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Herzinfarkt

Bestmögliche Versorgung bei Verdacht auf Herzinfarkt

Herzinfarkt: ein akuter medizinischer Notfall

Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verschlossen ist. In der Folge erhält ein Teil des Herzmuskels nicht mehr ausreichend Sauerstoff und kann dadurch geschädigt werden. 

Warnzeichen eines Herzinfarktes

Folgende Symptome können auf einen Herzinfarkt hinweisen und müssen schnellstmöglich untersucht werden: 

  • Schmerzen und Druckgefühl in der Brust 
  • Ausstrahlung der Schmerzen in Arm, Schulter, Rücken, Kiefer oder Oberbauch
  • Atemnot
  • kalter Schweiß, Blässe 
  • Übelkeit
  • starke Unruhe, Angst oder ein plötzliches Schwächegefühl

Die Symptome sind nicht immer eindeutig und besonders bei älteren Menschen, Frauen und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen häufig eher diffus. 

Wie wird ein Herzinfarkt behandelt?

Bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute, um die Schädigung des Herzmuskels zu verhindern oder zu reduzieren. Das verschlossene Herzkranzgefäß muss schnellstmöglich geöffnet werden. Dazu wird im Herzkatheterlabor über einen dünnen Schlauch (Katheter) ein kleiner Ballon in das verschlossene Gefäß eingeführt und geöffnet. Durch den Druck wird der Verschluss gelöst; anschließend wird ein Stent eingesetzt, der das Gefäß dauerhaft offen hält. Medikamente verhindern zusätzlich die Bildung weiterer Blutgerinnsel und entlasten das Herz. 

Nach der Akutbehandlung des Herzinfarktes folgt meist eine Rehabilitation, außerdem sind regelmäßige Kontrollen und langfristige medikamentöse Behandlung notwendig. Zur Vorbeugung eines weiteres Herzinfarktes können Anpassungen des Lebensstils notwendig sein (Ernährung, Nikotinverzicht, Bewegung). 

Kölner Infarkt Modell: schnelle und qualifizierte Versorgung bei Verdacht auf Herzinfarkt

Ein Herzinfarkt ist ein akuter medizinischer Notfall, der schnelles Handeln erforderlich macht. Dabei zählt jede Minute - um das Leben des Betroffenen zu retten, aber auch um Folgeschäden eines Herzinfarktes zu verhindern bzw. zu begrenzen.

Für die Sicherstellung einer bestmöglichen Versorgung von Patienten mit akutem Herzinfarkt gibt es das Kölner Infarkt Modell (KIM): Rettungsdienst und Krankenhäuser haben dieses Kooperationsprojekt ins Leben gerufen, um eine schnelle und qualifizierte Versorgung von Patienten mit Herzinfarkt sicherzustellen und kontinuierlich weiterzuentwickeln. 

Das Ziel ist dabei, dass die verschlossenen Gefäße, die einen Herzinfarkt verursachen, innerhalb von 90 Minuten wieder geöffnet werden. Diese Öffnung wird in einem Herzkatheterlabor vorgenommen. Der Rettungsdienst bringt Patienten mit einem Verdacht auf Herzinfarkt daher in eines der Krankenhäuser in der Stadt, die über ein Herzkatheterlabor verfügen und für dieses eine 24/7-Notfallbereitschaft vorhalten. In der Betriebsstelle Severinsklösterchen des Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius sind diese Vorraussetzungen erfüllt, so dass Patienten mit dem Verdacht auf einen Herzinfarkt hier schnell, qualifiziert und rund um die Uhr an jedem Tag im Jahr versorgt werden können.