HIV-Ambulanz
Spezialisierte Versorgung für Menschen mit HIV-Infektion und AIDS
Die HIV-Ambulanz im Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius (Betriebsstelle Severinsklösterchen) bietet ein umfassendes ambulantes Versorgungsangebot für Menschen mit HIV-Infektion:
- umfassende und langfristige Betreuung von Patienten mit HIV-Infektion
- allgemeine endoskopische Untersuchungen
- hochauflösende anorektale Chromoendoskopie zur Analkarzinomvorsorge oder im Rahmen des AIN-Screenings
- antiretrovirale Therapie
Die HIV-Ambulanz steht gesetzlich und privat versicherten Patientinnen und Patienten zur Verfügung und kann bei Bedarf eine schnelle Terminvergabe sicherstellen.
Bei Verdachtsdiagnosen, die stationär abgeklärt werden müssen oder stationärem Behandlungsbedarf behandeln wir unsere Patienten mit HIV-Infektion spezialisiert auf der Infektionsstation mit HIV-Schwerpunkt.
Weiterführende Informationen zu den Angeboten der HIV-Ambulanz
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Analkarzinomvorsorge und AIN-Screening für HIV-positive Menschen
Menschen mit HIV-Infektion haben ein erhöhtes Risiko für Veränderung im Bereich des Afters: Anale intraepitheliale Neoplasie (AIN) sind Zellveränderungen an der Haut bzw. Schleimhaut des Analkanals aus denen sich eine Tumorerkrankung im Analbereich entwickeln kann (Analkarzinom). Werden diese Veränderungen früh erkannt, kann die Entstehung eines Analkarzinoms verhindert werden. Ist die Krebserkrankung im Analbereich bereits entstanden, lässt sie sich besser behandeln, wenn sie frühestmöglich erkannt wird. Aus diesem Grund haben HIV-positive Menschen einen Anspruch auf Vorsorgeuntersuchungen bzw. ein AIN-Screening.
Besteht der Verdacht auf das Vorliegen von AIN, beispielsweise durch einen auffälligen Abstrich, kann eine anorektale Chromoendoskopie weiter Aufschluss über das Vorliegen von Veränderungen der Schleimhaut geben. Mit dieser hochauflösenden Methode können auch kleinste und flache Veränderungen im Analbereich und Enddarm sichtbar gemacht werden. Während der Untersuchung, die als etwas unangenehmen empfunden werden kann, aber nicht schmerzhaft ist, können Proben von Veränderungen genommen werden, die eine wichtige Grundlage der weiteren Therapieplanung sind.
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Antiretrovirale Therapie bei HIV-Infektion
Mit antiretroviraler Therapie (ART) kann eine HIV-Infektion meist gut kontrolliert werden. Verschiedene Wirkstoffe
- verhindern die weitere Ausbreitung des HI-Virus im Körper
- reduzieren die Viruslast
- sorgen so dafür, dass das Immunsystem geschützt wird
- reduzieren das Riskio HIV-bedingter Erkrankungen deutlich
- verbessern Lebensqualität und -dauer deutlich.
In der HIV-Ambulanz erstellt ein erfahrenes ärztliches Team individuelle Konzepte für die antiretrovirale Therapie, überprüft diese und passt sie bei Bedarf an.
Moderne HIV-Therapien sind in der Regel gut verträglich. Eventuelle Nebenwirkungen werden regelmäßig überprüft.