Informationen für Angehörige
von Patienten unserer Intensivstationen
Der Begriff "Intensivstation" ist für die Angehörigen unserer Patienten oft mit Sorgen verbunden. Die medizintechnische Ausstattung der Station, die Zutrittsbeschränkungen und die im Vergleich zu Patientenzimmern auf Normalstationen eher nüchterne Atmosphäre der Räumlichkeiten verstärkt diese Sorgen häufig. Wir möchten Sie mit diesen Ängsten nicht allein lassen und versuchen daher, unsere Arbeit so transparent wie möglich darzustellen. Selbstverständlich ist die Versorgung auf der Intensivstation eine Ausnahmesituation sowohl für Patienten als auch für Angehörige - Sie können jedoch sicher sein, dass die vielleicht ungewohnte Atmosphäre die bestmögliche Versorgung unserer Patienten sicherstellt. Unser interdisziplinäres Team setzt sich mit großem Engagement, langjähriger Erfahrung und spezialisiertem Fachwissen dafür ein, unsere Patienten optimal zu behandeln. Genauso wichtig ist uns ein vertrauensvoller Umgang mit der Familie unserer Patienten und individuelle Begleitung durch eine schwierige Zeit. Konkret bedeutet dies für Sie als Angehörige:
Ihre Fragen sind wichtig
Die Versorgung (schwer)kranker Menschen ist unsere tägliche Aufgabe. Sollten Sie dazu Fragen haben, scheuen Sie bitte nicht, uns diese zu stellen. Wir legen höchsten Wert darauf, dass Sie jederzeit nachvollziehen können, in welcher Situation Ihr Angehöriger, also unser Patient, sich befindet und welche Therapie aus welchen Gründen und mit welchem Ziel durchgeführt wird.Sie sind Teil des Behandlungsteams
Entscheidungen über die Therapie, die konkreten Maßnahmen oder eine eventuelle Begrenzung der Therapie besprechen wir, wenn unser Patient sich nicht selbst äußern kann, mit den Angehörigen. Dabei stellen wir größtmögliche Transparenz her, um mit Ihnen gemeinsam zu einer Entscheidung im Sinne des Patienten zu kommen. Sollte eine Patientenverfügung vorliegen, besprechen wir den darin geäußerten Willen mit Ihnen ausführlich und respektieren diesen.
Aber auch, wenn keine Entscheidungen über eine Therapielimitierung getroffen werden müssen, verstehen wir Sie als Angehörige als Teil des Behandlungsteams. Sie kennen Ihr Familienmitglied, können uns eventuell wertvolle Hinweise geben - und Ihre Nähe kann den Behandlungserfolg fördern. Nicht zuletzt kann die Nähe zu vertrauten Personen besonders bei älteren Menschen ein wichtiger Baustein zur Vermeidung eines Delirs (Verwirrtheitszustand) nach einer Operation sein.Sie sind willkommen
Eine Intensivstation unterliegt immer gewissen Zutrittsbeschränkungen - zum Schutz der Patienten. Dennoch kann der Besuch von nahen Bezugspersonen für unsere Patienten sehr sinnvoll sein, so dass Sie in definierten Besuchszeiten herzlich willkommen sind. Besuche außerhalb dieser Zeiten müssen mit dem Stationsteam abgesprochen werden und sind grundsätzlich möglich. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass die Sicherheit unserer Patienten und die Abläufe zur Patientenversorgung dabei stets berücksichtigt werden müssen.
Selbstverständlich stehen wir Ihnen bei Fragen auch telefonisch zur Verfügung. Dafür erhalten Sie einen Telefoncode vom Stationsteam zur Wahrung des Datenschutzes. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir ohne Nennung dieses Codes keine Auskünfte geben können.