PCH_Brust.jpeg
Doctolib

Brustoperationen

Eine runde und wohlgeformte Brust ist für viele ein Kennzeichen von Weiblichkeit. Schwangerschaften, Gewichtsveränderungen und der natürliche Alterungsprozess können sich jedoch auf die Elastizität des Gewebes, die Haut und Form und somit das Aussehen der Brust auswirken.
In der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie bieten wir Ihnen zahlreiche Möglichkeiten, Ihre Brust nach Ihren individuellen Wünschen zu formen.
Zudem bieten wir Brustkrebspatientinnen, deren Brust dem Krebs Tribut zollen musste, die Möglichkeit mit einer „neuen“ Brust sich wieder auch äußerlich weiblich im eigenen Körper zu fühlen. Dabei wenden wir u.a. die DIEP-Lappenplastik an, um eine Rekonstruktion aus Eigengewebe herzustellen.
Patientinnen und Patienten, die in ihrer Geschlechtsidentität ankommen möchten, finden bei unseren Expertinnen und Experten der Brustchirurgie Rat und Fachwissen. Bei der sogenannten „Top Surgery“ bieten wir Ihnen den Aufbau der weiblichen Brust, sowie aber auch die Entfernung (Mastektomie). 
 

Brustverkleinerung

Während manche Frauen mit einer subjektiv als klein empfundenen Brust hadern, gibt es auf der anderen Seite auch Frauen, die unter einer zu großen Brust leiden. Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen können die Folge sein, wodurch zusätzlich Haltungsschäden begünstigt werden können. Außerdem klagen Betroffene darüber, im Alltag eingeschränkt zu sein und darüber, dass sie nicht jeden Sport ausüben können. Auch Hautreizungen in der Unterbrustfalte sowie das Einschnüren von BH-Trägern sind typische Probleme.
Mit einer Brustverkleinerung (Mammareduktion) helfen wir Ihnen, indem wir Ihre große und oft als belastend empfundene Brust verkleinern und gleichzeitig eine harmonische, zu Ihrem Körper für Sie passende und harmonische Form herstellen.
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, eine weibliche Brust zu verkleinern. Alle haben sie gemeinsam, dass Fett- und Drüsengewebe entfernt werden und je nachdem auch Haut entfernt wird, um eine gleichzeitige Straffung zu erzielen. Der Unterschied zwischen den einzelnen Angehensweisen ist jeweils die Art der Schnittführung. Welche Methode in Ihrem individuellen Fall gewählt wird, besprechen wir gerne mit Ihnen nach einer ausführlichen Untersuchung Ihrer Brust im persönlichen Gespräch.

Bei einer Mammareduktion ist die Ästhetik für die betroffenen Frauen oft nur sekundär von Bedeutung. Vielmehr geht es darum, körperliche Beschwerden zu reduzieren oder gar zu beseitigen.

Auch Männer können von einer zu großen Brust (umgangssprachlich auch als Männerbusen bezeichnet) betroffen sein. Bei der Gynäkomastie handelt es sich um einen ästhetischen Eingriff, bei dem gutartig vergrößertes Brustdrüsengewebe und/oder Fettgewebe (handelt es sich nur um Fettgewebe, das nicht auf Diäten und Sport anspricht, spricht man von einer sogenannten Pseudogynäkomastie) entfernt wird. 
Je nach Ausgangssituation wird zunächst das diätresistente Fettgewebe abgesaugt und anschließend über einen Schnitt an der Brustwarze das überschüssige Drüsengewebe herausgeschnitten. Diese Operation findet unter Vollnarkose statt. In leichten Fällen kann eine ambulante Absaugung des Drüsenkörpers ausreichen.
Nach dem Eingriff ist das Tragen eines Kompressionsmieders erforderlich.
Welcher Eingriff bei Ihrem Männerbusen ratsam ist, besprechen wir gerne gemeinsam mit Ihnen in einem persönlichen Gespräch.
 

Brustvergrößerung

Die Brustvergrößerung gehört zu den beliebtesten ästhetischen Eingriffen weltweit. Frauen, die sich eine vollere oder harmonischere Brust wünschen, haben heute verschiedene Möglichkeiten. Besonders gefragt sind auch bei uns in der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie die Brustvergrößerung mit Eigenfett sowie die Brustvergrößerung mit Implantaten. Beide Methoden bieten unterschiedliche Vorteile und eignen sich je nach individuellen Voraussetzungen.
Bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett wird körpereigenes Fett verwendet. Dieses entnehmen wir meist aus Bereichen wie Bauch, Hüfte oder Oberschenkeln, bereiten es auf und injizieren es anschließend in Ihre Brust. Sollten Sie das wünschen, lässt sich der Eingriff auch mit einer weiterführenden Liposuktion kombinieren.
Eine Brustvergrößerung mit Eigenfett hat den Vorteil, dass das Ergebnis in Hinblick auf Form und Gefühl sehr natürlich ist und keine Implantate, also Fremdkörper eingesetzt werden, was das Risiko einer Abstoßung reduziert. 
Mit der Brustvergrößerung mit Eigenfett lässt sich die Brust um ½ bis zu einem Körb-chen vergrößern. Es kann allerdings passieren, dass der Körper einen Teil des injizierten Fettes im Laufe der Zeit abbaut, was eventuell eine Wiederholung des Eingriffs nach sich ziehen könnte.

Bei der „klassischen“ Brustvergrößerung werden Implantate verwendet, um das Volumen der Brust zu vergrößern. Diese können über oder unter dem Brustmuskel eingesetzt werden. 
Die Operation für die Implantation unter dem Brustmuskel ist zwar aufwändiger, verspricht jedoch ein natürlicheres Aussehen. Hierzu wenden unsere Expertinnen und Experten zwei unterschiedliche Schnittmethoden an, beide führen zu beinahe unsichtbaren Narben. Der submammäre Schnitt wird in der Unterbrustfalte gesetzt, der periareoläre Zugang führt über die Brustwarze. Hier ist also die Möglichkeit einer sichtbaren Narben noch geringer. Allerdings besteht das Risiko, dass dadurch die Empfindsamkeit der Brustwarze beeinträchtigt wird.
Für ein besonders natürliches Ergebnis und gleichzeitiger Stabilität kann ein sogenannter „Innerer BH“ zum Einsatz kommen. Dabei wird das Implantat von gleich vier Muskeln umgeben und gehalten.

In der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie nutzen wir ausschließlich Implantate von namhaften Herstellern. Welche Form und Größe für Sie in Betracht kommt, entscheiden wir in einem ausführlichen Beratungsgespräch. Dabei besprechen wir Ihre persönlichen Wünsche, was Sie erzielen möchten und hinsichtlich Proportionen, um eine harmonische Körpersilhouette zu erreichen.
 

Bruststraffung

Die Bruststraffung, auch als Mastopexie bezeichnet, ist ein bewährter Eingriff, um die Brust anzuheben und neu zu formen. Im Laufe des Lebens kann das Brustgewebe durch Faktoren wie Schwangerschaft, Stillzeit, Gewichtsverlust oder den natürlichen Alterungsprozess an Spannkraft verlieren. Eine Bruststraffung hilft, die Brust wieder jugendlicher und straffer erscheinen zu lassen.
Bei einer Bruststraffung wird überschüssige Haut entfernt und das vorhandene Brustgewebe neu modelliert. Ziel ist eine ästhetisch ansprechende, symmetrische und feste Brustform. In vielen Fällen wird auch die Position der Brustwarze korrigiert, um ein harmonisches Gesamtbild zu erreichen.

Je nach Ausgangssituation kommen unterschiedliche Schnitttechniken zum Einsatz, etwa:
Periareoläre Straffung: Hierbei wird ein Hautstreifen um die Brustwarze herum entfernt und anschließend vernäht. Diese Schnitttechnik eignet sich besonders, wenn nicht viel Gewebe entfernt werden muss.
T-Schnitt (Ankertechnik): Es wird um die Brustwarze und anschließend vertikal nach unten bis zur Brustfalte und anschließend dort nach links und rechts geschnitten geschnitten. Das ermöglicht sowohl inneres als auch äußeres Gewebe zu entfernen und das bestmögliche Straffungsergebnis zu erzielen.
L-Schnitt: Diese Schnitttechnik ähnelt dem T-Schnitt. Allerdings wird in der Brustfalte nicht in beide Richtungen geschnitten, sondern nur in Richtung Achsel.
Die Bruststraffung kann auf Wunsch mit weiteren Verfahren kombiniert werden, um das Ergebnis zu optimieren:
Brustvergrößerung mit Implantaten für mehr Volumen
Brustvergrößerung mit Eigenfett für ein besonders natürliches Ergebnis
Brustverkleinerung, wenn zusätzlich überschüssiges Gewebe entfernt werden soll
„Innerer BH“ um einem erneuten Absinken der Brust vorzubeugen

Welche Art des Eingriffs die beste ist, um Ihre Vorstellungen und Wünsche umzusetzen, besprechen wir gerne mit Ihnen in einem ausführlichen Beratungsgespräch.
 

Der „Innere BH“

Der sogenannte „Innere BH“ ist eine innovative Methode, die auch in unserer Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie zum Einsatz kommt. Sie sorgt bei Brustoperationen für zusätzliche Stabilität und Halt. Besonders bei Bruststraffungen und Brustvergrößerungen kommt diese Technik zum Einsatz, um das Operationsergebnis langfristig zu sichern und ein erneutes Absinken der Brust zu verhindern.

Der Innere BH ist keine klassische Unterwäsche, sondern eine chirurgische Technik. Dabei wird während der Operation eine Art stabilisierende Struktur im Inneren der Brust geschaffen. Diese kann entweder aus körpereigenem Gewebe oder aus speziellen, bio-kompatiblen Materialien bestehen.
Ziel ist es, das Brustgewebe zu stützen und die Form dauerhaft zu erhalten – ähnlich wie ein BH, jedoch von innen.
Es gibt verschiedene Techniken, um einen Inneren BH zu realisieren:
- Innerer BH aus Eigengewebe: Hierbei wird vorhandenes Brustgewebe so umgeformt, dass es eine stützende Funktion übernimmt. Diese Methode ist besonders natürlich, da kein Fremdmaterial verwendet wird.
- Innerer BH mit Netz (Mesh): In einigen Fällen werden spezielle chirurgische Netze eingesetzt. Diese bestehen aus resorbierbaren oder dauerhaften Materialien und dienen als unsichtbares Stützgerüst für die Brust.
Bei einer Brustvergrößerung mit innerem BH wird das Implantat unter dem Brustmuskel platziert und so von insgesamt vier Muskeln umgeben, dass es nicht mehr verrutschen kann. Außerdem wird durch diese Technik das Risiko einer Verkapselung des Implantats reduziert.
Bei der Bruststraffung mit innerem BH wird nach der Entfernung des überschüssigen Gewebes Drüsengewebe gelöst und so vernäht, dass die Brust im Anschluss nicht mehr absinken kann.

Welche Methode für Sie und Ihre persönlichen Vorstellungen infrage kommt, besprechen wir in einem ausführlichen Beratungsgespräch mit Ihnen.
 

DIEP-Lappenplastik

Die DIEP-Lappenplastik (Deep Inferior Epigastric Perforator Flap) ist eine hochmoderne Methode zur Brustrekonstruktion mit Eigengewebe. Sie wird vor allem nach einer Brustentfernung, beispielsweise infolge von Brustkrebs, eingesetzt und ermöglicht ein besonders natürliches Ergebnis – ganz ohne Implantate.

Bei der DIEP-Lappenplastik wird Haut- und Fettgewebe aus dem Unterbauch entnommen und zur Rekonstruktion der Brust verwendet. Im Gegensatz zu älteren Methoden bleibt die Bauchmuskulatur vollständig erhalten. Lediglich die feinen Blutgefäße (Perforatoren) werden präpariert und mit den Gefäßen im Brustbereich mikrochirurgisch verbunden.
Das Ergebnis ist eine natürlich aussehende und sich natürlich anfühlende Brust, da ausschließlich körpereigenes Gewebe verwendet wird. Sie kann ganz nach Ihren Wünschen und passend zu Ihrer Körpersilhouette geformt werden.
Die DIEP-Lappenplastik ist ein anspruchsvoller mikrochirurgischer Eingriff, der mehrere Stunden dauert und ein spezialisiertes chirurgisches Team mit viel Erfahrung in der Mikrochirurgie erfordert. 
 

Top Surgery

Die sogenannte Top Surgery ist ein zentraler Bestandteil der geschlechtsangleichenden medizinischen Versorgung von Transpersonen. Sie umfasst chirurgische Eingriffe im Brustbereich, die darauf abzielen, den Körper an die empfundene Geschlechtsidentität anzupassen. Während bei transmännlichen Personen in der Regel eine Mastektomie durchgeführt wird, kann bei transfemininen Personen ein Brustaufbau erfolgen. Ziel ist es, ein körperliches Erscheinungsbild zu schaffen, das mit der eigenen Identität im Einklang steht. 
Für viele Transpersonen stellt die Top Surgery einen bedeutenden Schritt auf ihrem individuellen Weg dar. Sie kann dazu beitragen, Geschlechtsdysphorie zu reduzieren, das Selbstbild zu stärken und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Dabei ist der Eingriff nicht nur als ästhetische Maßnahme zu verstehen, sondern als medizinisch und psychosozial relevante Behandlung, die sorgfältige Planung, Aufklärung und Nachsorge erfordert.

Die Mastektomie bei transmännlichen Personen ist ein zentraler Bestandteil der geschlechtsangleichenden Behandlung. Sie dient dazu, das Brustgewebe zu entfernen und eine maskuline Brustkontur zu schaffen.
Ziel der Operation ist nicht nur die Entfernung der Brust, sondern auch ein ästhetisch stimmiges Ergebnis. Dazu gehören die Anpassung der Haut, die Positionierung und Verkleinerung der Brustwarzen sowie die Formung eines natürlich wirkenden männlichen Brustkorbs. Je nach individueller Ausgangssituation – etwa Brustgröße, Hautelastizität und Körperbau – kommen unterschiedliche Operationstechniken zum Einsatz. Häufig angewendet werden die periareoläre Methode (bei kleiner Brust) oder die doppelte Inzision mit freier Transplantation der Brustwarzen (bei größerem Brustvolumen).
Voraussetzung für den Eingriff sind in vielen Fällen eine gesicherte Diagnose einer Geschlechtsdysphorie sowie eine entsprechende Indikationsstellung durch Fachärztinnen und -ärzte oder Therapeutinnen und Therapeuten. In Deutschland übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten unter bestimmten Bedingungen, etwa nach Vorlage psycho-therapeutischer Gutachten und einer gewissen Dauer der Begleittherapie.

Transweiblichen Personen, die sich eine weibliche Brust wünschen, um in ihrem Körper anzukommen und diese Weiblichkeit auch nach außen tragen zu können, kann mit einer Mammaaugmentation geholfen werden, wenn die vorangegangene Hormontherapie nicht das gewünschte Brustvolumen gebracht hat.
Beim Brustaufbau bzw. der Brustvergrößerung gibt es die Möglichkeit auf Implantate bzw. Eigenfett zu setzen. Diese Methoden unterscheiden sich in der erreichbaren Körbchengröße (bei der Vergrößerung mit Eigenfett (Lipofilling) kann ein Aufstieg um ein halbes bis zu einem Körbchen erzielt werden) und Optik.
Weitere Informationen rund um die Brustvergrößerung mit Eigenfett und Implantaten

In der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie bieten wir eine große Bandbreite an Eingriffen an der Brust an. Welche Variante für Sie in Betracht kommt, hängt ganz vom gewünschten Ergebnis, der Ausgangsposition und den körperlichen Begebenheiten (ist beispielsweise genügend Körperfett für eine Vergrößerung durch Eigenfett vorhanden) ab. In einem ausführlichen Beratungsgespräch besprechen wir Ihre Wünsche, klären Sie über Vorteile und Risiken auf und helfen Ihnen, in Ihrem weiblichen Körper anzukommen.
 

Department Genderaffirmative Brustchirurgie und Rekonstruktive Thoraxchirurgie

unter der Leitung von Dr. Yasmin Molter

Dr_Yasmin_Molter.jpg

Unser Department für genderaffirmative Brustchirurgie bietet Menschen eine spezialisierte, individuell abgestimmte chirurgische Versorgung im Rahmen ihrer geschlechtlichen Transition. Im Mittelpunkt stehen dabei die persönlichen Wünsche, die körperlichen Voraussetzungen und die individuellen Vorstellungen unserer Patientinnen und Patienten.
Geleitete wird das Department von unserer Oberärztin Dr. Yasmin Molter.

FAQ Brustoperationen