Fehlgeburten (Abort)
Verlässlich begleitet bei Schwangerschaftsverlust
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Klinik ist die Begleitung von Patientinnen nach einer Fehlgeburt. In dieser emotional belastenden Zeit stehen neben der medizinischen Versorgung vor allem eine respektvolle Betreuung und Zeit für individuelle Bedürfnisse im Mittelpunkt.
Wir schaffen einen geschützten Rahmen, in dem gemeinsam entschieden wird, welcher Weg für Sie medizinisch und persönlich der richtige ist. Unser Team aus Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften begleitet Sie während des gesamten Prozesses und steht Ihnen jederzeit für Fragen zur Verfügung.
Auf Wunsch können Gespräche mit dem Seelsorge-Team zur Trauerverarbeitung angeboten oder der Kontakt zu spezialisierten Beratungsstellen vermittelt werden.
Anzeichen für eine Fehlgeburt
Kommt es in einer Schwangerschaft zu Blutungen, Bauchkrämpfen, Fieber, Schüttelfrost und einem Krankheitsgefühl, sollten Sie unbedingt eine gynäkologische Praxis aufsuchen. Blutungen und Bauchkrämpfe können in der Frühschwangerschaft oft vorkommen und sind nicht zwingend ein Zeichen für eine Fehlgeburt.
Nicht immer haben Frauen solche äußerlichen Anzeichen. In manchen Fällen wird bei Untersuchungen festgestellt, dass der Fetus nicht an Größe zugenommen hat oder das Herz aufgehört hat zu schlagen.
Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft (vor der 12. Schwangerschaftswoche)
Je nach medizinischer Lage und persönlichem Befinden gibt es unterschiedliche Wege mit einer Fehlgeburt umzugehen. Als Fehlgeburt bezeichnet man den Verlust einer Schwangerschaft vor der 12. Schwangerschaftswoche oder mit weniger als 500g Körpergewicht.
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Abwartendes Vorgehen
In einigen Fällen, insbesondere bei sehr früh eingetretener Fehlgeburt, ist es möglich, den natürlichen Verlauf abzuwarten. Dabei löst sich das Schwangerschaftsgewebe selbstständig aus dem Körper. Diese Vorgehensweise kann sinnvoll sein, wenn keine akute medizinische Notwendigkeit für ein Eingreifen besteht. Bei dem Abgang kann es zu menstruationsartigen Schmerzen kommen, die mit Schmerzmitteln gelindert werden können.
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Medikamentöse Abortinduktion
Bei der medikamentösen Behandlung wird die Ausstoßung des Schwangerschaftsgewebes durch Medikamente (oral oder vaginal) eingeleitet und unterstützt. Das Einnehmen kann auch zuhause ohne ärztliche Aufsicht erfolgen. Bei verstärkter Blutung sollte die Patientin in der Klinik vorstellig werden.
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Operative Therapie
Im Rahmen eines kurzen ambulanten Eingriffs mit leichter Vollnarkose wird das Schwangerschaftsgewebe mittels gebärmutterschonender Absaugung entnommen oder ausgeschabt. So kann einer Infektion oder weiteren Komplikationen vorgebeugt werden. Sollte der Abort ohne Therapie von selbst beginnen und es kommt zu starken Blutungen, Schmerzen oder Fieber, muss umgehend eine gynäkologische Praxis oder Klinik aufgesucht werden.
Stille Geburt
Nach der 24. Schwangerschaftswoche oder über 500 Gramm Gewicht ist das Kind bereits lebensfähig, daher spricht man nicht mehr von Fehlgeburt, sondern von einer Stillen Geburt oder Totgeburt.
Nach der Feststellung in der Praxis oder bei der Hebamme haben Sie einige Tage Zeit, um sich von Ihrem Baby zu verabschieden.
Mithilfe von Medikamenten und künstlichen Hormonen wird die Geburt dann eingeleitet. Das Kind wird auf natürlichem Wege oder mit Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Anschließend haben Sie Zeit sich von Ihrem Kind zu verabschieden.
Nachsorge und psychische Begleitung
Nach einer Fehlgeburt und der erfolgten Behandlung begleiten wir Sie sowohl körperlich als auch emotional. Die körperliche Nachsorge umfasst Kontrolluntersuchungen zur Überprüfung des Heilungsverlaufs und der vollständigen Rückbildung der Gebärmutter.
Für viele Patientinnen und ihre Partner ist der Verlust einer Schwangerschaft ein einschneidendes Erlebnis, das mit Trauer und psychischer Belastung verbunden sein kann. Jede Frau erlebt eine Fehlgeburt individuell – entsprechend unterschiedlich kann auch der Bedarf an Unterstützung sein.
Auf Wunsch vermitteln wir den Kontakt zu Mitarbeitenden der Seelsorge unseres Hauses oder zu spezialisierten Beratungsstellen oder Selbsthilfeangeboten.
Wir möchten Sie in dieser Situation nicht allein lassen, sondern Sie sowohl medizinisch als auch menschlich verlässlich begleiten.
Viel zu früh und doch für immer
Informationen zur Bestattung von Sternenkindern
Abschied nehmen
Unsere Erfahrung zeigt, dass eine eigene Form der Verabschiedung - so schwer sie auch sein mag – ein wichtiger Schritt in der Trauer und im Heilungsprozess sein kann. Dafür bestehen verschiedene Möglichkeiten:
• In Köln gibt es besondere Grabfelder für Sternenkinder auf dem Nordfriedhof, Südfriedhof, Ostfriedhof, Westfriedhof sowie auf dem Friedhof Brück.
• Wenn ein Angehörigengrab besteht, kann das Kind dort beigesetzt werden (das zuständige Friedhofsamt erteilt dafür eine Sondergenehmigung).
Sie können Ihr Kind in einer Gemeinschaftsurne mit anderen Sternenkindern auf dem Kölner Nordfriedhof beisetzen. Vielleicht möchten Sie sich dort von Ihrem Kind verabschieden.
Die Überführung vom Krankenhaus zum Friedhof kann durch ein Bestattungsunternehmen oder durch Sie selbst erfolgen. Dafür benötigen Sie eine geschützte Form der Aufbewahrung für Ihr Kind.
Weitere Informationen können Sie dem Flyer über Sternenkinder entnehmen. (Link)
Ansprechpartner in der Friedhofsverwaltung der Stadt Köln finden Sie hier: Friedhöfe - Stadt Köln
Nachsorge und psychische Begleitung
Nach einer Fehlgeburt und der erfolgten Behandlung begleiten wir Sie sowohl körperlich als auch emotional. Die körperliche Nachsorge umfasst Kontrolluntersuchungen zur Überprüfung des Heilungsverlaufs und der vollständigen Rückbildung der Gebärmutter.
Für viele Patientinnen und ihre Partner ist der Verlust einer Schwangerschaft ein einschneidendes Erlebnis, das mit Trauer und psychischer Belastung verbunden sein kann. Jede Frau erlebt eine Fehlgeburt individuell – entsprechend unterschiedlich kann auch der Bedarf an Unterstützung sein.
Auf Wunsch vermitteln wir den Kontakt zu Mitarbeitenden der Seelsorge unseres Hauses oder zu spezialisierten Beratungsstellen oder Selbsthilfeangeboten.
Wir möchten Sie in dieser Situation nicht allein lassen, sondern Sie sowohl medizinisch als auch menschlich verlässlich begleiten.