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Interventionelle Kardiologie

Diagnostik und Therapie im Herzkatheterlabor

Was ist interventionelle Kardiologie?

Die interventionelle Kardiologie behandelt Herzerkrankungen - anders als die konservative Kardiologie - von innen: Mit dünnen Schläuchen (Kathetern), die über ein Blutgefäß am Handgelenk oder in der Leiste bis zum Herzen geführt werden, können zum einen Untersuchungen vorgenommen werden, die von außen weniger präzise Ergebnisse bringen würden. Zum anderen können bestimmte Herzerkrankungen über den Katheter direkt behandelt werden, ohne dass dafür eine offene Operation nötig ist.

Untersuchungen im Herzkatheterlabor

Diese Untersuchungen führt das Team der interventionellen Kardiologie im Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius (Betriebsstelle Severinsklösterchen) durch:

  • Rechtsherz-Katheter 
    Über einen dünnen Schlauch werden die rechte Herzhälfte und die Lungenarterie dargestellt (mit Drucksenkungsprotokoll bei pulmonaler Hypertonie).
  • Linksherz-Katheter 
    Die linke Herzhälfte und die Herzkranzgefäße werden mittels eines dünnen Schlauches von innen untersucht. 
  • Myokardbiopsie
    Über den Katheter wird eine kleine Gewebeprobe aus dem Herzmuskel entnommen beispielsweise bei Verdacht auf eine Herzmuskelentzündung.
  • Intravaskulärer Ultraschall (IVUS)
    Zur genaueren Beurteilung der Herzkranzgefäße wird ein sehr kleiner Ultraschallkopf über den Katheter in ein Blutgefäß eingeführt, beispielsweise um Ablagerungen oder Verengungen besser beurteilen zu können. 
  • Messung der fraktionellen Koronarflussreserve (FFR)
    Über einen Drucksensor, der über den Katheter eingeführt wird, wird überprüft, ob eine Verengung eines Herzkranzgefäßes den Blutfluss relevant beeinträchtigt. 
  • Optische Kohärenz-Tomographie (OCT)
    Über den Katheter wird eine kleine Kamera eingeführt, über die ein Herzkranzgefäß sehr detailliert untersucht werden kann, beispielsweise auf Größe und Beschaffenheit einer Engstelle oder auf Komplikationen wie kleine Gefäßverletzungen. 

Eingriffe im Herzkatheterlabor

Diese Engriffe/Interventionen führt das Team der interventionellen Kardiologie im Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius (Betriebsstelle Severinsklösterchen) durch:

  • Interventionelle Therapie der Koronargefäße inkl. Therapie bei chronischem Verschluss der Koronararterien (CTO)
  • Implantation von Koronarstents inkl. bioresorbierbaren Gefäßgerüsten (BVS)
  • Implantation von Herzschrittmachern
  • Implantation von interne kardiale Defibrillatoren (ICD)
  • Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT)
  • Implantation von Transkatheter-Aortenklappen (TAVI), in Kooperation mit der Uniklinik Köln
  • Wozu eine Linksherzkatheteruntersuchung?

    Diagnostische Möglichkeiten wie EKG oder Ultraschalluntersuchungen des Herzens können Hinweis darauf geben, ob eine Erkrankung des Herzmuskels, der Herzklappen oder eine Verengung der Herzkranzgefäße (Koronargefäße) vorliegen könnte. Sicherheit gibt bei einem Verdacht auf eine solche Erkrankung aber nur eine Herzkatheteruntersuchung, da hierbei das Herz und die Koronargefäße von innen sichtbar gemacht werden und so eine sichere Diagnose ermöglicht wird.

  • Was passiert bei einer Herzkatheteruntersuchung?

    Um die Herzkrankgefäße und das Herz im Detail untersuchen zu können, wird zunächst über die Leisteaterie oder eine der Unterarmaterien unter örtlicher Betäubung ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) bis zum Herz eingeführt. Über diesen Katheter wird anschließend Kontrastmittel eingebracht. Zudem können verschiedene Kreislaufmessungen durchgeführt werden. Über Röntgenaufnahmen des Herzens aus verschiedenen Richtungenwird erkennbar, an welchen Stellen Verengungen der Koronargefäße vorliegen, ob die Herzklappen richtig funktionieren und ob die Pumpleistung des Herzmuskels krankhaft verändert ist.

  • Wie können Verengungen der Herzkranzgefäße während der Untersuchung im Linksherzkatheter behandelt werden?

    In vielen Fällen können diagnostizierte Verengungen (Stenosen) der Koronararterien direkt behandelt werden:

    • Ballondilation: Bei einer Ballondilation werden Verengungen der Herzkranzgefäße geweitet. Dazu wird über den bereits gelegten Katheter ein zusätzlicher Ballonkatheter eingeführt und in die Engstelle vorgeschoben. Durch Anlegen eines Druckes dehnt sich der Ballon dieses Katheters aus und weitet so die Engstelle. 
    • Stenteinlage: In den meisten Fällen wird anschließend eine Gefäßstütze  (Stent) eingesetzt, die die Herzkranzaterie zusätzlich abstützt und dafür sorgt, dass die Engstelle dauerhaft geöffnet bleibt. Da Sie während der Untersuchung lediglich eine lokale Betäubung benötigen, kann Ihr Arzt Sie während der Untersuchung über therapeutische Maßnahmen, die durchgeführt werden, informieren.
  • Was passiert nach der Herzkatheter-Untersuchung?

    Sobald der Katheter entfernt ist, wird die entsprechende Zugangsstelle mit einem Druckverband versorgt. 

  • Ihre Sicherheit – unsere Herzensangelegenheit

    Eine Herzkatheteruntersuchung ist ein komplikationsarmes Untersuchungsverfahren von sehr großem diagnostischem und therapeutischem Wert. Zusätzlich haben Sie im Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius (Betriebsstelle Severinsklösterchen) die Sicherheit, von einem erfahrenen und kompetenten Team behandelt und mit modernster Technik untersucht zu werden.