Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Herzens

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Erkrankungen des Herzens werden in allen drei Augustinerinnen Krankenhäusern konservativ diagnostiziert und behandelt. Sollte eine Untersuchung im Herzkatheterlabor und/oder ein Eingriff notwendig sein, arbeiten die Teams der Betriebsstelle St. Antonius und des Cellitinnen-Krankenhauses St. Hildegardis eng mit dem Team der interventionellen Kardiologie in der Betriebsstelle Severinsklösterchen zusammen. 

Häufige Herz-Kreislauf-Erkrankungen/Erkrankungen des Herzens

  • Brustschmerzen

    Brustschmerzen können vielfältige Ursachen haben. Beispielsweise können Schädigungen oder Erkrankungen der Wirbelsäule in den Brustraum ausstrahlen, aber auch Entzündungen der Speiseröhre oder des Rippenfells können Brustschmerzen bewirken. Brustschmerzen können jedoch auch auf einen Herzinfarkt oder eine Durchblutungsstörung der Herzmuskulatur (Angina pectoris) hinweisen. In der Chest Pain Unit der Betriebsstelle Severinsklösterchen werden Patienten mit Brustschmerzen in einer 24/7-Bereitschaft untersucht, um den Verdacht auf diese Erkrankungen auszuschließen. Sind Verengungen der Herzkranzgefäße ursächlich für die Brustschmerzen, können diese während der Untersuchung direkt behandelt werden. 

  • Herzschwäche

    Viele Erkrankungen des Herzens, wie Herzklappenerkrankungen, Durchblutungsstörungen des Herzens, Erkrankungen des Herzbeutels oder eine Herzmuskelverdickung können zu einer reduzierten Leistungsfähigkeit des Herzmuskels führen, zu einer sogenannten Herzinsuffizienz. 

    Symptome einer Herzinsuffizienz können 

    • Luftnot

    • Wasseransammlungen in den Unterschenkeln und an den Knöcheln 

    • Unwohlsein bei flachem Liegen sein. 

    Behandlung von Herzschwäche

    Liegt eine Grunderkrankung vor, die die Herzschwäche verursacht, beispielsweise Bluthochdruck, Herzkranzgefäßverengungen oder Herzrythmusstörungen, müssen diese zunächst behandelt werden. Je nach Ursache und Ausprägung kann eine Herzschwäche mit Medikamenten gut behandelt werden. Dazu zählen Präparate wie ACE-Hemmer, Betablocker, entwässernde Medikamente oder SGLT2-Hemmer. Diese Medikamente müssen schrittweise eingestellt werden. dabei werden Blutdruck, Nierenfunktion und Kaliumwerte überwacht, um die für den Patienten individuell passende Kombination der Medikamente zu finden. 
    Zusätzliche Maßnahmen wie ein regelmäßiges angepasstes Training und eine Anpassung der Lebensweise (Nikotinverzicht, wenig Alkohol, strikte Medikamenteneinnahme) helfen ebenfalls dabei, die Beschwerden durch die Herzinsuffizienz zu reduzieren. 

  • Bluthochdruck

    Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) macht häufig lange keine Beschwerden. Der dauerhaft zu hohe Druck in den Blutgefäßen bedeutet aber, dass Herz und Gefäße stärker arbeiten müssen, in der Folge steigt bei Bluthochdruck das Risiko für Schlaganfälle, Herzschwäche und Schäden an Augen und Nieren. 

    Diese Symptome können auf Bluthochdruck hinweisen: 

    • Kopfschmerzen oder Schwindel
    • Ohrensausen
    • Nasenbluten
    • Herzklopfen
    • Kurzatmigkeit oder Leistungsminderung

    Eine 24-Stunden-Blutdruckmessung gibt Aufschluss darüber, ob Bluthochdruck Ursache dieser Symptome ist oder ob andere Gründe vorliegen.

    Behandlung von Bluthochdruck

    Ist Bluthochdruck diagnostiziert, wird die Therapie je nach Höhe des Blutdrucks, möglichen Begleiterkrankungen und persönlichem Risiko aufgestellt. 
    Mögliche Behandlungsmaßnahmen bei Bluthochdruck sind: 

    • Regelmäßige Bewegung wie Schwimmen oder Radfahren
    • bei Übergewicht: Gewichtsreduktion
    • ausgewogene und salzarme Ernährung
    • Verzicht auf Nikotin und Alkohol
    • Stressreduktion und ausreichender Schlaf

    Können diese Maßnahmen den Blutdruck nicht deutlich und dauerhaft senken, kommen blutdrucksenkende Medikamente wie ACE-Hemmer, Sartane, Kalziumkanalblocker oder entwässernde Medikamente - oft in Kombination - zum Einsatz.

  • Herzrhythmusstörungen

    Herzrhythmusstörungen entstehen, wenn das Herz unregelmäßig, zu schnell oder zu langsam schlägt. Manchmal handelt es sich nur um einzelne zusätzliche Herzschläge (Extrasystolen). Viele Herzrhythmusstörungen sind harmlos. Beeinträchtigen die Rhythmusstörungen jedoch den Kreislauf oder erhöhen das Risiko weiterer Erkrankungen, beispielsweise für einen Schlaganfall, müssen sie behandelt werden. Eine häufige Form ist das Vorhofflimmern. 

    Symptome einer Herzrhythmusstörung können sein: 

    • Herzklopfen, Herzrasen oder Herzstolpern
    • unregelmäßiger Puls
    • Schwindel oder Benommenheit
    • Müdigkeit und verminderte Belastbarkeit
    • Atemnot oder Druckgefühl im Brustkorb
    • kurze Bewusstlosigkeit

    Ob diese Symptome wirklich Herzrhythmusstörungen als Ursache haben, wird über ein (Langzeit)-EKG oder weitere Herzuntersuchungen abgeklärt. 

    Behandlung von Herzrhythmusstörungen 

    Sind Herzrhythmusstörungen nicht harmlos und müssen behandelt werden, kommen dafür - je nach Ursache und Ausprägung der Herzrhythmusstörungen - folgende Maßnahmen zum Einsatz: 

    • Behandlung der Ursache der Herzrhythmusstörungen (Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankungen, Störungen des Salzhaushaltes…)
    • Anpassung der Lebensweise (Stressreduktion, Verzicht auf Nikotin, Reduzierung des Koffein- und Alkoholkonsums)
    • Mediakamente gegen Herzrhythmusstörungen 
    • elektrische Kardioversion: Herstellung des normalen Herzrhythmus durch einen kurzen Stromimpuls
    • bei dauerhaft oder wiederholt zu niedrigem Herzschlag: Einsetzen eines Herzschrittmachers

Herzerkrankungen als Begleit- und Folgeerkrankungen

Viele Erkrankungen, beispielsweise Lungenerkrankungen oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes gehen häufig mit Erkrankungen des Herzens einher. Im Cellitinnen-Krankenhaus St. Hildegardis und in der Betriebsstelle St. Antonius des Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius stehen alle konservativen Verfahren zur Abklärung von Herzerkrankungen zur Verfügung und die Therapieeinleitung oder -anpassung wird von Fachärzten für Kardiologie aus dem internistischen Ärzteteam durchgeführt. Für notwendige Untersuchungen oder Eingriffe im Herzkatheterlabor, beispielsweise zur Untersuchung der Herzkranzgefäße, arbeiten die Teams hausübergreifend eng mit den Spezialisten der interventionellen Kardiologie in der Betriebsstelle Severinsklösterchen zusammen. 


Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius (Betriebsstelle Severinsklösterchen)
Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin

Chefarzt Prof. Dr. Ingo Ahrens

Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius (Betriebsstelle St. Antonius)
Klinik für Gastroenterologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin

Chefarzt Dr. Thomas Klementz

Cellitinnen-Krankenhaus St. Hildegardis
Klinik für Gastroenterologie, Diabetologie, Allgemeine Innere Medizin

Chefarzt Dr. Peter Loeff