Knochenbrüche im Alter

Behandlung im AltersTraumaZentrum Köln Süd-West

Ältere und hochbetagte Menschen benötigen nach einem Knochenbruch (Fraktur) eine spezialisierte Behandlung: 

  • Neben- und Vorerkrankungen müssen berücksichtigt werden 
  • eine Operation des Knochenbruchs muss so schnell wir möglich durchgeführt werden
  • die Mobilisation nach der Operation muss rasch beginnen

Auf diese altersgerechte Versorgung ist das Team des AltersTraumaZentrums Köln Süd-West spezialisiert – fachübergreifend und mit großer Erfahrung.

Leistungsspektrum des AltersTraumaZentrums Köln Süd-West

  • Brüche am Oberarmkopf

    Gelenknahe Brüche des Oberarms gehören zu den typischen Brüchen, die wir im AltersTraumsZentrum Köln Süd-West versorgen. In den allermeisten Fällen werden sie durch leichte Stürze ausgelöst, häufig durch Osteoporose begünstigt. Es gibt operative und nicht-operative (konservative) Behandlungsmöglichkeiten. Die Behandlungsziele sind stets:

    • rasche Schmerzlinderung 
    • Wiederherstellung der Funktion und des Bewegungsumfang des Gelenks

    Die operativen Verfahren reichen von der Stabilisierung des Bruches mit Nagel oder Platte bis zu einem Ersatz des Oberarmkopfes durch ein künstliches Schultergelenk (Schulterendoprothese). Bei allen Behandlungsmöglichkeiten sorgt die physiotherapeutische Behandlung im Anschluss dafür, dass die Bewegungsfähigkeit von Arm und Schulter bestmöglich erhalten bzw. wiederhergestellt wird. Diese Therapiemaßnahmen und die gezielte Mobilisation tragen dazu bei, dass unsere Patienten nach der Verletzung möglichst schnell in ihr gewohntes Leben zurückkehren und ihren Alltag so selbstständig wie vorher – ohne Angst vor weiteren Stürzen – gestalten können.

  • Brüche am Oberschenkelknochen

    Brüche am Oberschenkelknochen sind häufig bei älteren und hochbetagten Menschen. Oft verursachen schon kleine Stürze eine Fraktur, beispielsweise bei Osteoporose. Die Therapie dieser Brüche ist in den allermeisten Fällen eine Operation:

    • Viele Brüche am Oberschenkelknochen können mit modernen Schauben- oder Nagelsystemen stabilisiert werden. 
    • Bei einem Oberschenkelhalsbruch muss das Hüftgelenk in den meisten Fällen durch ein künstliches Gelenk ersetzt werden. 

    Beide Operationsverfahren - Gelenkersatzoperation nach Oberschenkelhalsfraktur und gelenkerhaltene Operationen bei Brüchen des Oberschenkelknochens - führt das unfallchirurgische Team des AltersTraumaZentrums Köln Süd-West mit großer Erfahrung durch. Bei der operativen Therapie von Brüchen des Oberschenkelknochens ist Zeit ein wichtiger Faktor für den Therapieerfolg, daher werden Sie in unserem Zentrum innerhalb von 24 Stunden nach dem Sturz, der den Knochenbruch verursacht hat, operiert. 

    Nach der Operation ist die schnelle Mobilisation der wichtigste Therapiebaustein: Das Ärzteteam und die Physiotherapeuten des AltersTraumaZentrums Köln Süd-West arbeiten eng zusammen, um Sie nach der Operation schnell wieder “auf die Beine” zu bringen - und damit möglichst bald zurück in den gewohnten Alltag. 

  • Brüche an der Wirbelsäule

    Mit steigendem Lebensalter steigt das Risiko für Frakturen von Wirbelkörpern ("Wirbeln") - durch eine höhere Sturzhäufigkeit und durch ein steigendes Osteoporose-Risiko. Wie ein Bruch eines Wirbelkörpers behandelt wird entscheidet das interdisziplinäre Team des AltersTraumaZentrums Köln Süd-West im Einzelfall: 

    • konservative Behandlung: vorübergehende Bettruhe, Schmerzreduktion und eventuell stützende Hilfsmittel 
    • Verschraubung des gebrochenen Wirbelkörpers (minimalinvasive Operation)
    • Kyphoplastie: Aufrichtung des gebrochenen Wirbelkörpers mit Hilfe eines kleinen Ballons und anschließende Stabilisierung mit Zement (minimalinvasive Operation)

    Das Ziel der Behandlung ist zum einen die Reduktion eventueller Schmerzen (es gibt auch Wirbelkörperfrakturen, die keine Schmerzen verursachen) und zum anderen der Erhalt bzw. die Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit. 
    Nach der Therapie der Fraktur des Wirbelkörpers sorgt intensive Bewegungstherapie durch das physiotherapeutische Team des AltersTraumaZentrums für eine rasche und umfassende Mobilisation.

  • Brüche am Becken

    Brüche des Beckens treten bei älteren und hochbetagten Menschen mit vorgeschädigter Knochenstruktur – beispielsweise durch Osteoporose – oft auf. Bereits leichte Stöße oder kleine Stürze können zu einem Bruch des Beckenknochens führen. Bei so genannten Ermüdungsbrüchen bricht der Beckenknochen ohne Einwirkung von außen. Beckenbrüche können konservativ oder operativ behandelt werden: 

    • konservative Therapie bei Beckenbruch: Schmerzmittel, Physiotherapie und bei Bedarf Osteoporose-Therapie
    • Operation bei Beckenbruch: Stabilisierung des Beckens durch Schrauben, Platten oder Fixationssysteme (Osteosynthese)

    Operationen bei Beckenbrüchen werden vor allem dann geführt, wenn das Becken durch die Fraktur sehr instabil ist oder innere Organe, Gefäße, Nerven oder die Harnwege durch die Fraktur gefährdet sind. In vielen Fällen ist eine konservative Therapie des Beckenbruchs ausreichend. Die Entscheidung für das richtige Therapieverfahren ist individuell und wir von dem erfahrenen Ärzteteam des AltersTraumaZentrums Köln Süd-West mit großer Erfahrung für den einzelnen Patienten getroffen. 

  • Knochenbrüche bei vorhandenen Prothesen (periprothetische Frakturen)

    Brüche von Knochen, in denen ein künstliches Gelenk verankert ist (periprothetische Fraktur) kommen treten besonders häufig an der Hüfte auf, aber auch Schulter- und Kniegelenk(ersatz) können betroffen sein. Zur Therapie einer periprothetischen Fraktur ist eine Operation notwendig, bei der - je nach Lage und Ausmaß des Bruchs - das künstliche Gelenk ersetzt oder/und der gebrochene Knochen stabilisiert wird. Spezielle Prothesen sowie - je nach Art des Knochenbruchs - moderne Schauben-, Draht- oder Plattenmaterialien sorgen für akute und langfristige Schmerzreduktion sowie die Sicherstellung bzw. Wiederherstellung der Mobilität. 

    Nach der operativen Versorgung einer periprothetischen Fraktur tragen gezielte Schmerztherapie und individuelle Physiotherapie zum Genesungsprozess und zur Wiederherstellung der Beweglichkeit bei.

Osteoporose

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Meist ist bei unseren alterstraumatologischen Patienten ein Sturzereignis in Verbindung mit einem Abbauprozess des Knochens (Osteoporose) für das Auftreten von Knochenbrüchen verantwortlich zu machen. Unser AltersTraumaZentrum Köln Süd-West bietet für diese wichtige Erkrankung die so entscheidende frühzeitige Diagnostik (Knochendichte-Messung nach dem DXA-Verfahren und Labor) und leitet eine entsprechende Therapie ein. Neben physiotherapeutischen Maßnahmen, die vor allem auf einen Muskelaufbau zielen, werden auch medikamentöse Maßnahmen eingeleitet.

Sturzabklärung

Meist ist ein Sturz des Patienten Auslöser einer Fraktur. Außer in eindeutigen Fällen, bei denen es sich klar um eine äußere Ursache (z.B. Unfall) handelt, gehört die Ursache eines Sturzes immer abgeklärt. Gründe für einen Sturz können mannigfach sein: Neben klassischen internistischen Ursachen wie Schwindel oder Synkope (kurze Bewusstlosigkeit) spielen sowohl neurologische Krankheiten, wie z.B. Parkinson, Gangstörungen bei Hirndurchblutungsstörungen oder nach einem Schlaganfall, als auch eine allgemeine körperliche Gebrechlichkeit (Frailty) als Sturzursache eine große Rolle. In unserem AltersTraumaZentrum Köln Süd-West erfolgt eine professionelle Klärung und Vorsorge, um weitere Stürze zu verhindern.