqualität auswirken?
Nach einer Krebsbehandlung können Spät- und Langzeitfolgen auftreten. Zu den häufigsten Beschwerden gehört Fatigue, eine übermäßige Erschöpfung, die oft mit Konzentrationsproblemen einhergeht. Rund die Hälfte aller Krebspatientinnen und Krebspatienten ist davon betroffen.
Manche Betroffene berichten außerdem von Verdauungsproblemen oder Unsicherheiten bei der Ernährung. Nach einer Behandlung von Darmkrebs kann es zudem schwieriger sein, die Darmkontrolle aufrechtzuerhalten. Beckenbodenübungen können dabei helfen, die Muskeln zu stärken und die Kontrolle über den Stuhlgang zu verbessern.
Auch seelische Belastungen sind häufig. Veränderungen in Partnerschaft und Sexualität können weitere Folgen der Erkrankung und Therapie sein. Die Symptome lassen sich oft lindern, zum Bespiel durch regelmäßige Bewegung und Sport, eine ausgewogene Ernährung, Medikamente, psychosoziale Unterstützung und Entspannungstechniken.
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Kann ich eine zweite Meinung zu meiner Darmkrebstherapie einholen?
Natürlich erhalten Sie von uns jederzeit alle Unterlagen um ggf. eine Zweitmeinung einzuholen.
Ebenso steht das Team unseres Zentrums Ihnen jederzeit für eine Zweitmeinung zur Verfügung, wenn Sie in einem anderen Zentrum oder Krankenhaus in Behandlung sind.
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Wo erhalte ich psychosoziale Unterstützung bei der Diagnose Darmkrebs?
Zum Darmkrebszentrum im Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius gehört neben Experten aus Medizin und Pflege auch ein Netzwerk, das Sie (und Ihre Angehörigen) psychosozial begleitet: Von der Diagnose Darmkrebs über die Therapie bis zur Zeit nach der Behandlung stehen Ihnen kompetente und erfahrene Ansprechpartner zur Seite, die Sie beispielsweise in Reha- und sozialrechtlichen Fragen bei der Diagnose Darmkrebs beraten und Sie im Umgang mit der Erkrankung unterstützen. Neben dem Case-Management des Krankenhauses gehört dazu auch die Krebsberatungsstelle in unserem Haus über den Verein LebensWert e.V., die Termine in unserem Haus anbietet.
Enge Vernetzung des Darmkrebszentrums im Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius
Durch eine enge Vernetzung von Spezialisten und Therapeuten wird im Darmkrebszentrum eine umfassende Betreuung nach aktuellem Behandlungsstandard sichergestellt. Gewährleistet wird dies durch Gastroenterologie, Viszeralchirurgie, Onkologie, Radiologie und Pathologie. Pflegefachkräfte, Physiotherapeuten und Palliativmediziner und weitere Spezialisten des Zentrums sind speziell für die Behandlung von Menschen mit Darmkrebs ausgebildet und berücksichtigen selbstverständlich die neuesten diagnostischen und therapeutischen Methoden sowie die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Patienten.
Info-Video zu Krebserkrankungen des Darms
Viszeralmedizinisches Tumorzentrum Köln
Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius
Betriebsstelle Krankenhaus der Augustinerinnen
Jakobstraße 27-31 | 50678 Köln-Südstadt