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Fragen und Antworten rund um die Geburt

FAQ Geburtshilfe

Sie haben Fragen rund um Ihre Geburt? Vielleicht finden Sie hier schon einige Antworten. Gerne können Sie uns Ihre Fragen auch per E-Mail senden – wir antworten Ihnen so schnell wie möglich.

  • Woher bekomme ich die Geburtsurkunde meines Kindes?

    Die Geburtsurkunde Ihres Kindes können Sie (nur persönlich) in der Patientenverwaltung unseres Krankenhauses (Erdgeschoss) abholen. Das Büro ist montags bis donnerstags zwischen 11:00 Uhr und 16:00 Uhr und freitags von 11:00 Uhr bis 13:45 Uhr besetzt. Sollte es Ihnen in Ausnahmefällen nicht möglich sein, die Urkunde persönlich abzuholen, melden Sie sich bitte bei der Patientenverwaltung (Telefon 0221 3308-1140) oder per E-Mail: patientenverwaltung.kh-augustinerinnen@cellitinnen.de 

    Die Anmeldung Ihres Kindes muss im Krankenhaus erfolgen, da für die Anmeldung beim Amt eine Unterschrift des Krankenhauses benötigt wird. Ihr Meldeamt erhält vom Standesamt eine Mitteilung über die Geburt Ihres Kindes. Damit ist die Anmeldung erfolgt.

  • Wie komme ich an einen Geburtsbericht?

    Wenn Sie Ihren Geburtsbericht anfordern möchten,

    • senden Sie uns bitte eine Anfrage an kkreisssaal.kh-augustinerinnen@cellitinnen.de mit 
      - der Angabe Ihres Namens und Ihres Geburtsdatums 
      - der Angabe des Geburtsdatum Ihres Kindes
      - einem Scan Ihres Personalausweises (Name und Adresse müssen sichtbar sein)
    • schicken Sie parallel dazu einen an Sie adressierten Rückumschlag im Din A4-Format mit ausreichender Frankierung
      an folgende Adresse: 
      Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius
      z.Hd. Kreißsaal/Geburtsberichte
      Jakobstr. 27-31
      50678 Köln 

    Die Bearbeitungszeit ab Eingang des frankierten Rückumschlags beträgt bei Geburten vor 2022 10-12 Wochen und ab 2022 6-8 Wochen.

  • Was gehört in die Kliniktasche für Mutter und Kind?

    Wenn der Nachwuchs es besonders eilig hat, kann es vor dem errechneten Geburtstermin schon einmal hektisch werden. Damit Sie dennoch bestens auf Ihren Aufenthalt bei uns vorbereitet sind, ist es sinnvoll, die Kliniktasche bereits ab der 30. SSW gepackt zu haben. Damit Sie in der Vorbereitung nichts wichtiges vergessen, haben wir Ihnen die wichtigsten Punkte zusammengestellt.

    Für die Mutter:

    • Mutterpass
    • Krankenversicherungskarte
    • Unterlagen für das Standesamt
    • altes T-Shirt zum Tragen während der Geburt
    • enganliegendes Oberteil mit weitem Halsausschnitt für das Bonding
    • bequeme Kleidung
    • Pyjama oder Nachthemd
    • Bademantel
    • Hausschuhe
    • Warme Socken
    • Nervennahrung zur Stärkung
    • Hygieneartikel
    • Musik
    • Haargummi oder Stirnband
    • weitere Kleinigkeiten: Snacks und Getränke für die Begleitperson,  Wechselkleidung und Hygieneartikel


    Für das Baby:

    • Kleidung für die Fahrt nach Hause
    • Socken oder Babyschuhe
    • Mütze
    • Jacke oder Schneeanzug
    • Baumwolltücher
    • Babysitz für das Auto
  • Was ist zu tun, wenn mein Kind in Beckenendlage liegt?

    Zunächst raten wir zu einem abwartenden Verhalten, da sich ein Großteil der Beckenendlagenkinder im Verlauf der Schwangerschaft noch in eine Schädellage dreht. Ab der 32. Schwangerschaftswoche können Sie unterstützende Maßnahmen, z. B. durch Moxibustion (Maßnahme aus der traditionell chinesischen Medizin mit Beifußkraut) und die "Indische Brücke" durchführen. Dies wird durch Ihren Frauenarzt und durch Ihre betreuende Hebamme, die Sie auch in der Schwangerschaft kontaktieren können, erklärt und durchgeführt. 
    Liegt in der 36. Schwangerschaftswoche nach wie vor eine Beckenendlage vor, sollten Sie einen Termin zur Geburtsplanung vereinbaren. Hier können wir die Möglichkeiten der Entbindung (Spontanpartus vs. primärer Kaiserschnitt) besprechen oder klären, ob z.B. eine äußere Wendung bei Ihnen möglich ist.

  • Ab welchem Wehenrhythmus soll ich mich ins Krankenhaus begeben?

    Gerade beim ersten Kind können bereits ganz am Anfang der Geburt die Wehen recht häufig sein (alle 5 Minuten). Jedoch sind diese in der Intensität eher schwächer. Häufig werden diese verspürt als ein Ziehen im Unterbauch, ähnlich den Menstruationsschmerzen. Dies sind die ersten Anzeichen, dass es langsam losgeht. Diese Phase nennt man auch Latenzphase.
    Entscheidend für Ihren Entschluss in die Klinik zu kommen ist Ihr subjektives Empfinden. Sie haben selbst das Gefühl, dass sich in der Intensität der Wehen eine Dynamik entwickelt (Sie müssen z.B. die Wehen veratmen).

  • Wo kann meine Begleitperson parken, wenn wir zur Geburt kommen?

    Damit Sie entspannt bei uns ankommen können, halten wir einen "Storchenparkplatz" vor, der für werdende Eltern reserviert ist. Hier kann Ihre Begleitperson das Auto abstellen und sie in den Kreißsaal-Bereich begleiten. Wenn Sie dort gut angekommen sind, bitten wir, den Storchenparkplatz für die nächsten werdenden Eltern wieder frei zu machen. 
    Sie finden den Storchenparkplatz auf dem Mitarbeiter-Parkplatz, die Zufahrt ist über die Kartäusergasse möglich. Nach der Zufahrt durch die Schranke sehen Sie auf der linken Seite den grauen Parkplatz, der mit einem Schild als Storchenparkplatz ausgewiesen ist. Die Nutzung ist kostenfrei. 

  • Dürfen mich mehrere Personen zur Geburt begleiten?

    Es ist sehr sinnvoll, dass Sie von einer vertrauten Person zur Geburt begleitet werden. Sie können maximal zwei Begleitpersonen mitbringen. Ein gut eingespieltes kleines Team, das Ihre Vertrauensperson einschließt, ist von unschätzbarem Vorteil.

  • Wer ist alles bei der Geburt anwesend?

    Es ist üblich, dass neben Ihrer Vertrauensperson eine Hebamme und ein Arzt/Ärztin Sie durch die Geburt begleiten.

  • Welche Möglichkeiten gibt es zur Schmerzlinderung unter der Geburt?

    Wir bieten ein breites Spektrum an analgetischen/schmerzlindernden Maßnahmen an. Diese sind zum Teil abhängig von der Geburtsphase, in der Sie sich befinden und reichen von Entspannungsbad, Aromatherapie, Homöopathie und Akupunktur über krampflösende Zäpfchen, Schmerzinfusionen und Lachgas bis hin zur rückenmarksnahen Anästhesie.

  • Was ist eine CSE (kombinierte spinal-epidurale Anästhesie)?

    CSE ist die Abkürzung für die kombinierte spinal-epidurale Anästhesie und ist eine Form der rückenmarksnahen Anästhesie, die Frauen unter der Geburt eine rasche Schmerzerleichterung bei gleichzeitig erhaltener Mobilität ermöglicht. Circa ein Drittel aller Frauen unter der Entbindung wünschen eine CSE, in einigen Fällen ist eine CSE aus medizinischer Indikation angeraten (z. B. bei protrahierter Muttermundseröffnung oder sehr straffen Beckenboden- und/oder Muttermundsverhältnissen). Weitere Informationen zur Schmerzarmen Geburt. 

  • Muss ich mit einem Dammschnitt rechnen?

    Nein. Grundsätzlich halten und schützen die Hebammen den Damm. Unter der Geburt kann es jedoch zu Geburtsverletzungen (Dammrissen) kommen. Ein eventuell durchgeführter Dammschnitt (Episiotomie) wird nur bei medizinischer Notwendigkeit durchgeführt. So kann zum Beispiel bei einer kindlichen Gefahrensituation mit schlechten Herztönen ein Dammschnitt zur rascheren Beendigung der Geburt beitragen.

    Der Dammschnitt als solcher wird während einer aktiven Wehe durchgeführt und wird in der Regel wenig verspürt. Die anschließende Naht wird nach Geburt der Plazenta (Mutterkuchen) in Lokalanästhesie durchgeführt.

  • Wann und wie oft wird ein Kaiserschnitt durchgeführt?

    In ca. 29% aller Geburten wird in unserer Abteilung ein Kaiserschnitt durchgeführt. Die Hälfte dieser Kaiserschnitte sind primär geplante Kaiserschnittentbindungen, zum Beispiel bei einer Beckenendlage, bei Risikoschwangerschaften, die eine natürliche Geburt unmöglich machen, bei mütterlichen Beckenanomalien etc. In einigen Fällen entscheiden sich die Frauen auch ohne medizinische Notwendigkeit für einen “Wunsch-Kaiserschnitt”.
    Die andere Hälfte dieser Kaiserschnitte wird sekundär durchgeführt. Hier können z. B. ein Geburtsstillstand, eine kindliche Gefahrensituation oder andere Ursachen Grund dafür sein, die normale Geburt abzubrechen und dann einen Kaiserschnitt durchzuführen. Dieser kann in der Regel auch in einer rückenmarksnahen Betäubung vorgenommen werden. In ganz seltenen Fällen ist ein Not-Kaiserschnitt indiziert, der in akuten Gefahren-Situationen eine sofortige Entbindung Ihres Kindes innerhalb weniger Minuten ermöglicht. Der Operationssaal für Kaiserschnitte ist dem Kreißsaal direkt angegliedert, so dass die Wege in Notfällen kurz sind. 

  • Wie wird mein Baby nach der Geburt versorgt?

    Nach einer normalen Geburt wird Ihr Kind in den ersten 1-2 Lebensstunden nackt bei Ihnen auf dem Bauch verbringen (Bonding). Es wird lediglich mit warmen Tüchern abgedeckt. Erst im weiteren Verlauf wird das Neugeborene gewogen, gemessen und gewickelt und die U1 (erste Vorsorgeuntersuchung für das Kind) durchgeführt.

    Auf der Wochenstation können die weiteren Vorsorgeuntersuchungen (U2, Hörscreening) und, wenn medizinisch notwendig, ein Hüftultraschall durchgeführt werden.

  • Was ist, wenn mein Baby krank wird oder ist?

    Neben den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, die unsere Kinderärztin durchführt, ist das Team der Universitäts-Kinderklinik Köln in 24-stündiger Rufbereitschaft, um Ihr Kind zu untersuchen Ihr Kind zu und gegebenenfalls auch in der Kinderklinik zu versorgen. Bei der harmlosen Neugeborenen-Gelbsucht kann eine notwendige Fototherapie rund um die Uhr in unserer Abteilung stattfinden.

  • Kann ich nach der Geburt nach Hause gehen?

    Ist die Geburt komplikationslos verlaufen und sind Mutter und Kind wohlauf, können Sie nach 4 Stunden nach Hause entlassen werden. 
    Für den Fall einer kurzstationären Entbindung empfiehlt es sich, bereits im Vorfeld die Ansprechpartner, wie Hebamme und Kinderarzt, geklärt zu haben.

  • Wie lange dauert in der Regel ein stationärer Aufenthalt?

    Handelt es sich um eine komplikationslose Geburt, entscheiden Sie selbst, wann sie nach Hause gehen möchten. 
    In der Regel bleiben die Mütter 3-5 Tage und nehmen die Möglichkeit der Vorsorgeuntersuchung beim Kind (U2) in Anspruch.

  • Was verbirgt sich hinter dem Hautkontakt auf der Wochenstation?

    Wenn Sie mit Ihrem Baby auf der Wochenstation ankommen, ist dies immer mit vielen Emotionen verbunden. Deswegen ist es uns ein Anliegen, dass Sie es sich mit Ihrem Baby so schön wie möglich machen.
    Ihr Baby liegt nackt bei Ihnen oder Ihrer Begleitung auf der Brust. Es fühlt sich dort besonders beschützt und behütet und ist perfekt gewärmt. Auch Sie fühlen sich sicher mit Ihrem Baby, da Sie die Atembewegungen und feinen Signale, die Ihr Baby sendet, sofort wahrnehmen können. Wir helfen Ihnen dabei, zu lernen, Ihr Baby in einen sicheren Hautkontakt zu legen, damit sie sich maximal entspannen können. Hierzu gibt es einige Hinweise, die Sie unserem zusätzlich entnehmen können. Weitere Informationen: Nach der Geburt

    Sie erhalten während Ihres Aufenthaltes leihweise unseren kuscheligen Babybeutel (Bondingsäckchen), in den Sie Ihr nacktes Baby hineinlegen können. So bleibt ihr Baby für eine weiterhin gewärmt, bis sie es dann wieder auf ihre warme Haut legen, wenn der Hautkontakt zwischenzeitlich unterbrochen werden muss (beispielsweise beim Duschen). Ein Bonding-Top sichert Ihr Kind während des Hautkontaktes. 

  • Muss ich die Kosten für eine nachsorgende Hebamme selber tragen?

    Nein, die Wochenbettbetreuung durch eine Hebamme wird durch die Krankenkasse finanziert. Ferner kann bereits in der Schwangerschaft die Schwangerenvorsorge nach Absprache mit dem Frauenarzt durch die Hebamme durchgeführt werden. Auch diese Kosten werden von der Krankenkasse getragen.